KITZINGEN

Akkus ersetzen Benzinmotoren

Die Kitzinger Stadtgärtner setzen auf leisere Töne. Deutlich wird das bei der derzeit laufenden Aktion zur Sicherung der städtischen Bäume.
Artikel drucken Artikel einbetten
In den grünen Kronen der Bäume sind die Stadtgärtner derzeit trockenen Ästen auf der Spur. Dabei setzen sie erstmals nicht die lauten Motorsägen ein, sondern nutzen akkubetriebene und damit leisere Werkzeuge. Foto: Sebelka
+1 Bild

Die Kitzinger Stadtgärtner setzen auf leisere Töne. Deutlich wird das bei der derzeit laufenden Aktion zur Sicherung der städtischen Bäume. Bei der Totholzaktion ist von Motorenlärm so gut wie nichts zu hören. Das hat einen Grund: Die Gärtner arbeiten nicht mehr mit den lauten Motorsägen, sondern setzen auf Akkus und damit Strom als Antrieb.

Komische Fragen

„Wir müssen uns derzeit schon mal fragen lassen, ob wir überhaupt was schaffen“, sagt mit Günter Lorey der Betriebsleiter der Stadtgärtnerei. „Wir“, das ist der Trupp, der mit einer Hebebühne derzeit im Stadtgebiet auf der Suche nach Totholz in den städtischen Bäumen unterwegs ist. Dürre und damit absturzgefährdete Äste werden dabei aus den Baumkronen geholt.

Erstmals in diesem Jahr im Einsatz sind dabei die neuen Sägen. Zwei davon hat die Gärtnerei bisher angeschafft. „Wir sind voll und ganz zufrieden“, sagt Lorey, der für die Anschaffung verantwortlich zeichnet.

Mehrere Vorteile

Die mit einem Akku betriebenen Sägen mit einem 30 Zentimeter langen Blatt, haben verschiedene Vorteile. „Einmal stehen die Leute nicht mehr in blauen Abgaswolken“, sagte Lorey. Und sie bekommen nicht so viel auf die Ohren.

Die geringe Lautstärke ist das, was allen Kitzingern in der Innenstadt zu gute kommt. Hier werden die Geräte auch eingesetzt, sagt Lorey.

Weitere Werkzeuge

Das gilt auch für zwei Heckenscheren, die inzwischen auch mit Akkus im Einsatz sind. Wie Lorey sagt, sind die Akkus inzwischen so leistungsstark, dass die Arbeitsabläufe nicht behindert werden. „Mit eineinhalb Akkuladungen kommen wir am Tag aus“, sagt Lorey zu dem Energiebedarf der Kettensägen. In der Mittagspause sind sie in einer halben Stunde wieder aufgeladen. Das reicht für den Rest des Arbeitstages.

Laubbläser ein Problem

Wie Lorey sagte, werde die Stadtgärtnerei vor allem dann, wenn eine Neuanschaffung ansteht, den Umstieg auf Strom prüfen. Dass das auch mal bei den nervenden und besonders lautstarken Laubsaugern, oder -bläsern so sein wird, ist derzeit allerdings noch nicht klar. Da ist die Technik noch nicht soweit, sagt Lorey, der aber glaubt, dass auch leisere Laubbläser nur noch eine Frage der Zeit sind.

Zeit ist noch ein Stichwort: Die Aktion Totholz dauert in diesem Jahr länger als die einmal vorgesehenen drei Wochen. Der Sommer hat den Bäumen mehr zu schaffen gemacht als gedacht, so Lorey.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.