Rüdenhausen

Baupause am Kirchplatz

Nicht ganz so zügig wie erhofft verlaufen die Pflasterarbeiten in Rüdenhausen. Der Grund: Ferien und ein Knochenfund.
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Bei Grabungen im Bereich Kirche/Paul-Gerhardt-Platz in Rüdenhausen wurden Skelette gefunden. Jetzt kann erst nach weiteren Untersuchungen weitergearbeitet werden.

Nicht ganz so zügig wie erhofft verlaufen die Pflasterarbeiten im Bereich Kirchplatz/Paul-Gerhardt-Platz. Dort wird im Zuge der Dorferneuerung gerade vom Paul-Gerhardt-Platz der Aufgang zur Kirche erneuert. Wie Bürgermeister Gerhard Ackermann in der Sitzung des Gemeinderats mitteilte, mussten die Arbeiten im Bereich des westlichen Kircheneingangs gestoppt werden, weil man auf Skelettteile und ein Fundament stieß.

Das Landesamt für Denkmalpflege fand diese Reste bei Schürfungen. Sie dürften wohl aus der Zeit stammen, als sich der Friedhof um die Kirche herum befand. Weil ein Fachbüro noch keine abschließende Untersuchung vornahm und die Baufirma bis 20. August Betriebsurlaub habe, gehe es dort derzeit nicht voran. Als nächster Schritt soll der barrierefreie Zugang zur Kirche an der Westseite und die Treppenanlage zwischen Kirche und Pfarrhaus wieder hergestellt werden, sagte der Bürgermeister.

Außerdem wird der Infokasten der Kirche von der Nord- an die Westseite des Pfarrhauses verlegt. Dazu habe man sich entschlossen, damit die aufwändig gearbeiteten Fensterlaibungen und -stürze an der Seite des angrenzenden Paul-Gerhardt-Hauses nicht verdeckt würden, hieß es. Weiter unten wurde die Grünfläche um den mitten im Platz stehenden Lindenbaum von 2,50 Meter auf 4,50 Meter vergrößert. Ob die Linde im Zuge der Pflasterarbeiten um sie herum größeren Schaden genommen hat, lasse sich laut Bürgermeister erst in ein, zwei Jahren erkennen.

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Kirchplatzes erwägt die Gemeinde, dort eine E-Bike-Ladestation zu installieren. Wo der Platz für die Stromanschlüsse sein werde, das gelte es noch zu prüfen: Entweder an der Kirchenscheune, oder oben an der Brunnenstube, hieß es. Gleichzeitig informierte Bürgermeister Ackermann, dass am Autohof Ladestationen für E-Bikes aufgestellt werden. Auch der Gasthof Stadler habe bei einer Besprechung mit dem Stromversorger Interesse an einer Station gezeigt.

Dagegen will die Gemeinde vorerst keine Ladestation für Autos im Ort schaffen. Vor allem wegen der hohen, anfallenden Kosten sei das Ganze kein Thema, meinten auch die Gemeinderäte.



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