Aller Befürchtungen zum Trotz: Die Dettelbacher Karnevalsgesellschaft geht mit einer nur geringfügig veränderten Führungsmannschaft in die nächsten zwei Jahre. Damit war im Vorfeld der Hauptversammlung am Freitagabend nicht unbedingt zu rechnen. Schatzmeister Frank Röding hatte seinen Rücktritt angekündigt und Gesellschaftspräsidentin Michaela Fersch erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen.

Während Frank Röding aus beruflichen Gründen seinen Posten zur Verfügung stellte, bemängelte Gesellschaftspräsidentin Michaela Fersch vor allem die Mitarbeit und Unterstützung von etlichen Präsidiums- und Vorstandsmitgliedern. „Die Dettelbacher Karnevalsgesellschaft versucht derzeit mit neun aktiven Mitgliedern den Verein aufrecht zu erhalten“, sprach Fersch Klartext. Dieser Zustand sei auf Dauer nicht haltbar. Auch die Mitglieder sollten und müssen sich mehr am Vereinsleben beteiligten, forderte die Gesellschaftspräsidentin. Trotz all dieser Gegebenheiten erklärte sich Fersch letztendlich bereit, wieder zu kandidieren, was die Arbeit der Wahlleiter Michael Hartmann und Winfried Walter erleichterte.

Nach knapp zwanzig Minuten präsentierte Hartmann das Wahlergebnis: Gesellschaftspräsident Michaela Fersch, Stellvertreter Peter Mack, Erster Kassier Steven Bokemper, Stellvertreter Frank Röding, Schriftführer Beate Fröhlich- Bokemper, Stellvertreter Babsi Keliholz Sitzungspräsident Klaus Apfelbacher, Stellvertreter Ludwig Stühler, Zeugwart Gerald Göb, Beisitzer Werner Stühler, Tanja Röding, Marion Apfelbacher und Ralf Ködel, Jugendwart Babsi Keilholz, Senatorensprecher Michael Hartmann und Winfried Walter, Kassenprüfer Michael Hartmann und Winfried Walter.

Michaela Fersch blendete auf „viele schöne Augenblicke und Veranstaltungen“ zurück. Hierbei erinnerte sie unter anderem an den beeindruckenden Festkommers der Eisinger Schneegänz oder an die Ferienpaß-Aktion. Ein Lob zollte sie den 13 Jungelfern, die bei Rathausstürmen, Umzügen und anderen Narreteien die Gesellschaft super begleiteten. Dank sagte sie auch dem Dettelbacher Jugendtanzsportclub sowie der Stadt Dettelbach für die gute Zusammenarbeit.

Dschungelparty statt Prunksitzung

Positiv aus Sicht der Gesellschaft war der Bericht des Sitzungspräsidenten Klaus Apfelbacher. Als Erfolg bezeichnete er die erstmalige Dschungelparty, die Gäste im Alter zwischen 16 und 60 Jahren nach Dettelbach lockte. Diese Veranstaltung ersetzte die zuletzt weniger erfolgreiche Prunksitzung, die laut Michael Hartmann unbedingt wieder stattfinden muss. Apfelbacher erinnerte an den Rathaussturm in Dettelbach, an den Besuch des Weihnachtsmarktes in Erfurt, an das Prinzentreffen in Albertshofen und nicht zuletzt auch an den erfolgreichen Landkreis-Faschingszug, der heuer in Dettelbach stattfand.

Als traurig bezeichnete Schriftführerin Beate Fröhlich- Bokemper die geringe Resonanz bei Vereinsversammlungen. Zuletzt wurden bei Zusammenkünften zwischen zehn und 15 Personen registriert. Ein positives Kassenergebnis präsentierte Frank Röding. Ihm wurde seitens des Prüfers Michael Hartmann Lob attestiert. Gesellschaftspräsidentin Michaela Fersch bat um Unterstützung von allen: „Es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an.“