KITZINGEN

"Abenteuerspielplatz für Erwachsene" in Kitzingen

Mit dem CherokeeRun soll der "härteste Extrem-Lauf in Deutschland" Mitte 2017 auf dem einstigen US-Flugplatz in Kitzingen starten. Allerdings gibt's noch offene Fragen.
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Braveheart-Battle 2016 in Bischofsheim: Ob es in Kitzingen auch so zünftig zugehen wird? Foto: Foto: Patty VArasano

Hindernisläufe der extremen Art sind Kult. Beispielsweise das BraveheartBattle, das seit Jahren gut 3000 Teilnehmer auf eine beinhart-schmutzige Bewährungsprobe stellt. Eine Steigerung könnte in Kitzingen kommen – mit dem CherokeeRun. „Der härteste Extrem-Lauf in Deutschland“ – laut Veranstalter Pas-Team Ltd. – soll am 22. Juli 2017 auf dem Gelände des einstigen US-Flugplatzes starten.

„Ein bisschen vorschnell“

Die Betonung liegt – noch – auf soll. Die Firma Blumquadrat, Eigentümer des Geländes der ehemaligen Harvey Barracks, wo der Technologiepark conneKT sich zwischen Kitzingen und Großlangheim etabliert hat, ist „sehr überrascht“ über die im Internet angelaufene Werbung für den Lauf. Geschäftsführer Christoph Schlötterer sieht das Projekt zwar prinzipiell positiv, beurteilt aber das Vorpreschen des Veranstalters als „ein bisschen vorschnell.“

Verständlich: Die Strecke, auf der laut Pas-Team bis zu tausend Läufer sich über Hindernisse quälen sollen steht noch nicht fest. Klar laut Cheforganisator und Pas-Team-Geschäftsführer Joachim von Hippel: Es soll ein Rundkurs werden – auf der Landebahn des Flugplatzes.

Konditionstest: 24 Kilometer und gut 30 Hindernisse

Je nach Kondition können die Sportler die acht Kilometer mit rund zehn künstlichen Hindernissen ein, zwei oder drei Mal unter die Füße nehmen. Start und Ziel wären am Tower „auf einem großen Platz“. Das Gelände drumherum ist tabu: Der Flugplatz liegt mitten in einem großen Naturschutzgelände..

Trotzdem bleibt der CherokeeRun am Flugplatz auch bei Blumquadrat in der Diskussion. Einem laut Schlötterer „unverbindlichen Gespräch“ vor Monaten soll am 26. September ein erneutes Treffen folgen, in dem die Möglichkeiten für den Extremlauf ausgelotet werden sollen. Ist das positiv verlaufen, will von Hippel die inzwischen aus dem Netz genommene Werbeseite zum CherokeeRun wieder öffnen – vor allem für Anmeldungen zum Start.

Genehmigungsantrag liegt im Rathaus

Auf offene Ohren stieß von Hippel auch beim Gespräch mit der Stadt Kitzingen. Nach einer Besichtigung des Flugplatzgeländes habe er mit OB Siegfried Müller über das Vorhaben gesprochen, so der Cheforganisator. Konsequenz: Pas-Team habe im Juli den Antrag auf Durchführung des Rennens gestellt, erklärte Bürgermeister Stefan Güntner.

Dass für den Extrem-Lauf schon geworben wird, obwohl vieles noch offen sei, sieht Güntner als unternehmerisches Risiko: „Ich denke aber schon, dass das hinhauen wird“. Von Hippel müsse nun seine „Hausaufgaben“ machen, den Verlauf des CherokeeRun abklären und die Frage der Parkplätze lösen. Schließlich rechnen die Veranstalter mit bis zu 10 000 Zuschauern.

Veranstalter: Erste Resonanz ist „sehr positiv“

Die Größenordnung dürfte für das Pas-Team kein Problem sein: Seit 2010 veranstaltet die Gruppe den Extrem-Lauf BraveheartBattle – anfangs in Münnerstadt, seit dem Vorjahr in Bischofsheim – mit gut 3000 Teilnehmern und vielen tausend Zuschauern. Und dass der Kitzinger „Abenteuerspielplatz für Erwachsene“ auf dem Flugplatz einschlägt, ist für von Hippel klar. Schon die erste Resonanz „war sehr positiv“.

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