ALBERTSHOFEN

Baut Kitzingen doch am Radweg mit?

Und plötzlich geht doch was vorwärts, beim Albertshöfer Radwegbau nach Kitzingen. Kann sein, dass die Stadt Kitzingen beim Bau doch dabei ist.
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Fahrrad (Symbolbild)
Fahrrad (Symbolbild) Foto: Stadtratte (iStockphoto)

Und plötzlich geht dann doch was vorwärts, beim Albertshöfer Radwegbau: Nachdem der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hatte, den Radweg nach Kitzingen notfalls auch alleine zu bauen und an der Gemarkungsgrenze enden zu lassen, gab es jetzt eine Wende.

Ablehnung bröckelt

Ursprünglich hatte es der Kitzinger Stadtrat abgelehnt, das Projekt mitzutragen und den Radweg bis zum Gewerbegebiet am Dreistock zu führen. Nun reagierte Oberbürgermeister Siegfried Müller auf die Albertshöfer Entscheidung zum Alleingang und lud seinen Amtskollegen Horst Reuther zum Gespräch. Dabei signalisierte er nach den Worten von Reuther Bereitschaft, das Radweg-Projekt doch gemeinsam anzugehen. Vor allem, weil der Weg nicht mehr als aufwändig unterbauter Wirtschaftsweg sondern als einfach Radweg gebaut würde und damit deutlich günstiger wäre.

Stadtrat muss noch zustimmen

Müller braucht dafür noch grünes Licht des Kitzinger Stadtrates. Der Albertshöfer Gemeinderat einigte sich am Montag darauf, den Nachbarn noch bis Januar Zeit zu geben und dann den Radweg entweder zusammen mit Kitzingen zu bauen - oder im Fall des Falles doch alleine. „Der Radweg kommt definitiv nächstes Jahr, egal wie“, so Bürgermeister Reuther.

Breitbandausbau

Gebaut wird auch am Breitbandnetz. Nach Auskunft der Telekom beginnen die Arbeiten im kommenden März und sind zum Ende des Jahres 2017 fertiggestellt, gab Reuther in der Sitzung am Montag bekannt. „100 Mbit pro Sekunde sind dann Standard“, freute er sich.

Keine Umsetzung

Zur Änderung des Umsatzsteuerrechtes, die ab Januar 2017 jede juristische Person des öffentlichen Rechts betrifft, beschloss der Gemeinderat, die Änderung noch nicht umzusetzen. Diese Möglichkeit gibt es, weil zwar die Gesetzesänderung vorliegt, aber noch keine Richtlinien zur Handhabung. So können die Gemeinden selbst entscheiden, ob sie jetzt schon nach neuem Recht handeln oder erst ab Januar 2021. Gemeinderat Alfred Sattes fragte nach, ob von der Änderung etwa auch Gebührenabrechnungen betroffen sind.

Die Antwort von Bürgermeister Reuther machte klar, dass die Verschiebung der neuen Regeln wohl sinnvoll ist: „Genau das ist noch unklar.“

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