KITZINGEN

Zweite Krone für die Gärtnerkönigin

Mit Kronen kennt sich Kristin Weißenberger aus, war sie doch schon Etwashäuser Gärtnerkönigin. Jetzt kommt eine neue als Kitzinger Shopping Princess dazu.
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Shopping Princess 2018: Im schicken Stadtschoppen-Outfit präsentierten sich die drei Kandidatinnen Claudia Köhler (von links), Bianca Schürger und Kristin Weißenberger auf dem Marktplatz dem Publikum. Foto: Foto: Waltraud Ludwig
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Diese Woche wird Kristin Weißenberger wohl nie vergessen. Nicht nur, weil sie am Samstag Hochzeit feiert. Am Kitzinger Bummeltag, also an Mariä Himmelfahrt, wurde die ehemalige Etwashäuser Gärtnerkönigin auch zur Shopping Princess 2018 gekrönt. Mit einem perfekten Outfit für den Stadtschoppen überzeugte die 25-Jährige die Jury und bekam nach der Gärtnerkrone nun ein weiteres Krönchen überreicht.

Drei Kandidatinnen ziehen los

Zum zweiten Mal lud der Stadtmarketingverein am Bummeltag modebewusste Frauen zu einer Shopping-Tour durch die Geschäfte in der Innenstadt ein. Dazu hatte der Verein auf den Facebook-Seiten von Kitzingen und Kitzingen kann's einen entsprechenden Aufruf gestartet. Kristin Weißenberger war eine der Damen, die Interesse zeigten – und hatte Glück: Zusammen der 44-jährigen Würzburgerin Claudia Köhler wurde sie als Kandidatin ausgelost. Als dritte Kandidatin hatte die Friseurinnung Kitzingen die 41-jährige Bianca Schürger aus Rothhausen, Landkreis Schweinfurt, ausgewählt.

Jede der drei Kandidatinnen bekam „Schexs in the City“-Einkaufsgutscheine im Wert von 200 Euro, gesponsert von der VR Bank Kitzingen. Mit diesem Geld sollten sie sich innerhalb von zwei Stunden ein passendes Outfit für den Stadtschoppen zusammenstellen. Dabei durften sie auch einen persönlichen Berater mitnehmen. Weißenberger hatte sich als Begleiterin ihre beste Freundin Angelina Hagenauer ausgesucht. Die beiden gehen nicht nur oft und gern miteinander einkaufen. Angelina ist auch ihre Trauzeugin. „Wenn man kurz vor der Hochzeit so verrückt ist und so was macht, muss man schon die Trauzeugin dabei haben“, meinte die Etwashäuserin lachend.

Gelangweilte Männer

Eine „Mischung aus schick und lässig“ sollte es sein, so dass „man gut einen Wein trinken und sich sehen lassen kann“. Mit dieser Vorstellung starteten die beiden Freundinnen ihre Einkaufstour. Also ging?s ab ins erste Modegeschäft. Innerhalb kurzer Zeit hatten sie einen Arm voll Hosen, Jacken, Blusen und T-Shirts zusammengetragen. Als Erstes wurde ein schwarzer Jumpsuit, ein einteiliger Hosenanzug, probiert. Sah gut aus. Dann kamen die Hosen die Reihe. Erst schwarz, dann kariert, schließlich weiß. Anschließend wurden die Oberteile durchgetestet: Sollte es eine schicke Bluse sein oder lieber ein enges Spitzen-Shirt? Oder doch lieber eine andere Hose samt Shirt in weinrotem Bordeaux?

Während sich die beiden jungen Frauen durch die Garderobenteile kämpfen, herrscht an den Kleiderständern ringsum reger Betrieb. Frauen aller Altersgruppen inspizieren das modische Angebot. Dazwischen stehen oder sitzen ihre männlichen Begleiter, sichtlich gelangweilt und mit schicksalsergebenen Mienen. So wie Christian, der mit seinem blauen Einkaufsbeutel geduldig vor der Umkleidekabine wartet. Seine Freundin arbeitet im katholischen Würzburg, deshalb sind sie an Mariä Himmelfahrt zum Shoppen nach Kitzingen gefahren. Schon seit mehreren Jahren gehen sie regelmäßig gemeinsam auf Einkaufstour. „Da kennt man das Ganze schon“, meint der 28-Jährige gelassen.

Blümchensandalen und Sonnenbrille

Derweil haben Kristin und Angelina immer noch nicht das passende Outfit gefunden. Schließlich beschließen sie, es noch einmal woanders zu versuchen. Und siehe da: Nach kurzer Zeit hat die 25-Jährige eine schwarze Hose, eine weiße Bluse mit Schnür-Trägern, eine Jeansjacke und ein schickes Täschchen in der Einkaufstüte. Jetzt fehlen nur noch Schuhe und Schmuck. Auch da werden die beiden Damen schnell fündig: Im Schuhgeschäft entdecken sie ein Paar hübsche Blümchen-Sandalen, in der Drogerie eine dezente Halskette und eine coole Sonnenbrille. Um genau 16.05 Uhr ist das Outfit komplett. Bleibt noch genug Zeit, um in aller Ruhe zum Rathaus zu gehen, wo die beiden einen Stadtschoppen-Bocksbeutel und zwei Gläser deponiert haben.

Eine Stunde später dann der große Auftritt auf dem Marktplatz. Auf einem roten Teppich dürfen Kristin und die anderen beiden Kandidatinnen vor den Augen zahlreicher Zuschauer ihr Outfit präsentieren. Zuvor werden sie noch passend geschminkt und frisiert. Dafür sorgen die drei Friseurmeisterinnen Astrid Lalomia, Sabine Hack und Karola Gartmann von der Friseurinnung Kitzingen. Schließlich fällt die Jury, bestehend aus den Kitzinger Modefachleuten Brigitte Vierrether, Stefanie Hüser und Mike Pietzka sowie Brigitte Hopfengart aus dem Publikum, ihr Urteil: Kristin Weißenberger hat das beste Outfit und wird neue Kitzinger Shopping Princess. Auf dem zweiten Platz landet Claudia Köhler im schwarzen Jumpsuit, Bianca Schürger belegt mit einem sportlichen Zweiteiler den dritten Platz.

Freundin darf sich auch etwas kaufen

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Frank Gimperlein, Vorsitzender des Kitzinger Stadtmarketingvereins, am Ende des Laufsteg-Wettbewerbs bei den drei Kandidatinnen für ihr tolles Outfit. Kristin Weißenberger durfte sich als Siegerin außerdem über weitere „Schexs in the City“-Einkaufsgutscheine freuen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich den ersten Platz belege. Aber ich freue mich sehr“, meinte die glückliche Gewinnerin nach der Siegerehrung.

Nicht weniger erfreut war ihre Freundin Angelina. „Bei so einem guten Outfit, wie wir es ausgesucht haben, konnte man ja nur gewinnen“, meinte sie lachend. Weil noch etwas Geld übrig war, durfte sie sich auf Wunsch ihrer Freundin Kristin von den restlichen Gutscheinen noch ein T-Shirt und eine Jeansjacke kaufen. Danach ließen sich die beiden auf der Alten Mainbrücke ihren Stadtschoppen schmecken. Wenn das kein gelungener Nachmittag war…

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