GEISELWIND

A3-Ausbau: Lärmschutz hat Vorrang

Die Verbesserung des Lärmschutzes - verursacht durch die A3 - ist nach wie vor das Bestreben der Gemeinde Geiselwind. Das wurde jetzt im Gemeinderat deutlich.
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Im Zuge des Ausbaus der Autobahn 3 und der gleichzeitigen Errichtung von Vorkehrungen zum Lärmschutz versucht die Gemeinde Geiselwind so weit wie möglich auf die Verbesserungen einzuwirken. In der Sitzung des Gemeinderates Geiselwind stellte Bürgermeister Ernst Nickel Details vor, die geändert werden sollen. Der Markt Geiselwind nutzt die Möglichkeit, sich beim Planfeststellungsverfahren als einer der Beteiligten zu äußern.

Zu steil, zu schmal

Die grundlegenden Planungen stammen aus dem Jahr 2009, als im Vorfeld eine größere Anhörung aller Beteiligten stattfand. Der größte Teil der Pläne sei identisch mit denen von damals, merkte Bürgermeister Nickel an. Nicht ganz einfach seien diese „kosmetischen Arbeiten“, wie er sie nannte. So regt die Gemeinde bei einigen vorgesehenen Angleichungen von Wegen und Strecken entlang der Autobahn kleinere Verbesserungen an. Zu steil und zu schmal sei die Zufahrt zu einem Feld- und Wirtschaftsweg, hieß es in einem Fall. Man wolle, so Nickel, sicher gehen, dass jedes Grundstück für die Anlieger anfahrbar sei.

Verbesserungen erzielt

Nicht nur an einem geplanten Parkplatz mit WC im Bereich des Obersambacher Waldes will die Kommune „höchst möglichen Lärmschutz“, etwa für die Ortsteile Gräfenneuses und Langenberg, erreichen. Überhaupt habe man bei Gräfenneuses schon eine deutliche Verbesserung erzielt, weil der ursprünglich mit zwei Metern Höhe geplante Lärmwall nun auf vier Meter erhöht werde. Dort hatte ein Anwohner in der Siedlung am Tannenberg die Zunahme an Lärm moniert.

„Wir geben unsere Stellungnahme an die Regierung die sie dann weiterleitet. Dadurch erhoffen wir uns rechtzeitige Informationen, um bei Bedarf agieren zu können“, unterstrich Verwaltungsleiter Wilfried Hack einen weiteren Grund für die gemeindliche Stellungnahme.

In der Sitzung stimmten die Räte zu, ein als Gewerbefläche gedachtes Grundstück aus dem Bebauungsplan „Industriegebiet I“ zu nehmen. Grundstückseigentümer Michael Burger hatte darum gebeten. Das etwa 1,6 Hektar große Teilstück, das sich zwischen der Firma Schilk und der Mercedes-Halle des Autohofs Strohofer befindet, wurde seit Aufstellung des Plans vor 17 Jahren rein landwirtschaftlich genutzt. Die Gemeinde sah darin kein Problem, schließlich habe man mit dem Inno-Park genügend Areal für Gewerbeansiedlung zur Verfügung, hieß es.

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