MAINBERNHEIM

Bald 14 Krabbelkinder mehr im Mainbernheimer Kindergarten

Im Kindergarten in Mainbernheim sollen 14 Krippenplätze entstehen. Der Stadtrat stimmte sowohl den Planungen als auch einem Investitionskostenzuschuss zu.
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Kindertagesstätte
Der Bedarf an Kinderkrippenplätzen nimmt zu, auch in Bad Neustadt. Foto: Foto:Julian Stratenschulte/DPA

Im evangelischen Kindergarten in Mainbernheim sollen 14 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen. Der Stadtrat stimmte am Donnerstagabend einmütig sowohl den Planungen des Architekten Markus Zeltner zu, als auch einem Investitionskostenzuschuss von 435 000 Euro. Der Eigenanteil der Kirchengemeinde beträgt 100 000 Euro.

Außerdem bewilligten die Räte den Bauantrag. Durch das Vorhaben der Kirchengemeinde kann die Stadt auf eine eigene Baumaßnahme verzichten, denn der Bedarf für die Kleinkindbetreuung sei da, informierte Bürgermeister Peter Kraus. Infolge dessen darf die Stadt für knapp 100 Quadratmeter Hauptnutzfläche Fördergelder beantragen.

Der knapp 160 Quadratmeter große Neubau wird sich optisch in das Kindergartengebäude im Johann-Knab-Weg einfügen. Das Planungsbüro habe eine Möglichkeit für die Erweiterung gesucht, „wo wir nicht viel zurückbauen müssen, was erst vor vier Jahren aufwendig saniert wurde“, erklärte Markus Zeltner. Der Krippenbereich entstehe nun auf der Ostseite und orientiert sich gestalterisch an der bestehenden Krippe. Es gibt drei Bereiche: nach Norden hin ein Ruheraum, in der Mitte der Sanitärbereich und nach vorne zum Garten hin ein Gruppenraum mit Foyer.

Der Vorraum sei komplett verglast und lasse dadurch auch Licht in den angrenzenden Turnraum. Weil dort durch die neuen Räume der direkte Zugang zum Garten abgeschnitten wird, bekomme das so Bewegungszimmer einen separaten Ausgang nach Norden, der auch als zweiter Fluchtweg dient. Im Außenbereich soll nach Zeltners Aussage ein Spielhügel, der nicht so sehr genutzt werde, entfernt werden, „um den Spielraum zum Teil auszugleichen, der verloren geht“.

Gut kam bei den Räten die vorausschauende Planung des Architekten an, dass die Räume später auch umgenutzt werden können, falls der Bedarf für Kleinkindbetreuung nicht mehr besteht. Der Bodenbelag werde durchgehend verlegt, die Zwischenwände könnten dann bei Bedarf leichter verändert werden.

Die Erweiterung des Kindergartens soll bereits zum nächsten Kindergartenjahr im Sommer 2017 bezugsfertig sein. Für den laufenden Betrieb verspricht der Planer nur geringe Einschränkungen: Die Baustelle soll mit einem Kran erschlossen werden. „Die Voraussetzungen sind gut, dass der Betrieb ungestört weiterlaufen kann.“ Nur müsse irgendwann der Turnraum gesperrt werden, um die anderen Räume anzuschließen.

Auf die Frage von Oskar Münzer nach den Kosten sagte Zeltner, dass alle Kostengruppen in der Kalkulation erfasst seien und man sich im normalen Rahmen bewege. Das bestehende Gebäude sei in einem guten Zustand, daher seien keine großen Überraschungen zu erwarten. Bürgermeister Peter Kraus ergänzte, man habe einen dreiprozentigen Aufschlag eingerechnet, falls die Baupreise bis zum Frühjahr steigen. Pfarrer Paul Häberlein verwies auf eine weitere Kontrollinstanz: Er muss die Zustimmung der Kirchenaufsicht einholen. Dort werde das geplante Bauprojekt einschließlich der Kosten nochmal genauestens unter die Lupe genommen.

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