Volkach
Auszeichnung

Zwei neue Ehrenmitglieder im Musikverein

Schon seit Jahrzehnten unterstützen Renate Knauth und Johannes Meixner den Volkacher Chor und verpassen so gut wie keine Probe. Wegen ihres großes Engagements wurden sie jetzt zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins ernannt.
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Chorleiter Manfred Weidl und Vorsitzende Claudia Werdecker ernannten Johannes Meixner und Renaute Knauth zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins Volkach. Fotos: Pfannes
Chorleiter Manfred Weidl und Vorsitzende Claudia Werdecker ernannten Johannes Meixner und Renaute Knauth zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins Volkach. Fotos: Pfannes
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Das Singen ist für Johannes Meixner schon immer ein idealer Ausgleich zum beruflichen Alltag. Seit gut 30 Jahren singt der pensionierte Lehrer mit Leidenschaft im gemischten Chor des Volkacher Musikvereins. Ihre vorweihnachtliche Feier am Samstagabend im Pfarrheim nahmen die Verantwortlichen des Sängergemeinschaft zum Anlass, Meixner und dessen Sängerkollegin Renate Knauth für ihren engagierten Einsatz über Jahrzehnte hinweg zu danken. Vorsitzende Claudia Werdecker ernannte die beiden Chormitglieder zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins.

Renate Knauth singt seit 38 Jahren die Altstimme im Chor. Die Vorsitzende bescheinigte ihr "Zuverlässigkeit und eine schöne Altstimme". Das neue Ehrenmitglied war im Verein nicht nur musikalisch aktiv, sondern engagierte sich auch im Vorstand als Beisitzerin und Helferin, wenn es um die finanziellen Belange bei den Weinfesten ging. Knauth ist eine Sängerin mit Leib und Seele. "Sie hat einmal eine Kur für einen Tag unterbrochen, nur um beim Auftritt dabei sein zu können", erinnerte Werdecker. Sie sei eine Vorzeige-Sängerin und Vorbild für die momentan 47 aktiven Chormitglieder.

Männerstimmen dringend gesucht

"Wir suchen dringend noch Männerstimmen und wollen die Werbetrommel rühren", betonte die Vorsitzende. Über tatkräftige Unterstützung im Bass und Tenor würde sich auch Johannes Meixner sehr freuen. Laut Werdecker ist Meixner ein fleißiger Akteur, der so gut wie keine Probe versäumt. "Musik ist eine Aufheiterung der Seele", weiß der Geehrte. Daneben steht die Gemeinschaft mit den Gleichgesinnten für ihn an erster Stelle.

Um zu den gemeinsamen Proben zu gehen, muss sich Meixner so gut wie nie extra motivieren. "Wenn man singt wird man jünger", zieht der Ruheständler, der an der Volksschule Volkach unterrichtete, eine humorvolle Bilanz. "Die nervliche Belastung in der Hauptschule war schon enorm", blickt der Pädagoge zurück. Die Musik sei nach Feierabend der ideale Lebensbegleiter gewesen.

Singen gegen Schicksalsschläge

Renate Knauth kam schon im jungen Alter von 14 Jahren zum Chor, damals in Nordheim. Das Singen half der Geschäftsfrau über einen schweren Schicksalsschlag hinweg, als ihr Mann starb. "Die ersten Proben nach der Trauerzeit waren schwer, aber danach ging es mir wieder besser." Die Musik liegt den Knauths im Blut. Kein Wunder also, dass eine Tochter der heute 75-Jährigen gemeinsam mit ihrer Mutter im gemischten Chor des Musikvereins singt.

Damit der Chor auch weiter Nachwuchs bekommt, stellt Chorleiter Manfred Weidl seit Jahren ein buntes Liederprogramm für alle Altersgruppen zusammen. Johannes Meixner empfiehlt jungen Menschen unbedingt sich dem Gesang zu widmen. Die Stimmbildung und das gute Miteinander seien sehr förderlich für eine positive Entwicklung. Und weil man nie aufhört sich weiter zu entwickeln, wird Meixner dem gemischten Chor weiter treu bleiben. Das versprach er am Samstag seinen Sängerkollegen.
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