WIESENTHEID

Alles cool – und vorbei ist der Ärger: Jugedtreff läuft wieder

Durcheinander herrschte im Winter am Platz vor dem Jugendtreff in Wiesentheid. Das ist vorbei. Langsam aber sicher läuft der Betrieb bei "Häng up" wieder. Es hat Gründe.
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Gemeinsame Sache am Platz vor dem Jugendtreff in der Wiesentheider Kolpingstraße machen die Jugendlichen. Leiterin Ivonne Berthel (Fünfte von links) hat wieder Schwung in die Einrichtung gebracht. Foto: Foto: Berthel

Langsam aber sicher läuft der Jugendtreff „Häng Up“ in Wiesentheid wieder. Nachdem im Januar mit Ivonne Berthel eine neue Leiterin die Räume in der Kolpingstraße übernommen hat, stand die Einrichtung für die Wiesentheider Jugend zunächst dank unliebsamer nächtlicher Feier-Gäste am Platz davor eher negativ in den Schlagzeilen. Immer wieder war Holz von Nachbargrundstücken verschwunden, Müll und unliebsame Hinterlassenschaften blieben dagegen liegen. Auswärtige seien die Verursacher gewesen, hatte es geheißen.

Das Problem, das gerade die Anwohner mit den lauten jungen Leuten hatten, scheint gelöst. Seit einigen Wochen herrscht wieder Ruhe und Ordnung am Mehrgenerationenplatz. Ärger habe es nur nach außenhin gegeben, mit den Nachbarn. Zu den Öffnungszeiten des Treffs, oder wenn sie anwesend war, habe es keinen Stress gegeben, sagt Ivonne Berthel.

Gemeinde grreift ein

Die Besserung geht zurück auf eine Verhaltensordnung für den Platz, welche der Gemeinderat gefordert hatte und die von Jugendlichen gemeinsam mit der Leiterin des Treffs und Jugendreferent Andreas Laudenbach aufgestellt wurde. Grillen und offenes Feuer nur noch unter Aufsicht, und mit vorheriger Anmeldung, lautete die Einschränkung. Die Regeln für den Platz wurden auf ein Schild gedruckt. „Das ist für alle gut, jeder weiß, wonach er sich zu richten hat“, ist die Pädagogin zufrieden. Die Lagerfeuer wurden seitdem selten, auch weil es den Jüngeren zu umständlich sei, sich eigens dafür anzumelden.

„Die warten schon, bis endlich auf ist“

Zum Ende der Pfingstferien hatte Leiterin Berthel einen Abend mit Lagerfeuer, Grillen und Stockbrot organisiert, der gut ankam. Überhaupt ist sie nach eher schleppendem Beginn jetzt mit dem Zuspruch zufrieden. „Die Leute sind erst langsam wieder gekommen, weil viele nicht wussten, dass wieder auf ist. Ab Mitte Februar ging es los; die Bude war manchmal brechend voll. Jetzt, mit dem schönen Wetter, wollen die jungen Leute nicht in den Keller“, sagt sie.

Gut angenommen werden gemeinsame Sachen, wie das Billardturnier oder wenn gekocht wird. Eine Besuchergruppe sei besonders eifrig: die Acht- bis Elfjährigen. Einmal die Woche sind sie dran, ab 14 Uhr, nicht öfter, „weil es ja ein Jugendtreff ist“, so Berthel. Sie hat auch die Jüngeren eingeladen, weil die ja die Zukunft der Institution seien. Zudem kenne sie diese Klientel aus der Mittagsbetreuung an der Schule, wo die Jugendtreff-Leiterin auch arbeitet. „Die warten um 14 Uhr schon, bis endlich auf ist. Was machen wir heute?, fragen sie“, so Berthel. Freitags herrsche der meiste Andrang.

Johannisfeuer am Samstag

Die Älteren kommen auch wieder, aber noch nicht so viele, wie gewünscht. Das soll sich ändern, schließlich will Ivonne Berthel in den Sommerferien, wenn sie drei Wochen offen hat, ein kleines Programm bieten. „Es wird immer mehr und immer besser“, ist die junge Leiterin sicher, dass ihre Gäste noch mehr werden. Diesen Samstag, 24. Juni, dürften es jede Menge sein. Dann ist nämlich am Mehrgenerationenplatz direkt vor dem Jugendtreff in der Kolpingsstraße wieder das Johannisfeuer der Wiesentheider Jugendgruppen.

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