Sommerach

Ziel: Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen

"Bei uns auf der Weininsel ist die Natur in Ordnung." Stellvertretender Landrat Paul Streng sagte dies am Mittwoch, anlässlich des Abschlusses der Flurneuordnungen Sommerach 5 und Nordheim 5.
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Im Zuge des Abschlusses der Flurneuordnung Sommerach und Nordheim 5 wurden prägnante Punkte in der Weinbergsflur in Augenschein genommen. Unser Bild wurde an einer Weinbergsschaukel aufgenommen und zeigt (hintere Reihe, von links): Nordheims Bürgermeister Guido Braun, Rainer Braun, Benno Then, Simon Trost, Projektleiter Michael Schneider, Elisabeth Drescher und Projektleiter Franz-Josef Lang, (vorne, von links): Weinbaupräsident Artur Steinmann, der Sommeracher Bürgermeister Elmar Henke und stellvertretender Landrat Paul Streng. Foto: wabr/Walter Braun

"Bei uns auf der Weininsel ist die Natur in Ordnung." Stellvertretender Landrat Paul Streng sagte dies am Mittwoch, anlässlich des Abschlusses der Flurneuordnungen Sommerach 5 und Nordheim 5.

Streng freute sich nach einer Rundfahrt durch die Sommeracher und Nordheimer Weinberge über "viel Biodiversität und lobte auch die beiden Projektleiter der Flurbereinigungsmaßnahmen Franz- Josef Lang (Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft  Sommerach 5) sowie Michael Schneider (TG Nordheim 5). "Es wurde sehr viel geschaffen", betonte der Landrat-Stellvertreter und zeigte sich rückblickend begeistert von der Vorreiterrolle der Sommeracher Winzer, die sich bereits 1956 für eine Neuordnung für Rebflächen aussprachen. "Wir sind stolz, dass wir in unserem Weinkultur- und Kreativ-Landkreis solche Gemeinden wie Sommerach haben", betonte Streng.

Rückblick

Bürgermeister Elmar Henke hatte eingangs der Zusammenkunft im Rathaus die Verantwortlichen der Flurbereinigungsabschnitte Nordheim und Sommerach 5 begrüßt und an das gemeinsame Ziel des Inselprojektes "nämlich Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen" erinnert.

Der Gemeindechef verwies in Punkto Biodiversität und Renaturierung auf zahlreiche neu geschaffene Strukturen in den Weinbergen und in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Besondere Erwähnung fand auch die seit 1956 ununterbrochene Flurneuordnung in Sommerach sowie der Aufbau der Tropfbewässerung, die im Zuge einer Flurbereinigungsmaßnahme und mit Unterstützung des Landschaftsministeriums in den Jahren 2006/2007  auf zirka 200 Hektar in der Sommeracher Gemarkung installiert wurde.

Neue Lebensräume

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Sommerach 5 Franz-Josef Lang stellte fest, dass es in der Flurneuordnung darum ging, die Bedingungen für eine zeitgemäße Weinbergbewirtschaftung zu verbessern. Gleichzeitig war es aber auch wichtig, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen.

Die Kosten für den Wegebau in der Flurneuordnung Sommerach 5 bezifferte Franz-Josef Lang auf zirka 1,4 Millionen Euro, davon gab es Förderungen aus Landes- und EU- Mitteln in Höhe von  825 000 Euro. Einen kurzen Einblick in die Flurbereinigungsgeschichte der Gemeinde Nordheim gab Michael Schneider. Der Vorsitzende der TG Nordheim 5 erinnerte an durchgeführte Neuordnungen seit 1975 und verwies auf etwa 20 neu geschaffene Strukturen in den Weinbergen. Die Kosten für den Wegebau im Abschnitt 5 beliefen sich auf zirka 2,2 Millionen Euro. Hierfür gab es Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Vorreiterrolle übernommen

Weinbaupräsident Artur Steinmann betonte, dass die Mainschleife in Punkto Weinbau schon immer eine Vorreiterrolle übernommen hat. Er lobte die Weitsicht der Sommeracher Winzer: " Man müsse in der Natur weit voraus denken", so der Präsident. Seinen Ausführungen zufolge hat man es geschafft, eine Balance zwischen Nützlingen und Schädlingen herzustellen". Ökologie und Önologie müssen sich nicht ausschließen, so Steinmann abschließend.  

Bei der Rundfahrt durch die Sommeracher und Nordheimer Flur wurden prägnante Punkte der  Flurbereinigungsmaßnahmen in Augenschein genommen, die entsprechenden Erläuterung gab Bürgermeister Elmar Henke.  

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