KITZINGEN

Begeistert von der Kirche in Deutschland

Aus Indien kommt der Priester, der in diesem Sommer die Urlaubsvertretung in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kitzingen übernimmt
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Urlaubspriester Pater Subash Maliyekal Foto: Foto: JOSEF GERSPITZER

Aus Indien, dem Land der vielen Religionen und Sprachen, kommt der Priester, der in diesem Sommer die Urlaubsvertretung in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kitzingen übernimmt: Pater Subash Maliyekal.

Die vielen Religionen und Religionsgemeinschaften prägen den Subkontinent – das Miteinander und Nebeneinander ist zumeist völlig friedlich. Englisch plus 22 offizielle Sprachen gibt es dort, 780 weitere – alle mit eigener Schrift und Grammatik; Dialekte nicht eingerechnet. Mit Englisch kommt man relativ gut voran, aber nicht alle können Englisch. So ist der Urlaubspriester in Kitzingen, Subash Maliyekal aus Kottiyoor in Kerala in Südindien, gut dran. Denn er kann neben Malayalam, der Sprache in Kerala, auch die beiden Staatssprachen Hindi und Englisch sowie Tamil und Kannada. Überdies hat er auch Griechisch und Hebräisch gelernt. So kann sich der Priester, der zu den Herz-Jesu-Missionaren gehört, in mehreren Ländern problemlos bewegen.

„Ich wollte alles wissen, was die Bibel lehrte.“
Pater Subash war schon als Kind vom Glauben begeistert

Schon als Kind hatte der Priester viel in der Bibel gelesen und mit der Familie gebetet. Er erinnert sich an viele Gespräche in der Familie über die Bibel. „Ich wollte alles wissen, was die Bibel lehrte“, sagt er. So machte er auch sein Diplom im Fach Bibelwissenschaften. Sein Professor war Pater James, der auch schon mehrfach in Kitzingen zu Gast war.

Schließlich ging er nach Innsbruck in Österreich, um im Fach Bibelwissenschaften (Neues Testament) zu promovieren. So beherrscht er auch fließend die deutsche Sprache. Die Wundererzählung über die Hochzeit zu Kana aus der Bibel ist sein Spezialthema.

In Unterbrechung seiner Promotionszeit ist Pater Subash nach Kitzingen gekommen, um bis Ende August Pfarrer Gerhard Spöckl in der Seelsorge vor allem mit der Übernahme von Gottesdiensten zu unterstützen.

Ab September übernimmt der Priester eine Pfarrei in der Erzdiözese Ernakulam-Angamali in Südwestindien, parallel zum Promotionsstudium. Wichtig sind ihm in der Seelsorge die Menschen, gerade in Altenheimen und Krankenhäusern.

Der Kitzinger Urlaubspriester ist von Deutschlands Kirche begeistert. „Es kommen nicht viele Menschen. Aber die, die da sind, haben einen tiefen Glauben und engagieren sich in der Gemeinde und darüber hinaus in sozialen und religiösen Kreisen.“ In Indien, vor allem in Kerala (hier leben 25 Prozent Katholiken und 90 Prozent der indischen Priester und Ordensschwestern) sind die Kirchen voll und es gibt viele Gottesdienste.

Kontakt: Pater Subash ist an vielen Begegnungen in seiner Kitzinger Zeit interessiert. Erreichbar ist er im Pfarrbüro St. Johannes: Tel. (0 93 21) 71 77.

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