Volkach

Zwei Volkshochschulen, ein Programm: Volkach und Gerolzhofen kooperieren

Die neuen Kurse der Volkshochschulen in Volkach und Gerolzhofen sind online. Warum beide Bildungswerke gemeinsame Sache machen, erklärt Susanne Holst-Steppat.
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Susanne Holst-Steppat, Leiterin der Volkshochschule Volkach. Foto: Ellen Hünting

Aus einem Stein ein Kunstwerk erschaffen in Gerolzhofen, sich auf Italienisch unterhalten in Volkach oder die Muskeln dehnen beim Ashtanga Yoga in Zeilitzheim: Die Volkshochschulen (VHS) in Volkach und Gerolzhofen kooperieren , das Angebot ist vielfältig. Susanne Holst-Steppat, Leiterin der Volkacher VHS, erläutert die Hintergründe der Zusammenarbeit. Und sie erklärt, welche Vorteile die Nutzer daraus ziehen.

Frage: Die Volkshochschulen Volkach und Gerolzhofen schließen sich zusammen. Wieso?

Susanne Holst-Steppat: Wir möchten mit der Kooperation unsere Kräfte bündeln, um unsere Leistungs- und Zukunftsfähigkeit voranzutreiben. Deshalb geben wir zukünftig ein gemeinsames Programm heraus und werden auch gemeinsam Qualitätsmanagement einführen und betreiben. Gut vernetzt und lokal verankert möchten wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen.

Das Ja des Volkacher Stadtrates zur Kooperation gab es schon vor einem Jahr. Warum geht's jetzt erst los?

Holst-Steppat: Letztes Jahr haben sich beide Kommunen grundsätzlich zur Zusammenarbeit der beiden Bildungswerke bereiterklärt und damit den Startschuss gegeben. Nun haben wir ein Jahr lang an der Umsetzung gefeilt, das war richtig viel Arbeit.

Was ändert sich für die Nutzer?

Holst-Steppat: Gar nichts, die gewohnten Angebote an den jeweiligen Orten bleiben bestehen. Aber die Nutzer haben klare Vorteile: Sie können sich in beiden Städten für die Kurse anmelden und telefonisch sind wir besser erreichbar. Zudem haben sie im neuen Heft die Kurse beider VHS auf einen Blick, aufgeteilt nach den Bereichen wie Sprachen und Gesundheit.

Bleiben alle Standorte bestehen?

Holst-Steppat: Ja, auf jeden Fall. Gerolzhofen hat viele Außenstellen und versorgt die südliche Hälfte des Landkreises Schweinfurt. Wir haben den Standort in Volkach. Auch für die Kursleiter ändert sich nichts.

Geht es bei dem Zusammenschluss auch darum, Geld zu sparen?

Holst-Steppat: Nein, im Gegenteil. Wir nehmen erstmal Geld in die Hand, um die notwendigen Strukturen zu schaffen. So gesehen investieren wir in Bildung – und Bildung ist immer eine Investition in die Zukunft.

Nach Gerolzhofen fahren ist mir doch zu weit. Kann ich online auch nur nach Angeboten in Volkach suchen?

Holst-Steppat: Ja klar, das kann man einfach eingeben, wenn man nur an einem bestimmten Ort suchen möchte.

Wann kann man sich anmelden für das Wintersemester? Gibt's die neuen Hefte schon?

Holst-Steppat: Online ist die Anmeldung für die Kurse ab Herbst bereits jetzt möglich. Das neue Heft mit allen Angeboten beider Volkshochschulen wird Ende August an die Haushalte verteilt. Es ist von 24 auf 56 Seiten gewachsen und hat eine Auflage von 25 000 Exemplaren.

Worin sehen Sie den größten Vorteil der neuen VHS Volkach-Gerolzhofen?

Holst-Steppat: Der größte Unterschied zu vorher ist das gemeinsame Programmheft. Und sechs Mitarbeiter  organisieren und verwalten nun das Kursangebot an zwei Orten und an mehreren Nebenstellen. Ich denke, wir sind ohnehin eine Mainschleifen-Steigerwald-Region, die von vielen auch so wahrgenommen wird. Zudem sind gerade in den Ortsteilen die Kursteilnehmer ohnehin aufs Auto angewiesen. Da ist es nicht relevant, ob sie fünf oder zehn Kilometer fahren. 

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