GEROLZHOFEN/PRICHSENSTADT

Arbeiten an der B 286 laufen planmäßig

Die gute Nachricht kommt aus dem Staatlichen Bauamt in Schweinfurt und betrifft die laufenden Baumaßnahmen auf der derzeit zwischen den Anschlussstellen Gerolzhofen-Süd und Neuses am Sand für den Verkehr gesperrten B 286. Nach Aussage von Rüdiger Köhler als dem für den Straßenbau im Landkreis zuständigen Mann, ist bei den bisherigen Arbeiten auf der größten Baustelle in der Region nichts Unvorhergesehenes aufgetreten.
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Der Ausbau der Bundesstraße 286 zwischen Gerolzhofen und Neuses am Sand ist derzeit in vollem Gang. Foto: Foto: Vollmann
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Die gute Nachricht kommt aus dem Staatlichen Bauamt in Schweinfurt und betrifft die laufenden Baumaßnahmen auf der derzeit zwischen den Anschlussstellen Gerolzhofen-Süd und Neuses am Sand für den Verkehr gesperrten B 286. Nach Aussage von Rüdiger Köhler als dem für den Straßenbau im Landkreis zuständigen Mann, ist bei den bisherigen Arbeiten auf der größten Baustelle in der Region nichts Unvorhergesehenes aufgetreten.

Der Bauoberrat betont: „Die Arbeiten laufen im Wesentlichen plangemäß und auch die bauausführende Firma versichert uns, dass sie die Arbeiten zeitgerecht im November abschließen wird.“

Somit ist ein Ende der weiträumigen Umfahrung innerhalb des geplanten Zeitrahmens in Sicht. Bis dahin werden die Anwohner an den offiziellen Umleitungs- sowie den immer wieder genutzten Abkürzungsstrecken aber den zusätzlichen Verkehr und die damit verbundene Belastung insbesondere durch Lastwagen in Kauf nehmen müssen.

1,8 Kilometer Überholstreifen

Den Verkehrsteilnehmern werden durch die offizielle Umleitung weite Umwege zugemutet. Der sieben Kilometer lange Abschnitt zwischen Gerolzhofen und Neuses am Sand ist bekanntlich seit dem Montag, 18. Juli, komplett gesperrt. In diesem Bereich wird die B 286 von Grund auf erneuert und eine dritte Fahrbahn zwischen dem FC-Stadion in Gerolzhofen und dem Schallfelder Sportheim angebaut. Die Baustelle beginnt kurz nach der Anschlussstelle Gerolzhofen-Süd.

Etwa einen Kilometer Richtung Süden wird nur die Fahrbahn saniert. Die dann folgende Verbreiterung auf drei Streifen ist 1,8 Kilometer lang. Um alles in einer Bauzeit von nur gut vier Monaten zu schaffen, ist laut Staatlichem Bauamt Schweinfurt die Vollsperrung nötig.

In den vergangenen Wochen wurde die alte Fahrbahn nach Angaben von Rüdiger Köhler herausgefräst. Dazu wurden weite Teile der Entwässerungsleitungen verlegt. Inzwischen sei damit begonnen worden, vom Bauende an der Landkreisgrenze her die alte Frostschutzschicht aus einem Kies-Sand-Gemisch auszubauen und neben der Straße zwischenzulagern, um das darunter befindliche, zwischen Ober- und Unterbau liegende alte Planum an die neue im Gegensatz zu bisher tiefere Lage anzupassen.

Anschließend werde die alte Kies-Sand-Schicht wieder eingebaut und mit Bindemittel verbessert, um die Tragfähigkeit zu erhöhen. Auf diese Weise fallen weniger Lkw-Fahrten für den Abtransport des ausgebauten Materials und die Anlieferung von neuem Material an. Darüber hinaus könne Material gespart werden, wie zum Beispiel das Frostschutzmaterial Schotter. Ein weiterer Vorteil sei, dass kein Deponieraum benötigt werde.

Diese Arbeiten würden sich in den nächsten Wochen über den gesamten Abschnitt bis zur Unterführung nach Wiebelsberg fortsetzen. Wobei dort noch zusätzliche Erdarbeiten für die Verbreiterung für den dritten Fahrstreifen notwendig seien. Später würden dann Frostschutz- und Asphaltschichten eingebaut, Entwässerungsmulden profiliert, sowie Einläufe mit Pflaster eingefasst und mit Oberboden wieder angedeckt, teilt Rüdiger Köhler weiter mit.

Die Maßnahme südlich und nördlich von Schallfeld ist einer der Bauabschnitte zur „Ertüchtigung“, so der offizielle Wortlaut, des verschlissenen und überlasteten Autobahnzubringers. Er verbindet seit den 1960er Jahren Schweinfurt mit der A 3 bei Wiesentheid/Rüdenhausen. Gerade das Schwerverkehrsaufkommen hat auf der mautfreien Strecke im Lauf der Zeit stark zugenommen. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist für den Bereich südlich von Schweinfurt ab der kreuzenden Autobahn A 70 bis Schwebheim ein vierstreifiger Ausbau vorgesehen. Für die sich daran anschließende Strecke bis zur A 3 bei Rüdenhausen wurde ein Ausbaukonzept aus dreistreifigen Abschnitten mit acht Überholstreifen entwickelt.

Die haben im Endausbau eine Gesamtlänge von knapp 13 Kilometer. Das entspricht gut 45 Prozent der Streckenlänge zwischen Schwebheim und der A3 bei Rüdenhausen.

Wieder eine Schnellstraße

Den Anfang hatte 2014 der Überholstreifen nördlich von Gerolzhofen gemacht. Nun folgt 2016 der Überholstreifen nördlich von Schallfeld in Richtung Gerolzhofen, bei gleichzeitiger Erneuerung der Fahrbahn zwischen Gerolzhofen und der Landkreisgrenze bei Brünnau.

Schon seit Längerem galt in diesem Bereich zwischen dem Steigerwaldstadion Gerolzhofen und der Landkreisgrenze bei Brünnau wegen des schlechten Fahrbahnzustands auf 4,6 Kilometer Tempo 80. Dazu kommt, dass dieser Streckenabschnitt viele lange und unübersichtliche Kurven hat, die ein Überholen bisher erschwerten.

Die Baukosten für den Sanierungsabschnitt dürften sich aufgrund der günstigen Ausschreibungsergebnisse bei rund vier Millionen Euro einpendeln. Ursprünglich war man von fünf Millionen Euro ausgegangen. Den Zuschlag für den Auftrag hatte das Bauunternehmen Stolz aus Hammelburg bekommen.

Der Grundgedanke des gesamten Konzeptes für die B 286 ist es, den Autobahnzubringer wieder zu einer Schnellstraße zu machen, die diesen Namen verdient.

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