KITZINGEN

Akademie der Fastnacht am Start

Um die geplante Akademie des Fastnachtmuseums geht es im Verwaltungs- und Bauausschuss. Außerdem Themen: ein Vorhavben der Norma am Lochweg und ein Mobilfunkmast.
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Vor gut einem Monat ging die geplante Akademie des Deutschen Fastnachtmuseums im Kitzinger Verwaltungs- und Bauausschuss an den Start, am Donnerstag (2. Juni, 18 Uhr) könnte das Gremium das Drei-Millionen-Euro-Projekt in die Realisierungsphase bringen. Die Stadträte entscheiden über Planung zu Abriss, Neubau und Umbauten.

Der Standort für die Akademie, die an das Museum angebaut werden soll, wären die Häuser Luitpoldstraße 6 und 8. Dabei würde die Nummer 6 abgerissen und durch einen modern gestalteten Neubau ersetzt. Der soll dem Museum einen behindertengerechten Zugang auch von der Luitpoldstraße aus ermöglichen.

Die Akademie, die in dem Neubau und dem Baudenkmal (Nummer 8) eine Bleibe finden soll, ist nach den Vorstellungen des Fränkischen Fastnachtverbandes kein Teil des Museums. Die Anbauten dienen nach bisheriger Darstellung vor allem der Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen, die Räume könnten daneben für diverse Veranstaltungen genutzt werden.

Neuer Anlauf für einen Norma-Markt im Lochweg 6: Das Vorhaben kollidiert nach Meinung der Stadt mit dem 2012 beschlossenen Einzelhandelskonzept, das die Stärkung des Innenstadthandels gegenüber Einkaufsmärkten in Randbereichen vorsieht. Der Stadtentwicklungsbeirat lehnte einen ersten Norma-Vorstoß im September 2014 ab.

Weil aber der Discounter nicht locker ließ, sprach sich der Bauausschuss Mitte April 2015 für einen Änderung des Bebauungsplans „Schwarzacher Straße Ost“ aus. Ziel: In dem Gewerbegebiet sollte kein weiterer Einzelhandel möglich sein. Und um nicht in Entscheidungszwang zu kommen, erließ die Stadt in der Folge eine sogenannte Veränderungssperre. Die sollte es ermöglichen, Bauanträge so lange zurückstellen zu können, bis die geplante Änderung rechtskräftig ist.

Nachdem die Stadt eine Bauvoranfrage von Norma abgelehnt hat, ist – laut Beschlussvorlage – eine Klage am Verwaltungsgericht anhängig. Nach einer ersten mündlichen Verhandlung, die aus Sicht der Stadt ihren Rechtsstandpunkt wohl bestätigte, ruht das Verfahren. Eine Kehrtwende, pro Norma, könnte allerdings jetzt im Ausschuss kommen. Der diskutiert nämlich einen Antrag von CSU, UsW und Freien Wählern auf Aufhebung der Veränderungssperre.

Der 46-Meter-Mobilfunkmast, der im freien Feld zwischen dem Gewerbegebiet Goldberg und Hoheim entstehen sollte und zuletzt im Ausschuss auf Ablehnung (acht zu vier Stimmen) stieß, kommt noch einmal auf den Prüfstand. Aus Sicht der Stadtverwaltung sei die Ablehnung „rechtswidrig“. Rechtswidrig deshalb, da nach Meinung der Verwaltung der Netzbetreiber Anspruch auf eine Genehmigung habe. Mobilfunkmasten im Außenbereich seien privilegierte Bauvorhaben.

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