Dettelbach

Zuschuss für die Sanierung der Kirche

Tauben machen der Kirche St. Nikolaus in Neuses am Berg gehörig zu schaffen. Das katholische Gotteshaus leidet nach den Worten von Kirchenpfleger Dieter Ofenhitzer unter einer "extremen Taubenplage". Hauptsächlich im Bereich des Turmes, der Gesimse und des Hauptportals gibt es "enorme Schäden und Hygieneprobleme", schreibt er in einem Brief an die Stadt.
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Leidet unter einer extremen Taubenplage: Die Kirche St. Nikolaus in Neuses am Berg. Foto: Walter Sauter

Tauben machen der Kirche St. Nikolaus in Neuses am Berg gehörig zu schaffen. Das katholische Gotteshaus leidet nach den Worten von Kirchenpfleger Dieter Ofenhitzer unter einer "extremen Taubenplage". Hauptsächlich im Bereich des Turmes, der Gesimse und des Hauptportals gibt es "enorme Schäden und Hygieneprobleme", schreibt er in einem Brief an die Stadt.

Nach Reinigungs- und Ausbesserungsmaßnahmen soll der Turm zur Taubenabwehr komplett vernetzt werden. Zudem soll ein neuer Windfang am Hauptportal dafür sorgen, dass die Kirchentür im Sommerhalbjahr geöffnet bleiben kann. Dadurch verspricht sich Ofenhitzer eine bessere Luftzirkulation, die helfen soll, Schimmel zu vermeiden. Der war nämlich für hohe Kosten in den letzten Jahren verantwortlich, denn in der Orgel hatte sich Schimmel gebildet, so das Schreiben.

Erhalt der Bausubstanz

Für die Sanierungskosten in Höhe von fast 58 000 Euro für die Kirche bat Ofenhitzer die Stadt um einen Zuschuss von 15 Prozent. "Wir haben Interesse am Erhalt der Bausubstanz", betonte Bürgermeisterin Christine Konrad in der Sitzung des Haupt- und Bauausschusses. Trotzdem genehmigte das Gremium lediglich einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent "für den denkmalpflegerischen Mehraufwand".

Damit bewegte sich das Gremium im Rahmen der letzten Jahre. "Das ist seit vielen Jahren so Praxis", sagte Konrad. Gleichwohl gestand sie zu, dass es bisher keine Grundsatzentscheidung zu dem Thema gibt. Diese will sie vorbereiten und dem Stadtrat schon bald zur Entscheidung vorlegen, damit eine gesicherte Basis für künftige Anfragen vorliegt.

Geringes Interesse, Flächen abzutreten

Keinen Bebauungsplan wird es für das Gebiet am nord-westlichen Ortsrand von Bibergau geben. Der Ausschuss stimmte einhellig dafür, das eingeleitete Bauleitplanverfahren nicht weiter zu verfolgen. Als Grund nannte Konrad das geringe Interesse der Eigentümer, Flächen an die Stadt Dettelbach abzutreten. Ein Grundsatzbeschluss des Stadtrats besagt, dass das Verfahren nur dann fortgeführt werden kann, wenn 60 Prozent der Flächen an die Stadt gehen.

Als "kurios" bezeichnete die Bürgermeisterin die Lage hinsichtlich einer Bauanfrage für einen Dachausbau in Dettelbach, denn bereits das bestehende Gebäude erfüllt nicht die Vorgaben des Bebauungsplans "Auf der Hohe/Am Gartenweinsberg". Jetzt sollte das Gebäude durch Gauben und einen Zwerchgiebel noch weiter erhöht werden, obwohl das Haus selbst die zulässige Traufhöhe von 3,50 Meter schon übersteigt. Der Ausschuss lehnte das Vorhaben einstimmig ab.

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