HOHENFELD

Ärger mit dem Straßenverkehr

Probleme mit falsch geparkten oder zu schnell fahrenden Autos bestimmten die Bürgerversammlung am Montag in Hohenfeld.
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Tempo-30-Zone
Die Einführung von Tempo-30-Zonen soll vereinfacht werden. Foto: Bernd Wüstneck

Probleme mit falsch geparkten oder zu schnell fahrenden Autos bestimmten die Bürgerversammlung am Montag in Hohenfeld.

Den Reigen der Wortmeldungen eröffnete Ursula Sattes, die sagte, dass an der Bushaltestelle in der Marktstefter Straße ein Sprinter so unglücklich im Kreuzungsbereich parke, dass vorbeifahrende Autofahrer die wartenden Kinder gar nicht sehen können. Oberbürgermeister Siegfried Müller versprach, das Ordnungsamt vorbeizuschicken. Abschlagen musste er allerdings die Bitte nach einem Gehweg oder zumindest einem Fußgängerbereich im Marktbreiter Weg: „Leider ist es nicht überall möglich.“

Der OB appellierte an die Autofahrer, sich an das Tempo 30 zu halten, das im gesamten Ortsbereich gilt. Ein Appell, den er im Laufe des Abends noch öfter wiederholen musste. Ob die Frage nach verkehrsberuhigenden Buckeln oder großen „30“-Schriftzügen auf der Straße – die Bürger hatten einige Vorschläge, wie der Verkehr in Hohenfeld verlangsamt werden könnte. Die meisten bekamen von Müller eine Absage. Es gebe zwei mobile Messgeräte, die den Fahrern die Geschwindigkeit anzeigen. Diese werden immer wieder an anderen neuralgischen Orten aufgestellt und zeigten in dieser Zeit auch Wirkung.

Ebenso brennend sind für die Hohenfelder die Probleme mit falsch parkenden Autos. Und gefährlich, etwa vor dem Feuerwehrhaus, erklärte Gerd Heiser. Die parkenden Autos würden teilweise soweit über die Markierungen hinausragen, dass es schwierig sei, mit den Einsatzfahrzeugen hinauszufahren. Und auch im restlichen Ortsbereich würden die Straßen durch parkende Autos so verengt, dass Rettungsfahrzeuge nur schwer oder gar nicht durchkämen.

Siegfried Müller ermunterte die Bürger, sich jederzeit an das Ordnungsamt zu wenden und solche gravierenden Verstöße zu melden. „Offensichtlich geht es nur über den Geldbeutel, dass die Leute merken, dass sie sich an die Straßenverkehrsordnung halten müssen“, meinte er.

Das eigentliche Hauptthema des Abends, die Möglichkeiten der Wohnbebauung in Hohenfeld, war schnell besprochen. Bauamtsleiter Oliver Graumann machte mit Luftbildern deutlich, dass es viele freie Plätze im Ortsbereich gäbe. Zwar seien diese alle in privater Hand und deshalb nur schwer erwerbbar, aber für die Stadt Grund genug, weitere Baugebiete nicht in Angriff zu nehmen. Eine Lösung sei aber in Sicht für den Fußweg zum Friedhof: Auf der linken Straßenseite soll der Grünstreifen so ausgebaut werden, dass Fußgänger sicher zur Straße zum Friedhof gelangen können.

In Absprache mit dem Eigentümer will die Stadt dafür ein Stück des anliegenden Privatgrundstückes kaufen.

Auf Nachfrage von Axel Höll informierte der OB außerdem darüber, dass der Breitbandausbau vorangetrieben wird. Die Stadt sei im Förderprogramm des Landes. Oliver Graumann ergänzte, dass bis Ende 2017 der Ausbau erfolgen soll.

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