Geiselwind

Zu wenig Platz für Feuerwehr und Bauhof

Das nächst größere Projekt, an das sich die Gemeinde Geiselwind nun machen will, steht schon lange auf der Liste. Es ist der Umbau, beziehungsweise Neubau des Feuerwehrhauses.
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In die Jahre gekommen ist das Feuerwehrhaus in Geiselwind. Die Gemeinde will das Gebäude mit dem dahinter liegenden Bauhof sanieren.
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Das nächst größere Projekt, an das sich die Gemeinde Geiselwind nun machen will, steht schon lange auf der Liste. Es ist der Umbau, beziehungsweise Neubau des Feuerwehrhauses, das den dort mitintegrierten gemeindlichen Bauhof umfasst. Die ersten Schritte dazu erfolgten bereits, die Gemeinde hat einen Auftrag an ein Ingenieurbüro erteilt, das sich auf Feuerwehrhäuser spezialisiert hat. Gespräche und Besichtigungen gab es, nach einem für Oktober anberaumten Treffen soll die Planung erstellt werden. Bis dahin nehmen die Fachleute den Ist-Zustand genau unter die Lupe und erarbeiten Vorschläge. Mit einher geht der Bauhof.

Notwendig ist der Umbau längst, doch bisher musste er wegen dringlicherer Projekte der Gemeinde immer wieder aufgeschoben werden. „Das ist alles zu klein für die Stützpunktfeuerwehr und den Bauhof. Die Wasserwarte haben ihr Büro aus Platzgründen im Rathaus“, schildert Bürgermeister Ernst Nickel die Situation. Er ist selbst aktiv als ausgebildeter Gruppenführer bei der Geiselwinder Wehr und weiß deshalb, wovon er spricht.

Zu tun haben seine Kollegen von der Geiselwinder Wehr mehr als genug, an die 50 Einsätze dürften es auch dieses Jahr werden. Das Gebäude ist nicht gerade auf dem neuesten Stand, was nicht nur an den Fenstern zu sehen ist. Der Platz für die Wehr reicht hinten und vorne nicht aus. Die Fahrzeughalle kann nicht den gesamten Fuhrpark unterbringen. Ein Anhänger der Wehr muss im Freien stehen, „weil wir nicht wissen, wohin“, so Nickel. Einiges an an Material und Geräten ist in Ortsteilen ausgelagert. Dazu fehlt im Außenbereich ein richtiger Parkplatz für die Autos der Wehrleute, die zum Einsatz eilen. Beim Einsatz stehen sie entlang der Straße.

Beim Gang durch das Gerätehaus, in dem vier Fahrzeuge untergebracht sind, verweist Bürgermeister Nickel nicht nur auf die fehlenden Umkleideräume. An der Rückwand des Gebäudes sind stattdessen Haken, an denen die Schutzanzüge samt Helme jedes einzelnen hängen. Darunter stehen die Stiefel fein säuberlich aufgereiht. Sichtlich beengt sind die Platzverhältnisse im ganzen Haus. So wurde die Werkstatt, in die Gerätewarte manches zu reparieren haben, provisorisch in einem mit Brettern abgeteilten Eck untergebracht – alles andere, als luxuriös.

Dass Sanierungsbedarf im 1980 errichteten Haus besteht, lässt sich vor allem im hinteren Bereich erkennen, in dem sich einst eine Wohnung befand. Dort, wie am dazwischen befindlichen Schlauchturm, ist die Bausubstanz am schlechtesten, an vielen Stellen weist das Gemäuer Schäden durch Feuchtigkeit auf. Auf einem Grundstück nebenan, das die Kommune gekauft hat, soll später der Sozialtrakt stehen.

Die Sanierung soll in mehreren Abschnitten erfolgen. Der erste umfasst wohl den Abriss des gesamten hinteren Bereichs mit der ehemaligen Wohnung. Das Gerätehaus bleibt im Grundriss stehen. Beim dahinter liegenden Bauhof fehlt es ebenso an Räumen und Garagen, zwei neue Stellplätze für die Fahrzeuge der Gemeinde sind laut Bürgermeister Nickel nötig. „Wir werden auch eine Waschhalle bauen. Zur Zeit müssen unsere Fahrzeuge im Freien gewaschen werden, auch die Streufahrzeuge. Stellen sie sich mal im Winter draußen hin bei zehn Grad minus“, verweist er auf den Bedarf.

Der Umbau des Gemeinschaftsprojekts Bauhof/Feuerwehrhaus soll in verschiedenen Abschnitten erfolgen, wobei die Feuerwehr Priorität hat, so Nickel. „Ich denke, es wird zwei bis drei Jahre dauern, bis alles fertig ist.“ Der laufende Betrieb müsse ja in der Zeit aufrecht erhalten werden. Das Ganze werde nicht einfach, und wohl auch nicht billig. „Aber da müssen wir durch, um zeitgemäß arbeiten zu können“, meint der Bürgermeister.



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