KITZINGEN

Bahnhof, Wohnblocks, Straßen

Die Zukunft des Bahnhofsumfelds und von sechs Wohnblocks am Galgenwasen diskutiert der Kitzinger Stadtrat am Donnerstag. Da geht es auch um viel Geld.
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Wohnen in Kitzingen: Der Stadtrat hat sich in seiner Sondersitzung am Dienstag mit der städtischen Wohnungspolitik viel vorgenommen. Ein Thema dabei die Wohnblocks in der Breslauer Straße, von denen inzwischen viele leer stehen wie hier die Nummer 6.FOTO: Siegfried Sebelka

Die Zukunft des Bahnhofsumfelds und der sechs städtischen Wohnblocks am Galgenwasen in der Siedlung sind zwei Schwerpunkte der Sitzung des Kitzinger Stadtrats am Donnerstagabend (9. Juni, 19 Uhr). Durchaus spannend werden könnte auch die Diskussion um die Namen von zwei Straßen im neuen Stadtteil Marshall Heights.

Der 16:13-Beschluss des Stadtrats vom 21. April hat zumindest eines geklärt: Der Pendlerparkplatz neben den Kleingärten – im Süden – kommt mit 119 Stellplätzen. Der Rest der Planungen mit einem Busbahnhof, einem weiteren Pendlerparkplatz und einer deutlichen Verbesserung des Bahnhofsvorplatzes liegen noch auf Eis. Der Grund: Die Deutsche Bahn will den Bahnhof samt Außenflächen verkaufen, was die städtischen Pläne hemmt.

Nun könnte die Verwaltung in Sachen Bahnhofsumfeld vorerst die Hände in den Schoß legen und alle Planungen bis zu einer Verkaufsentscheidung zurückstellen. Variante zwei ist jedoch der Favorit des Bauamts. Danach würden die Planungen weitergedreht.

Der Gedanke dahinter: Falls die Stadt – möglicherweise schon Ende des Jahres – doch den Zugriff auf die für eine Neugestaltung nötigen 30 Parkplätze im Norden und den Vorplatz kriegt, könnten der Busbahnhof, der Pendlerparkplatz und der Vorplatz schneller verwirklicht werden.

Sanierung oder Neubau?

Ein Riesenprojekt sind die Pläne für die sechs Wohnblocks der Stadt zwischen dem Galgenwasen und der B 8 in der Siedlung. Bislang sieht eine Machbarkeitsstudie den Komplettabriss der Häuser mit 45 Wohnungen, den Abbruch von zwei benachbarten Gebäuden der Kitzinger Bau GmbH und einen Neubau von Gebäuden mit 43 Wohnungen vor.

„Zielführender“ aus Sicht der Verwaltung ist – laut Beschlussvorlage – eine Sanierung, für die es verschiedene Förderprogramme gebe. In dise Richtung zielt auch der Kostenvergleich nach ersten Schätzungen. Eine Sanierung für die sechs Blocks ist danach knapp 6,3 Millionen Euro teuer, ein „vergleichbarer Neubau“ liege bei 9,8 Millionen Euro.

Zweiter Anlauf für Galgenmühle?

Der Bau von 25 Eigentumswohnungen auf dem Gelände der Galgenmühle kommt zum zweiten Mal auf den Tisch. Dass die positive Entscheidung des Verwaltungs- und Bauausschusses vom April nochmals diskutiert und entschieden wird, liegt an der Ergänzung des Lärmschutzgutachtens.

Dabei geht es um die Sorgen einiger Stadträte, das Bauvorhaben könne mit dem Lärmpegel des Sickergrundstadions kollidieren. Die Ergänzung des Gutachtens, die das Nebeneinander als unproblematisch bezeichnete, war unter anderem bei Freie-Wähler-Fraktionsvorsitzender Jutta Wallrapp auf Skepsis gestoßen. Und weil ihr Antrag auf Prüfung und Neubehandlung von der Verwaltung ignoriert worden war, steht er nun erneut zur Abstimmung. Der Ausschuss hatte das Bauvorhaben mit zehn gegen drei Stimmen genehmigt.

Straßennamen: Qual der Wahl

Die Diskussion um Straßennamen in der einstigen US-Wohnsiedlung Marshall Heights hat unter den Ratsfraktionen einiges an Ideen freigesetzt. Die lange Liste der Vorschläge – erlaubt laut einem Ratsbeschluss vom Mai – waren nur Amerikaner, wird sich stark reduzieren. Es geht nur noch um zwei Straßen. Favorit für die Zufahrt von der B 8 (nach McDonalds) zu den Texashäusern dürfte der George-C-Marshall-Ring sein.

Bei Straße Nummer zwei schlägt die Stadt (Einfahrt von der B 8 kurz vor Repperndorf) die Levi-Strauss-Straße vor. Der Erfinder der Jeans hat allerdings einige Konkurrenz. Unter anderem Friedensnobelpreisträger Martin Luther King oder Ex-US-Außenminister Henry Kissinger.

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