KITZINGEN

Begeisterung für Kitzinger Zukunft

Ein Top-Jahr für Kitzingen ist fast vorbei, 2017 soll es gut weitergehen: Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller blickte im Stadtrat auf große Aufgaben.
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Schnelle Entwicklung in Marshall Heights: Der erste Abschnitt in dem neuen Stadtteil am Kitzinger Stadtrand geht mit der Sanierung der fünf Wohnblöcke bald in die Endphase, der nächste Abschnitt soll bald in die Startphase kommen. Foto: Archivfoto: Harald Meyer

Das Sahnehäubchen auf einem „ereignisreichen Jahr“ stellte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller an den Anfang seiner Rede in der Jahresschlusssitzung des Stadtrats – den geplanten Neubau des noch in Würzburg beheimateten Staatsarchivs im Deusterareal.

Das 33-Millionen-Euro-Projekt, das mit dem Besuch von Finanzminister Markus Söder vor wenigen Tagen amtlich ist, ist für Müller ein „Meilenstein“ in der Stadtgeschichte.

Der Schub nach vorne kommt nicht von ungefähr: Der Stadtrat gab in 104 Sitzungen (Vorjahr: 97) – inklusive Ausschüssen und Beiräten – die Richtung vor, das Bauamt begleitete die rasante Entwicklung in der Stadt mit enormem Einsatz, wie Müller betonte: unter anderem seien 188 Bauanträge und diverse Bebauungspläne abgearbeitet worden.

Hohes Entwicklungstempo

Ein großes Aufgabenfeld bleiben die einstigen US-Immobilien. Besonders im Blick für 2017 ist die Wohnsiedlung Marshall Heights. Gemeinsam mit Eigentümer Georg Wittmann werde die Stadt „den nächsten Entwicklungs-Abschnitt anpacken“, so Müller. Der freut sich über das hohe Entwicklungstempo in dem 32 Hektar großen Gelände. Alle 103 Häuser am Marshall-Heights-Ring hätten neue Besitzer, fünf Wohnblocks gingen in die Sanierung.

Zu den besonderen Aufgaben im kommenden Jahr zählte der Bürgermeister die Standortsuche für die Polizeiinspektion, die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds, die Erweiterung des Rathauses in der Kaiserstraße 17, die Schaffung weiterer Kindergarten- oder Kinderkrippenplätze, das Bauprojekt Marktcafé und die Verbesserung der Obdachlosenwohnungen.

Das „tolle“ neue Bauamt

Ein dickes Paket von Aufgaben wartete schon in diesem Jahr auf die Stadt. Das Bauamt wurde für gut 810 000 Euro umgebaut und sieht laut Müller jetzt „toll aus“. 5,8 Millionen Euro werden vermutlich bei der Zweifeldsporthalle mit Ganztagesbereich im Deusterpark verbaut. Die alte Turnhalle ist abgerissen, der Neubau soll in den Sommerferien 2017 angefangen und im Oktober 2018 abgeschlossen werden.

Eine Teil-Hängepartie bleibt das Bahnhofsumfeld. Der Parkplatz für gut hundert Autos wird im kommenden Jahr neben den Kleingärten gebaut. Warten ist noch angesagt bei der Umgestaltung des Vorplatzes, beim Busbahnbahnhof und Pendlerparkplätzen an der Friedenstraße, weil die Bahn laut OB immer noch keine Verkaufsunterlagen für das Bahnhofsgebäude vorgelegt hat.

Kaiserstraße 17 - der Glücksfall

„Ein Glücksfall für die Stadtverwaltung“ ist nach den Worten des OB die geplante Erweiterung des Rathauses im Nachbargebäude Kaiserstraße 17. Rund 2,7 Millionen Euro für Umbau und Sanierung seien zwar „enorm viel Geld“, aber nötig. Der Eingang des Rathauses, der in diesem Zug verändert wird, sei „keine Visitenkarte“, Mitarbeiter im Rathaus oft in Raumnöten.

Müllers „Begeisterung für die Zukunft“ beruht nicht nur auf eigenen Vorhaben, sondern auch auf dem Engagement vieler Investoren. Neben den Entwicklungen in den Ex-US–Flächen freut den OB auch die Wohnbautätigkeit – ob in den Brauhöfen, auf dem einstigen Fetzer- oder Baywa-Gelände, in der Schmiedelstraße oder an der Galgenmühle.

„Mit voller Leidenschaft“

Dass ein so „leistungsstarkes Jahr “ nicht nur mit einem entscheidungsfreudigen Stadtrat und einer engagierten Verwaltung möglich ist, machte OB-Stellvertreter Stefan Güntner deutlich. Müller habe 475 externe Termine in diesem Jahr absolviert, nicht gerechnet die Amtsleiterbesprechungen (36) oder die 104 Ratstermine oder die Bürgerversammlungen.

„Sie sind mit voller Leidenschaft Oberbürgermeister“, betonte Güntner, bevor er Müller einen Gutschein fürs Silvesterfest überreichte.

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