MAINBERNHEIM

An Silvester gibt es Brennholz - auch für Auswärtige

Ein Minus von 15 000 Euro wird der Stadtwald der Kommune voraussichtlich 2017 bescheren. Darüber und über die Brennholzversteigerung an Silvester ging es im Stadtrat.
Artikel drucken Artikel einbetten
Brennholz mit Schnee
Brennholz: Im Winter braucht der gemütliche Kamin wieder Nachschub. Foto: Stefan Puchner

Ein „leichtes Minus von 15 000 Euro“ wird der Mainbernheimer Stadtwald der Kommune voraussichtlich im kommenden Jahr bescheren. Darüber informierte Förster Achim Volkamer die Stadträte. Ursächlich ist laut Aussage des Bürgermeisters Peter Kraus vor allem der Waldumbaulehrpfad. Die Kosten dafür fallen einmalig an. Mittelfristig betrachtet seien Kosten und Erträge der Waldbewirtschaftung im Gleichgewicht, sagte Kraus.

Der Jahresbetriebsplan für den Mainbernheimer Stadtwald sieht für 2017 einen Einschlag von 420 Festmetern Holz vor, sagte Volkamer. Die Stadt kann durch den Holzverkauf und Fördergelder voraussichtlich rund 55 000 Euro einnehmen. Große Ausgabenposten sind vor allem der Waldumbaulehrpfad (rund 23 000 Euro), die Pflanzung von 19 500 Bäumen (28 000 Euro) und ein Zaun und Plastikmanschetten als Schutz. Die Gesamtausgaben veranschlagt der Forstwirt mit rund 70 000 Euro. Das Minus sei durch einen relativ guten Überschuss aus dem Jahr 2013 verschmerzbar, meinte Kraus. Christbäume aus der städtischen Christbaumkultur in Mainbernheim werden heuer am dritten und vierten Adventssamstag verkauft.

Weitere Themen aus der Sitzung des Stadtrats:

• Mit knapper Mehrheit (sieben zu sechs) entschieden sich die Stadträte, die Brennholzversteigerung auch künftig für auswärtige Bieter zu öffnen. Der Termin wurde auf Silvester gelegt. Zur Versteigerung kommen rund 50 Lose. Mit der Entscheidung wurde eine Anfrage aus dem Stadtrat nach kurzer Diskussion negativ beschieden, die den Bieterkreis für Holz auf einheimische Bürger beschränken wollte.

• Einstimmig beschlossen wurde, die Bauarbeiten für den Holzgraben, den Weg am evangelischen Gemeindehaus und den Durchgang zur Büttnergasse mit Fahrbahn, Kanal, Wasserleitung und Straßenbeleuchtung in die Wege zu leiten. Von den rund 360 000 Euro Kosten werden etwa 84 000 Euro von den Anliegern getragen, die jeweils anteilig in drei aufeinander folgenden Jahresraten ab dem Frühjahr bezahlen müssen. Die Stadt trägt nach Abzug von Förderung und Vorsteuererstattung rund 100 000 Euro.

• Um das Defizit von jährlich 15 000 bis 20 000 Euro aus dem Betrieb des Friedhofes dauerhaft auszugleichen, hat der Stadtrat einstimmig einer Erhöhung der Grabnutzungsgebühren und der Änderung der Friedhofsgebührensatzung zugestimmt. Die Gebühren in den Teilen B, C und D des Friedhofs sowie die Urnengräber werden ab Januar um jährlich fünf Euro angehoben. Die Erhöhung gilt bei Neubelegung und Verlängerung.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.