Hermann Gegner aus dem Geiselwinder Ortsteil Ilmenau wurde am Samstag 80 Jahre alt. Der gebürtige Ilmenauer ist ein richtiger Naturmensch, der sich rund um seinen Heimatort bestens auskennt und ein Auge für seine Umgebung hat. Erst kürzlich entdeckte er bei einem Spaziergang ein ungewöhnlich gewundenes Stück eines Fichtenbaumes, das in fünf Meter Höhe hing. Gegner nahm das Stück zu sich, um es zuhause aufzubereiten. Das ist längst nicht die einzige Beschäftigung, die der Senior hat. So stehen auf seinem Grundstück 60 bis 70 Obstbäume, die er hegt und pflegt: „Alles mögliche, Äpfel, Birnen, Kirschen, auch Aprikose und Pfirsich.“ Apfelmost und Saft macht er aus einem Teil der Früchte.

Dazu ist Gegner ein Fachmann, wenn es ums Pilzesammeln geht. Wo die Pilze stehen? Das verrät er nicht. Seinen riesigen Garten ums Grundstück bearbeitet er mit Ehefrau Edith: „Ich hatte es nie mit der Ruhe“, schmunzelt er.

In Ilmenau geboren, absolvierte Gegner nach der Schule eine Lehre als Orthopädie-Schuhmacher in Oberrimbach. Später zog es ihn nach Nürnberg, wo er als Berufskraftfahrer für eine große Spedition in ganz Deutschland unterwegs war. In Nürnberg lernte er seine Frau Edith kennen, die aus dem schlesischen Kreuzburg stammte und als Kriegsflüchtling in Nürnberg landete. Beide heirateten 1958 und zogen 1962 zurück nach Ilmenau, zwei Kinder und vier Enkel gehören heute zur Familie. Hermann Gegner arbeitete bis 1989 bei der Spedition, wo er auch zwölf Jahre Leiter des Betriebsrats war, bis ihn ein Arbeitsunfall 1989 in den Ruhestand versetzte.

Im Ort und in der Gemeinde engagierte sich Hermann Gegner stets. Er vertrat Ilmenau zwölf Jahre als Ortssprecher im Geiselwinder Gemeinderat, beim Steigewaldklub hat er den Posten als Wegewart inne. Beim VdK fungierte er als zweiter Vorsitzender, zudem mischt er beim kleinen Geiselwinder Heimatmuseum mit. Haus und Garten mit Hund, Hühnern und Hasen halten ihn auf Trab. Zum Feiern und Gratulieren schaute neben der Familie auch Geiselwinds zweite Bürgermeisterin Annemarie Mauer vorbei. Text: Andreas Stöckinger