Mainsondheim

Zur Kirchweih: Ganz Mainsondheim in heißer Feier-Laune

„Fiesta Mexicana“ lautete am Sonntagnachmittag das Motto auf der Partymeile in Mainsondheim. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten den Aufmarsch der Geometer, die sich für ihren Kirchweihumzug wieder mächtig ins Zeug gelegt hatten. Bunte Motivwägen und Fußgruppen sorgten für beste Stimmung.
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Die Geometer schwitzten: Beste Stimmung herrschte beim Kirchweihumzug und beim Ausgraben der Kerm in Mainsondheim. Trotz regnerischen Wetters verfolgten mehrere hundert Gäste das heitere Geschehen im Dorf und auf dem Kirchweih-Acker. Foto: Foto: PETER PFANNES

„Fiesta Mexicana“ lautete am Sonntagnachmittag das Motto auf der Partymeile in Mainsondheim. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten den Aufmarsch der Geometer, die sich für ihren Kirchweihumzug wieder mächtig ins Zeug gelegt hatten. Bunte Motivwägen und Fußgruppen sorgten für beste Stimmung.

Das Thema „Hitzewelle“ zog sich wie ein roter Faden durch den Gaudiwurm, der die Märchen aus Tausendundeiner Nacht widerspiegelte. Hitzewallungen bekamen die Zuschauer beim Ausgraben der Kirchweih allerdings diesmal nicht, hatte das Motto für die Kerm anscheinend Petrus nicht erreicht.

Den Mainsondheimern und ihren Gästen war das regnerische Wetter gleichgültig. Mit Regenschirmen bewaffnet verfolgten sie das muntere Treiben auf dem Kirchweih-Acker und die heitere Kirchweihpredigt von Andreas Böhm. Der Ober-Geometer und Kirchweihpate mit Frack und Zylinder nahm bei seinem Vortrag kein Blatt vor den Mund.

„A Summer so hees wie nie davor, wir leben jetzt wie in Mexico“ stand an einem Traktor auf einem großen Plakat geschrieben – in Erinnerung an die heißesten Monate seit Jahrzehnten. Stimmungsvolle Klänge der Winzerkapelle Rödelsee und des Spielmannszugs Albertshofen begleiteten den Tross der Kirchweihburschen und der Mädels durch den Ort hinaus zum Ausgrabungsort.

Im großen Karee verfolgten die Geometer-Fans das Ausgraben des Kirchweihfasses mit Hindernissen. Im ersten Loch fanden die fleißigen kleinen Ausgräber einen Aktenkoffer mit Bestechungsgeldern der FIFA. Das zweite Loch beherbergte einen Winkel aus Metall, den die Erbauer des neuen Gehwegs in der Hörblacher Straße besser benutzt hätten. „Wenn ma über des Wechle tut schreitn, kricht mer a ohne Alkohol Schlachseitn“, so die Kritik des Ober-Geometers. Ungeniert deckte Böhm in seiner Kirchweih-Predigt lustige Gschichtli aus dem Dorf auf. Er spannte einen humorvollen Bogen von verwegenen Trunkenbolden im Sportheim über übereifrige Wachdienstlerinnen und fast demente Zeitungsleser bis hin zu (n)immermüden Floriansjüngern. Die verbalen Ohrfeigen des Kirchweihpaten ließen das erheiterte Publikum schier unbeeindruckt.

Es spendete für den Auftritt der Geometer und ihrem Chef reichlich Applaus. Am Ende waren sich alle einig: „Die Sundemer Kerm lebe dreimal hoch.“

Kirchweih: An diesem Dienstagabend, 19 Uhr, wird die Kirchweih 2015 zu Grabe getragen. Danach trifft man sich zum Fischessen im Sportheim.



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