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KITZINGEN

Alena ist neue Kitzinger Siedlerkönigin

Am Sonntag hat Tatjana Jensen die Krone der Siedlerkönigin an Alena Grümmer weitergegeben. Beim Fest kam es zu zwei ziemlich ungewöhnlichen Vorfällen.
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Die Protagonisten bei der Krönungszeremonie waren (von links): Siedler-Knörz-Vorsitzender Dominik Niedermeyer, Hofrat Walter Vierrether, die scheidende Majestät Tatjana Jensen, Siedlerkönigin Alena Grümmer, Vizefhofrat Alexander Nuss und Oberbürgermeister Siegfried Müller. Foto: Foto: Hartmut Hess
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„Das Jahr ist wie im Flug vergangen“, bekannte Tatjana Jensen, die die Krone der Kitzinger Siedlerkönigin am Sonntag an Alena Grümmer weiterreichte. „Wir haben jetzt eine Ur-Siedlerin als neue Königin“, kommentierte Oberbürgermeister Siegfried Müller den Antritt der neuen Majestät.

Die 18-Jährige beginnt im Oktober in der Würzburger Universitätsklinik eine Ausbildung zur Krankenschwester und ist „erblich vorbelastet“, was das Ehrenamt der Siedlerkönigin betrifft, hatten doch schon ihre Tante und ihre Patin die Krone getragen. „Ich bin schon als Kind im Dirndl auf dem Festwagen mitgefahren“, erzählte Alena Grümmer, die sofort zusagte, als im Mai von der Burschenschaft Siedler-Knörz die Anfrage gekommen war. „Ich freue mich wahnsinnig auf das Amt“, verriet Alena, die in der Freizeit lange Blockflöte spielte, sich in einer evangelischen Jugendgruppe engagierte und sich als absoluter Familienmensch bezeichnet.

Protestumzug zeigte Wirkung

Siedler-Knörz-Vorsitzender Dominik Niedermeyer dankte allen Burschen, beteiligten Vereinen und Gruppierungen sowie Firmen und spendenden Bürgern für ihre Unterstützung, ohne die die Umzugstradition nicht aufrecht zu erhalten wäre. Niedermeyer erinnerte an die 1980er-Jahre als es keinen Umzug mehr gegeben hatte, ehe ein paar Burschen mit einem Traktor einen Protestumzug gestartet hatten und damit die Initiative zur Fortsetzung der Umzugstradition ergriffen war.

Siegfried Müller würdigte das Wirken der Burschenschaft für die Kirchweih, aber auch deren soziales Engagement während des Jahres. Der OB zeigte sich stolz darauf, wie sich die Siedlung in den vergangenen Jahren entwickelt habe: mit Projekten wie dem Stadtteilzentrum und aktuell der Einrichtung Wegweiser im sozialen Brennpunkt Siedlung.

Amtskette vergessen

„Unsere Siedlung lebt vom Zusammenhalt“, betonte der Oberbürgermeister, der ausgerechnet im Moment, als die Krone wechselte, verschwunden war. Während alle rätselten, wo der OB denn abgeblieben sei, war der Grund schnell gefunden: Denn der OB hatte seine Amtskette vergessen und sie flugs ein paar Häuser weiter geholt.

Bei ihrer Abschiedsrede lobte Tatjana Jensen ihre Mutter Carmen, „Mami, du warst eine tolle Queen-Mum“. Die scheidende Siedlerkönigin erinnerte sich an tolle Momente und Termine, die sie in dem Jahr erlebte. Sie habe keinen Termin verpassen wollen und habe ihre fränkische Heimat besser kennen gelernt. „Walter, in deinem Amt als Hofrat bist du legendär“, bescheinigte sie dem Kitzinger Urgestein.

Vorreiter ohne Pferd

Dass der OB die Krönung verpasste, war nicht das Einzige, was heuer am Umzug anders war. Denn Markus Gimperlein ist am Umzug der Vorreiter, doch stand er ohne Pferd da, da kurzfristig keines mehr zu bekommen war. Zum Glück kam der Sickershäuser Kevin Schlossnagel in einer Rikscha daher und lieh sie den Siedlern. Statt hoch zu Sattel predigte Gimperlein deswegen aus der Rikscha und ließ sich von Andre Ramming durch die Siedlung kutschieren.

Die vielen Umzugswagen trugen zur tollen Kirchweihstimmung bei. Anschließend feierten die Siedler im Festzelt weiter, und die Cavallinis verbreiteten beste Stimmung. Zum Burschenball laden die Siedler an diesem Montag ab 19 Uhr mit der Band Death Note ins Festzelt, ehe um 22.30 Uhr die Kirchweih eingegraben wird.

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