KLEINLANGHEIM

Zusammenarbeit in Zeiten klammer Kassen

Was tun, wenn politische Gemeinde und Kirchengemeinde knapp bei Kasse sind und Projekte im Friedhof anstehen, die beide betreffen? Da gibt es nur eins: Zusammenarbeit. Die wurde in Kleinlangheim bei der Sanierung der Friedhofsmauer praktiziert und wird nun auch bei der Umgestaltung der Aussegnungshalle fortgeführt.
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Was tun, wenn politische Gemeinde und Kirchengemeinde knapp bei Kasse sind und Projekte im Friedhof anstehen, die beide betreffen? Da gibt es nur eins: Zusammenarbeit. Die wurde in Kleinlangheim bei der Sanierung der Friedhofsmauer praktiziert und wird nun auch bei der Umgestaltung der Aussegnungshalle fortgeführt. Darin war sich das Ratsgremium in der Sitzung am Dienstagabend einig.

Die Kirchengemeinde als zuständige Instanz für den Friedhof hatte Antrag auf Kostenübernahme der anfallenden Arbeiten bei der Gemeinde gestellt. Die kann aber aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Möglichkeiten die vollen Kosten in Höhe von rund 15 000 Euro nicht übernehmen, wie Bürgermeisterin Gerlinde Stier darlegte. Da aber auch die finanziellen Mittel der Kirchenverwaltung so gut wie erschöpft sind, sei man mit Pfarrer Gerhard Homuth überein gekommen, auch im Falle der Aussegnungshalle einen Deal zu machen. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass die Gemeinde auch bei der Friedhofsmauer die Hälfte der Kosten übernommen und mit Gemeindearbeitern ausgeholfen habe.

So einigte man sich darauf, dass die Gemeinde auch bei der Umgestaltung der Aussegnungshalle 50 Prozent der Materialkosten übernimmt und auch mit dem Einsatz der Gemeindearbeiter zur Stelle ist. Im Gegenzug stellt der Pfarrer einen seiner Mitarbeiter zur Verfügung, der bei gemeindlichen Maler- und Tüncherarbeiten Hand anlegt. „Das ist ein Geben und Nehmen, eine gute Vereinbarung und allemal besser, als wenn die Gemeinde den Friedhof geschenkt bekäme und damit übernehmen müsste“. Die Aussage der Bürgermeisterin fand volle Unterstützung in der Ratsrunde, die einstimmig das Übereinkommen billigte.

Die weiteren Themen im Rat:

• Erfreut zeigte sich die Bürgermeisterin über die Eigenleistungen der Feuerwehr, bei denen der Bereich vor dem Feuerwehrgerätehaus umgestaltet und ein Fahrradständer für zehn Räder installiert wurde. „Das ist eine sehr gute Lösung, die Arbeiten sind gut gelaufen und unser Dank gilt der Feuerwehr“, lobte die Bürgermeisterin den Arbeitseinsatz.

• Der Gemeinde lag eine Anfrage vor, ob eine standesamtliche Trauung im Kleinlangheimer Rathaus auch von einem anderen Standesbeamten vollzogen werden könne. Dies sei aber bei der VG-Versammlung abgelehnt worden „und somit rechtlich nicht zulässig“, informierte die Bürgermeisterin.

• Erinnert wurde an den Termin für die Wahl des Vorstandsgremiums für die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung. Die Versammlung ist am 15. Juli um 20 Uhr im Sportheim des VfL Kleinlangheim „und selbstverständlich sind alle eingeladen, die sich für die Dorferneuerung interessieren“, warb die Bürgermeisterin für das große Projekt, das auf Kleinlangheim zukommt.

• Einstimmig befürwortet wurde der Antrag eines Landwirts zum Bau eines Kälberstalls mit den Maßen 21 mal 17 Meter auf Flurnummer 1305. Da der Stall im Außenbereich liegen wird, muss noch die Privilegierung durch das Amt erteilt werden, teilte Bürgermeisterin Stier mit. „Wir sollten froh sein, dass es noch Landwirte gibt“, meinte sie zu diesem Vorhaben.

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