MARKTBREIT

Zukunft der Musikschule weiter offen

Wie geht es weiter mit der Musikschule Marktbreit? In der Ratssitzung am Montagabend flammte eine kurze aber heftige Diskussion darüber auf, mit dem Ergebnis, dass die VG-Versammlung hier gefordert ist, demnächst eine Lösung zu finden.
Artikel drucken Artikel einbetten
25 Jahre Lions Club De Leone: Benefizkonzert mit Pianist Michael Wollny
(mr) Als dritter von heute vier Würzburger Lions Clubs wurde der Lions Club Würzburg De Leone 1988 gegründet und 1989 gechartert. Zahlreiche Anliegen hat der Club mit seinen heute 34 Mitgliedern in diesen 25 Jahren unterstützt: Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind und kulturelle Projekte. In seinem Jubiläumsjahr steht der Lions Club De Leone nun wieder dem Verein Menschenskinder zur Seite. Der Verein mit seinem Vorsitzenden Professor Marcel Romanos setzt sich für die Belange psychisch kranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien ein. Einen Beitrag zu Hilfe soll am Samstag, 4. Oktober, 19 Uhr, ein Benefizkonzert mit dem Pianisten Michael Wollny (linkes Bild) und Band bringen. Wollny, in Schweinfurt geboren, gilt als eines der aufstrebenden Talente der deutschen und internationalen Jazz-Szene. Der Musiker hatte bis 1997 eine Ausbildung (Klavier, Violine) an der Musikschule Schweinfurt und am Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg und nahm erfolgreich an den Wettbewerben von Jugend musiziert teil. Ab 1997 studierte er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Chris Beier. Wollny war zwischen 1998 und 2002 Mitglied im Bundesjazzorchester, mit dem er auch auf Tournee ging. Er spielt seit 2001 mit Heinz Sauer im Duo und im Quartett. Im Jahre 2007 erschien sein von Kritikern hochgelobtes erstes Soloalbum „Hexentanz“. Wollny wurde mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Karten für das Benefizkonzert in der Hochschule für Musik gibt es für 29, 24 und 10 Euro beim Ticket-Service im Falkenhaus, Marktplatz 9, oder per E-Mail an ticket@lions-de-leone-wue.de. Im rechten Bild: Prof. Andreas Warnke, ehemaliger Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg, Professor Marcel Romanos, Thomas Waldner, Präsident des Lions Club Würzburg de Leone, Schatzmeister Claus Tengelmann und Vizepräsident Professor Malte Meesmann. Foto: Fotos: Josef Lamber / Lions Club

Wie geht es weiter mit der Musikschule Marktbreit? In der Ratssitzung am Montagabend flammte eine kurze aber heftige Diskussion darüber auf, mit dem Ergebnis, dass die VG-Versammlung hier gefordert ist, demnächst eine Lösung zu finden.

Eigentlich gar nicht so überraschend hatte die Leitung der Musikschule in der VG-Versammlung im Februar den Antrag gestellt, die Verwaltungsgemeinschaft sollte die Musikschule als Träger übernehmen. Zunehmend sehen sich die ehrenamtlichen Vorstände des Trägervereins mit den Aufgaben überfordert. Dazu kommt, dass nur ein Teil der Mitgliedsgemeinden der VG bereit ist, den geforderten Zuschuss zur Schule zu zahlen. In der VG-Versammlung blieb es beim Appell an die Gemeinde, ihren Zuschuss pro Musikschüler anzuheben.

Auch wenn die Stadt Marktbreit diesen Zuschuss schon lange in der erforderlichen Höhe trägt und dazu der Schule auch noch die Räume im Schloss kostenfrei zur Verfügung stellt – am Montagabend bestätigten die Räte diesen Beschluss nochmals einstimmig: Marktbreit wird auch künftig 125 Euro pro Schüler und Jahr an die Schule überweisen. Und es folgte nochmals der Appell an die Mitgliedsgemeinden, sich dem anzuschließen. Deutliche Worte dazu fand Bürgermeister Herbert Biebelriehter: „Es gibt auch Gemeinden, die halten von der musikalischen Erziehung ihrer Mitglieder nichts.“

Ob dieser Appell allerdings ausreicht, die Probleme der Schule zu lösen, ist fraglich. Denn die Diskussion im Marktbreiter Rat verdeutlichte: Das Problem liegt tiefer. Eine Besprechung mit dem Vorstand der Musikschule und den Fraktionen zeigte: Es wird wohl sehr schwer, weiter einen Vorstand für die Schule zu finden.

Verschiedene Konzepte zur Weiterführung der Schule stehen wohl im Raum, war es den Wortbeiträgen zu entnehmen, konkret wurde aber nur eine Möglichkeit genannt: Die Stadt Marktbreit übernimmt die Schule. Allerdings, das machte Christiane Berneth deutlich: Eine Lösung auf VG-Basis wäre die bessere Variante. Und darauf setzt nun der Stadtrat. Zwar zahle die Stadt nach wie vor den geforderten Beitrag, doch muss auf VG-Ebene eine Lösung gefunden werden.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.