PRICHSENSTADT

Zum Schulsport in die TSV-Halle

Lange Zeit schwebte es wie ein Damoklesschwert über dem Stadtrat Prichsenstadt: Das ungelöste Problem, was aus dem Schulsport für die neu gebaute Grundschule während der Sanierung der Turnhalle werden soll. In der Sitzung am Donnerstagabend präsentierte Bürgermeister René Schlehr seinen Räten die Lösung: Der TSV Prichsenstadt öffnet seine Sporthalle für den Schulsport. Allerdings gab es auch eine schlechte Nachricht. Die Wände im Schulgebäude seien sehr hellhörig, so der Bürgermeister, „da muss dringend nachgebessert werden“.
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Lange Zeit schwebte es wie ein Damoklesschwert über dem Stadtrat Prichsenstadt: Das ungelöste Problem, was aus dem Schulsport für die neu gebaute Grundschule während der Sanierung der Turnhalle werden soll. In der Sitzung am Donnerstagabend präsentierte Bürgermeister René Schlehr seinen Räten die Lösung: Der TSV Prichsenstadt öffnet seine Sporthalle für den Schulsport. Allerdings gab es auch eine schlechte Nachricht. Die Wände im Schulgebäude seien sehr hellhörig, so der Bürgermeister, „da muss dringend nachgebessert werden“.

Weil bis ins nächste Jahr hinein die Schulturnhalle saniert wird, ist dort ein Sportunterricht schlichtweg nicht möglich. Monatelang zerbrachen sich die Räte über eine Lösung den Kopf, und alles deutete auf den Schulsport in der benachbarten TSV-Halle hin. Am vorigen Dienstag fand sich dann endlich die lang ersehnte Lösung. Christian Friedrich, Vorsitzender des TSV Prichsenstadt, und der Bürgermeister handelten einen Vertrag aus, der den Schulsport in der TSV-Halle auf der gegenüberliegenden Straßenseite garantierte. „Die Alternative wäre gewesen, den Schulsport in Wiesentheid durchzuführen“, sagte Schlehr, „aber das sprengt jeden Rahmen, auch zeitlich“. Denn das hätte bedeutet, dass die Kinder mit einem Bus von Prichsenstadt nach Wiesentheid und wieder zurück hätten gebracht werden müssen. Dieses Thema ist jetzt durch die Vereinbarung mit dem TSV vom Tisch.

Nicht vom Tisch ist die Akustik in der Schule. „Fast alle Innenwände sind hellhörig“, sagte der Bürgermeister, „man hört zum Beispiel im Schulleiterzimmer bei geschlossener Tür, was im Sekretariat mit normaler Lautstärke gesprochen wird“. Das ziehe sich durch das gesamte Schulgebäude. Einzig die Wand zwischen dem Lehrerzimmer und dem Lehrmittelraum, in dem die Unterrichtsmaterialien lagern, sei schalldicht genug. „Wenn jetzt etwa die vierte Klasse eine Schulaufgabe schreibt und im Klassenzimmer nebenan wird nur gelacht, ist allein das schon eine empfindliche Störung für die Kinder“, fuhr Schlehr fort. Beim Elternabend habe er in der hintersten Reihe gesessen und mithören können, was im benachbarten Klassenzimmer besprochen worden sei. „Das ist wenig zielführend, da wird das Architekturbüro Haid als Bauleitung nachbessern müssen, und dieses Mal will ich keine Ausflüchte von ihnen hören“, kündigte Schlehr an, „und eine Rechnung etwa über das nachträgliche Verputzen aller Innenwände brauchen sie mir gar nicht erst zu zeigen“.

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