Wiesentheid

Auf den Spuren alter Monumente

Wie viele Bildstöcke gibt in Wiesentheid und der Umgebung? Das lässt sich gar nicht so leicht sagen, stellten Schüler des Projektseminars vom Wiesentheider Gymnasium fest. Sie katalogisierten die dort befindlichen steinernen Monumente. Außerdem beschäftigten sich die Elftklässler zum Teil auch mit den steinernen Denkmälern ihrer Heimatorte. Das Ergebnis ihres Projekts zeigen sie in einer Ausstellung im historischen Pfarrhaus, die am Samstag, 13. April eröffnet wird.
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Bildstöcke im Mittelpunkt: In einer präsentieren Schüler des Wiesentheider Gymnasiums mit ihren Lehrkräften Harald Pohl und Hubert Behr ihre Ergebnisse zu Bildstöcken in Wiesentheid und der Umgebung. Am Samstag, 13. April wird die Schau im Historischen Pfarrhaus eröffnet. Foto: Andreas Stöckinger

Wie viele Bildstöcke gibt in Wiesentheid und der Umgebung? Das lässt sich gar nicht so leicht sagen, stellten Schüler des Projektseminars vom Wiesentheider Gymnasium fest. Sie katalogisierten die dort befindlichen steinernen Monumente. Außerdem beschäftigten sich die Elftklässler zum Teil auch mit den steinernen Denkmälern ihrer Heimatorte. Das Ergebnis ihres Projekts zeigen sie in einer Ausstellung im historischen Pfarrhaus, die am Samstag, 13. April eröffnet wird.

Es war viel Vorarbeit nötig, um die Kunstwerke zu katalogisieren, allein was Wiesentheid und das dortige Umland mit Prichsenstadt und Reupelsdorf betrifft. Das Resultat kann sich sehen lassen. Ein "kleines Heft", nennt Lehrer Harald Pohl das immerhin 86-seitige Werk, aus dem einige Teile ab Samstag im Pfarrhaus ausgestellt sind. Als Grundlage der Arbeit diente übrigens eine 1981 damals von der Jungen Union Wiesentheid gefertigte Aufstellung der Bildstöcke. Damals gemachte Fotos wurden wieder verwendet.  

Zusammen mit seinem Kollegen Hubert Behr und den 15 Schülern bauten sie in den Tagen zuvor ihre Schau auf. Dabei sind nicht nur Fotos und Beschreibungen einiger der Bildstöcke zu sehen. Die verschieden Sandstein-Arten, die es in der Gegend gibt, wie auch einiges an Werkzeug der Bildhauer werden gezeigt, sogar Aufsätze der Monumente sind in der Schau. "Damit man mal was zum Anfassen hat", wie es Hubert Behr sagt.

Zum Erfassen der Steine war teilweise eine regelrechte Detektiv-Arbeit für die Schüler erforderlich. Manche der Denkmäler sind bereits stark verfallen, die Inschriften sind kaum lesbar, der Grund des Aufstellens ist oft unklar. "Bei Laub etwa haben wir den Rest eines Bildstocks geborgen, der zwar recht bekannt ist, aber um den sich niemand mehr gekümmert hat", erzählt Hubert Behr.

Gerade das Sichern der Inschriften sei ihnen wichtig gewesen, ergänzt Harald Pohl. Richtiggehend katalogisiert wurden die Monumente nun, sie wurden vermessen, dazu die GPS-Daten der Standorte mit aufgenommen. Das fertige Werk soll später unter anderem auf der Internetseite der Schule zu finden sein.

Beide Lehrkräfte hatten sich schon zuvor mit den Bildstöcken befasst. Sie zeigten sich angetan vom Engagement ihrer Schüler bei dem Seminar in Religion/Volkskunde in dem Dreivierteljahr. Dazu gehörte ein Besuch in der Uni-Bibliothek in Würzburg, sowie ein kompletter gemeinsamer Tag, der für die Arbeit verwendet wurde.

Die Elftklässer sehen Bildstöcke nun mit ganz anderen Augen. Bislang habe man auf diese Steine "eher weniger geachtet, erst als wir uns damit befassten", gibt Sophie Lenk zu. Sie fand es vor allem spannend, die Geschichten zu erfahren, die hinter den Bildstöcken steckten. In ihrer Heimat Höchstadt hat sie für ihre Seminararbeit einige genauer untersucht. Das Ergebnis muss sie dann, wie die anderen Seminarteilnehmer, in eine etwa 15-seitigen Arbeit fassen. Etliche Teile davon werden bei der interessanten Ausstellung zu sehen sein.

Eröffnung der Schau im Historischen Pfarrhaus ist am Samstag, 13. April 17 Uhr; geöffnet ist am Sonntag, 14. April, sowie am Ostersonntag, 21. April, Ostermontag, 22. April und dem Sonntag, 28. April jeweils von 11 bis 17 Uhr.



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