MAINSTOCKHEIM

Zu viele Daten im Netz

Transparenz ist gut, zu viele Daten im Netz wohl nicht. Diese Erfahrung mussten drei Mainstockheimer Gemeinderäte machen, wie stellvertretende Bürgermeisterin Nadja Seynstahl in der Ratssitzung am Donnerstagabend berichtete.
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Auf dem Weg zur Datenautobahn: Gesellschaft und Wirtschaft in den Haßbergen müssen sich überlegen, wie sie die Digitalisierung nutzen wollen.FOTO: Sebastian Kahnert, dpa

Transparenz ist gut, zu viele Daten im Netz wohl nicht. Diese Erfahrung mussten drei Mainstockheimer Gemeinderäte machen, wie stellvertretende Bürgermeisterin Nadja Seynstahl in der Ratssitzung am Donnerstagabend berichtete.

Eine gehörige Portion an persönlichen Daten hatten die Mainstockheimer Gemeinderäte auf der Website der Gemeinde präsentiert: Foto, Name, Geburtsdatum, Adresse, Mail-anschrift, Beruf und Parteiangehörigkeit waren da zu lesen. Der Name eines Rates, das Geburtsdatum eines weiteren und die Mailadresse eines dritten Rates wurden nun dazu genutzt, die Sim-Karte eines Mobilfunkbetreibers frei zu schalten.

Aufgeflogen ist das erst, als bei einem Gemeinderat eine Bestätigungsmail für die Freischaltung einging. Die Gemeinde reagierte sofort und nahm die Mailadresse und das Geburtsdatum der Räte von der Website. Welche Daten nun weiter auf der Internetseite stehen, das bleibt jedem Rat selber überlassen.

Ein Blick ins Netz zeigt, dass die Mainstockheimer Räte recht freizügig mit ihren Daten umgehen. Während Albertshofen und Buchbrunn gar keine eigene Website haben und Informationen nur über die Seite des Landkreises zu haben sind – dort finden sich die Namen der Albertshöfer Räte, die Buchbrunner nicht –, haben Sulzfeld und Biebelried eigene Internetauftritte. Und hier wiederum verraten die Biebelrieder die Namen ihrer Ratsmitglieder und die Fraktionszugehörigkeit, von den Sulzfelder Räten ist nicht einmal der Name zu finden.

Weitere Punkte

Mitte Oktober wird es in Mainstockheim eine weitere öffentliche Energieberatung geben. Themen dabei: Gebäudesanierung, Kleinnahwärme-Lösungen und die mögliche Einbindung der Biogasanlage zur Wärmeversorgung.

Wie soll mit dem Ergebnis des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ umgegangen werden? Rätin Nadja Seynstahl empfahl, einen Leitfaden zur Fassadenbegrünung erstellen zu lassen. Erste Empfehlungen dafür will sich die Gemeinde von der Kreisfachberatung holen. Wenn Informationen über Kosten und ähnliches vorliegen, soll das Thema anschließend wieder im Gemeinderat diskutiert werden.

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