Wiesentheid

Bäume und Sträucher für die nächsten Generationen

Dank Patenschaften wird die Pflanzaktion im Ortsteil zu einem Familienereignis
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Bei der Pflanzaktion am Spielplatz in Untersambach durften Eltern und Großeltern kräftig buddeln, um Bäume und Sträucher zu setzen. Die Dorfgemeinschaft hatte mit Patenschaften geworben. Foto: Andreas Stöckinger
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In einer beispielhaften Aktion hat die Dorfgemeinschaft in Untersambach den Spielplatz, sowie den Festplatz oberhalb des Gemeinschaftshauses, fast komplett neu mit Bäumen und Büschen bepflanzt. Im Wiesentheider Ortsteil halfen dabei auch jede Menge Kinder mit ihren Familien mit, und zwar aus gutem Grund. Die Gemeinschaft vergab Patenschaften für die insgesamt 29 Bäume. Gegen eine Spende konnten Eltern und Familien einen Baum, oder Strauch erwerben, um ihn dann gemeinsam mit den anderen in die Erde zu setzen. Später soll noch ein Schild am jeweiligen Baum angebracht werden, das noch in etlichen Jahren darauf hinweist, wer diesen als Pate gespendet und gepflanzt hat. Nachhaltig eben, wie es Klaus Widmaier vom Vorstand der Gemeinschaft erklärte.

Die Bäume und Sträucher, die für Spenden von 100, 50 und 30 Euro zu erwerben waren, gingen bereits im Vorfeld ruckzuck weg. Am Pflanz-Tag selbst wuselte es rund um den Spielplatz des 280 Einwohner zählenden Ortsteils von Wiesentheid. Nahezu das ganze Dorf, groß und klein, war gekommen, um den idyllischen und gut ausgestatteten Spielplatz samt Umfeld wieder zu begrünen.

Von 7.30 Uhr am Morgen an wurde alles vorbereitet, dass die Familien pflanzen konnten. Vor und nach den kurzen Ansprachen der Initiatoren und Gäste wurde gegraben, gepflanzt und geschaufelt.

Klaus Widmaier von der Dorfgemeinschaft bedankte sich bei allen, dass diese Aktion statt finden konnte. Sie sei nicht ganz unumstritten gewesen im Dorf, mancher fand es übertrieben, dass nahezu nichts mehr vom alten Bewuchs übrig bleiben sollte.

Allerdings hatten sich die Brombeeren stark ausgebreitet in den letzten Jahren, die Dornen der Akazien störten manchen, zudem erwiesen sich die Äste als recht brüchig. Im letzten Herbst schädigte ein Sturm die Bäume auch noch. "Wir sagten, wir müssen etwas tun", schilderten Klaus Widmaier und Sabine Fröhlich vom Vorstand. Also ging es an die Arbeit.

Im Vorfeld hatte sich extra ein Team aus Fachleuten gebildet, das überlegte, wie man die Fläche gestalten könne. Dazu zählten neben den Landschaftsgärtnern Andreas Bünnagel und Christoph Haissig auch Otto Hünnerkopf, sowie Norbert Schneider vom Bund Naturschutz. Zunächst fällten Norbert Wolf, Karl Weiglein und einige Helfer die alten Bäume.  In den letzten Tagen überlegten die Fachleute, wohin man was setzen solle.

So wurden nun 29 Bäume, darunter auch ein Mammutbaum und einige Linden, sowie zehn Obstbäume, rund um das Gelände gepflanzt. Etliche Büsche und Sträucher kamen vor allem an den Hängen hinzu. Das Aufwerten des Platzes, wie auch das Engagement der Bürger gefiel Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier. Die Gemeinde gab ihr finanzielles Schärflein dazu, wie auch der Bund Naturschutz. Für die Ortsgruppe lobte Andreas Schöpfel die Aktion. Er sei "überwältigt, was hier auf die Beine gestellt wird. Für die Organisatoren hat sich die Arbeit gelohnt", meinte er. Zu guter Letzt goss die örtliche Feuerwehr mit dem eigens herbei geholte Auto die gesetzten Bäume und Sträucher richtig an, bevor es zur spendierten Brotzeit gehen sollte.



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