KITZINGEN/SCHWARZACH

A 3-Ausbau: Einmalige Chance nutzen

Der Ausbau der A 3 eröffnet die Chance, den Radweg entlang der Kreissstraße mit über die Autobahnbrücke zu nehmen. Jetzt hat der Gemeinderat Schwarzach das letzte Wort.
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Wie bestellt: Der Ausbau der A 3 bietet die Chance für eine durchgehenden Radweg entlang der Kreisstraße von Hörblach nach Großlangheim. Dass die derzeitige Lösung nicht ganz einfach ist, zeigte beim Ortstermin die 9. Klasse aus Iphofen, die von Iphofen nach Hörblach unterwegs waren. Die Schüler wurden kurz vor der Autobahnbrücke und dem Ende des Radwegs vom Lehrer über die Straße gelotst, dort geht es dann durch den Wald weiter in Richtung Hörblach. Foto: Foto: Siegfried Sebelka
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„Das ist für 50 Jahre die letzte Chance, den Radweg zu bekommen.“
Otto Hünnerkopf Landtagsabgeordneter

Der bevorstehende Ausbau der A 3 eröffnet die für viele Jahre einmalige Chance, den Radweg entlang der Kreisstraße 12 zwischen Großlangheim und Hörblach mit über die Autobahnbrücke zu nehmen. Die Verantwortlichen wollen die nutzen. Der Kreistag ist dabei. An diesem Dienstag hat der Markgemeinderat Schwarzach das letzte Wort.

Ortstermin

Am Tag davor gab es einen Ortstermin an der Autobahnbrücke. Zufall oder nicht: Teile der 9. Klasse aus Iphofen machten deutlich, dass ein durchgehender Radweg entlang der Straße die sichere Variante wäre.

Jeder Schüler einzeln

Jetzt endet der Radweg, von Großlangheim kommend, gut hundert Meter vor der Autobahnbrücke und geht dann in Richtung Wald und durch einen Tunnel nach Hörblach weiter. Für den Lehrer bedeutet das: Jeder Schüler wird einzeln über die relativ stark befahrene Straße gelotst. Das hätte ein Ende, wenn der Radweg beim Autobahnneubau direkt an der Straße über die Brücke geführt wird. Dass nicht nur die Sicherheit eine Rolle spielt, wurde beim Ortstermin am Montag mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Otto Hünnerkopf, Landrätin Tamara Bischof und Schwarzachs Bürgermeister Volker Schmitt deutlich.

Letzt Chance

„Das ist für 50 Jahre die letzte Chance, den Radweg zu bekommen“, sagte Hünnerkopf. Auch Schmitt sprach sich wie Bischof dafür aus, die Chance auch für den Tourismus zu nutzen. Es gehe vor allem darum, die Seen um Hörblach zu erschließen und das Maintal an den vorderen Steigerwald und das Weinparadies anzubinden.

Die Kosten

Der Haken an der Sache: Ganz billig wird der Ausbau nicht. Was Bürgermeister Schmitt und den Gemeinderat am meisten interessiert, ist, was bei der Gemeinde hängen bleibt. Das war vor ein paar Monaten mit 590 000 Euro so viel, dass sich der Marktgemeinderat von dem Projekt schon verabschiedet hatte.

Eigenanteil gesenkt

Hünnerkopf hatte dann aber im Frühjahr nachgebohrt. Staatssekretär Gerhard Eck kam ins Spiel und heraus kam ein Zuschuss von 75 Prozent und damit einen Lösung, mit der der Markt vermutlich leben kann. Der Anteil des Marktes an der Brücke würde auf 240000 Euro sinken. „Der ganze Radweg bis nach Hörblach kostet uns 370 000 Euro“, sagte Schmidt, der optimistisch ist, dass sein Gemeinderat zustimmen wird.

Kreis ist mit dabei

Helfen könnte dabei einmal die Zusage des Landkreises, sich mit 20 000 Euro an den Planungskosten zu beteiligen. Und dann, so Hünnerkopf, kann der Gemeinderat davon wegen der Vergabe des A3-Ausbaus ein eine Privatunternehmen davon ausgeben, dass sich die Kosten nicht nach oben verändern. „Das wird im Vertrag festgemacht“, so Hünnerkopf.

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