KITZINGEN

Zu Fuß und mit dem Rad nach Trebnitz

In diesem Jahr gibt es einige spannende Begegnungen innerhalb der Kitzinger Städtepartnerschaft mit dem italienischen Montevarchi, dem französischen Prades und dem polnischen Trzebnica (Trebnitz). Außerdem wird das 30-jährige Jubiläum mit den Partnern in Frankreich und Italien gefeiert.
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Erforschen die Städtepartnerschaften: Das Projekt einer „Verjüngungskur für die Kitzinger Partnerschaften“ stellten Schülerinnen des Armin-Knab-Gymnasiums beim Freundeskreis der Partnerstädte Kitzingen vor (von links): Angelika Soldan, Oberstudienrätin Antje Pöllot, Hanna Gückel, Sabine Penka, Vorsitzender Bernd Moser und Luisa Moser. Foto: Foto: WILLI PAULUS

In diesem Jahr gibt es einige spannende Begegnungen innerhalb der Kitzinger Städtepartnerschaft mit dem italienischen Montevarchi, dem französischen Prades und dem polnischen Trzebnica (Trebnitz). Außerdem wird das 30-jährige Jubiläum mit den Partnern in Frankreich und Italien gefeiert. Die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages mit Trebnitz jährt sich zum fünften Mal.

In der Jahresversammlung des Freundeskreis der Partnerstädte Kitzingen im Rathauskeller informierten Alt-Oberbürgermeister Bernd Moser als Vorsitzender und die Referenten die Mitglieder über das Programm. Mit Trebnitz ist der Austausch in diesem Jahr besonders lebhaft, machte Claus Lux deutlich. Ende Mai fährt die Lehrerin Karin Winkler mit Schülern der Friedrich-Bernbeck-Schule zu einem Gegenbesuch an das Gymnasium im schlesischen Städtchen.

„Verjüngungskur für die Kitzinger Partnerschaften.“
Thema einer Seminararbeit von Schülerinnen des Gymnasiums

Im Juni, in der Pfingstwoche, haben sich Läufer der Turngemeinde Kitzingen und Radfahrer der TG-Velo Kitzingen die Strecke über 650 Kilometer von Kitzingen nach Trebnitz vorgenommen. Im September fährt eine Kitzinger Delegation zur Feier des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft für fünf Tage zum „Apfelfest“ nach Trebnitz, das dort als großes Stadtfest gefeiert wird. Geplant ist die Teilnahme der Big-Band der Städtischen Musikschule, die auf der Festbühne ein Konzert geben soll. Das Rendezvous der Sinne (Kultur trifft Geschmack) des Partnerschaftsvereins am 26. September in der Kitzinger Rathaushalle hat heuer das Thema Polen. Claus Lux lässt zur Zeit alle Verbindungen spielen, dazu den aus Trebnitz stammenden Gewinner von „Polen sucht den Superstar“ für einen Auftritt nach Kitzingen zu holen. Wie Claus Lux weiterhin informierte, ist in der Schlesischen Heimatzeitung auch ein von ihm verfasster Bericht über die Partnerschaft zwischen Kitzingen und Trebnitz erschienen.

Besuch aus Montevarchi kommt zum Besuch des Kitzinger Weinfestes vom 27. bis 30. Juni nach Kitzingen, teilte Referentin Karin Winkler mit. Der 30. Geburtstag der Partnerschaft soll dabei mit einem kleinen Festakt im Rathaus gefeiert werden. Montevarchi soll Kitzingen auch beim Europäischen Wettbewerb „Entente Florale“ unterstützen mit Tipps zur Anlage eines Partnerschaftsbeetes durch den Freundeskreis der Partnerstädte in Kitzingen.

Alle Partnerschaftsstädte betrifft ein bayernweites Musikprojekt, für das der Stadtrat laut Karin Winkler eine ansehnliche Summe bewilligt hat. Mit dem „Duo Hammerling“, zwei Musikpädagogen, wurde ein Vertrag über einen Workshop vom 2. bis 6. Juni geschlossen. Daran teilnehmen sollen junge Musiker im Alter von 14 bis 20 Jahren aus Kitzingen und seinen Partnerstädten. Jocelyn Nicoly, Referentin für Prades lobte das große Interesse am Tag des offenen Rathauses zum 450-jährigen Bestehen am Info-Stand des Partnerschaftsvereines.

Vom 4. bis 11. April werden Schüler aus Prades das Armin-Knab-Gymnasium besuchen und es konnten auch schon Jugendliche für den Musik-Workshop gewonnen werden. Eine Prader Delegation kommt ebenfalls zum Kitzinger Weinfest vom 26. Juni bis 1. Juli zu Besuch. Für eine Schülerin des AKG ist in Prades ein Praktikum im Sommer in Planung. Beim Partnerschaftsbeet für „Entente Florale“ will sich Jocelyne Nicoly um den französischen Beitrag kümmern.

Bernd Moser dankte der Stadt Kitzingen für die Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis. Dies sei nicht selbstverständlich. So gebe es in den Partnerstädten manchmal Probleme beim Austausch, wenn die politische Ausrichtung des Partnerschaftsvereins und des Rathauses verschieden ist. Besonders begrüßte Moser das Engagement von jungen Leuten in Kitzingen zur Förderung des Jugendaustausches. Dazu stellten Lehrerin Antje Pöllot und vier ihrer Schülerinnen vom Armin-Knab-Gymnasium das „Projektorientierte Seminar zur Studien- und Berufsorientierung“ (P-Seminar) vor, das in der Oberstufe seit Einführung des G 8 zu den Pflichtfächern gehört. Unter dem etwas flapsigen Arbeitstitel „Verjüngungskur für die Kitzinger Partnerschaften“ engagieren sich 13 Schülerinnen und zwei Schüler des AKG dafür, die Partnerschaften auch für Jüngere interessant werden zu lassen. Die Ideen hierfür kommen in erster Linie von den Schülern selbst. Als Lehrerin des P-Seminars steht Antje Pöllot den Schülern meist nur moderierend zur Seite. Am Ende des dritten Semesters erhalten die Schüler ein Zertifikat und eine Note, die ins Abitur einfließt.

Partnerschaft im Internet: Für die Kitzinger Bürger hat der Freundeskreis der Partnerstädte auch eine eigene Internetseite angelegt unter www.partnerschaftsverein-kitzingen.de

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