Volkach

Zeitkapsel bezeugt Geburt des Volkacher Sonnenhotels

Der Grundstein für das neue Volkacher Sonnenhotel „Weingut Römmert“ mit 104 Zimmern ist gelegt. Und auch der Zeitpunkt der Eröffnung steht schon fest.
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Grundsteinlegung an der Baugrube für das neue Sonnenhotel in Volkach: Bauleiter Werner Weipert steckt die Zeitkapsel in das Betonfundament. Architekt Manfred Stockinger, Weinbaupräsident Artur Steinmann, Bürgermeister Peter Kornell, Landrätin Tamara Bischof und Investor Peter Heidecker (von rechts) machen den symbolischen Spatenstich.

Eine kupferne Zeitkapsel, befüllt mit der Montagsausgabe der Main-Post, einer Flasche Frankenwein und den Bauplänen, bezeugt die Grundsteinlegung des neuen Sonnenhotels „Weingut Römmert“. Etwa 100 Ehrengäste wohnten am Montagvormittag der Geburtsstunde des Wein-Themen-Hotels an den Volkacher Erlachhöfen bei, während die Bagger bereits die riesige Baugrube ausgehoben hatten.

Landrätin Tamara Bischof und Bürgermeister Peter Kornell mauerten die Kapsel in eine Betonschale ein, die im Fundament verankert wird. Das künftige Sonnenhotel bietet 104 Zimmer und einen 1000 Quadratmeter großen Wellnessbereich. Bauherrin ist die Römmert Wein- und Ferienland GmbH.

„Eigentlich wollte ich nur in ein paar Ferienwohnungen investieren“, sagte Peter Heidecker bei der Grundsteinlegung am Weingut. Mehrere Faktoren hätten den Investor und Gesellschafter dazu bewegt, ein Hotel zu errichten. Er dankte den früheren Betreibern des Weinguts, Isolde und Wolfgang Flammersberger, für viele Jahre guter Zusammenarbeit. Sie seien die guten Seelen am Weingut gewesen. Sein Dank galt Tourismuschef Marco Maiberger und dem Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Hermann Kolesch. Sie hätten ihm die „Hotel-Gene eingepflanzt“. Einen bedeutenden Anteil an der Realisierung des Projekts habe die Volkacher Junge Union, die „ das Hotel gefordert und gefördert“ habe. Die Planentwicklung sei gut gewesen, vor allem die Zusammenarbeit mit den Bauämtern im Landratsamt und bei der Stadt Volkach konstruktiv. Heidecker lobte den Architekten Manfred Stockinger und sein Team für „Kreativität und Kostenbewusstsein“.

Als „wichtigen Tag für die Region“ bezeichnete Bürgermeister Peter Kornell den Startschuss für das Hotel, dessen Verwirklichung ein langer, steiniger Weg vorausgegangen war. Der hiesige Weintourismus werde durch Heideckers Investition in ein Hotel gefördert. Schon seine Ratskollegin Helena Gerstner habe vor ihrem Tod gefordert: „Wir brauchen ein großes Hotel an der Mainschleife“, erinnerte das Stadtoberhaupt. Kreischefin Tamara Bischof meinte: „Das neue Weinhotel ist eine Bereicherung des Bettenangebots, eine echte Win-Win-Situation.“ Immer mehr Gäste kämen in den Weinlandkreis Kitzingen, was große Kapazitäten an Übernachtungsmöglichkeiten erfordere. Wenn ein Investor „von außen zu uns kommt, dann ist das ein Zeugnis für eine starke Weinbauregion“, sagte Artur Steinmann. Der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands war zusammen mit der Fränkischen Weinkönigin Silena Werner zum symbolischen Spatenstich gekommen und sieht das neue Sonnenhotel als „eine große Chance“. Mit Heidecker habe man einen „Verfechter des Frankenweins“ gewonnen.

Die künftige Betreiberin des Sonnenhotels, Karina-Anna Dörschel, versprach, ihre ganze Kraft in das Gelingen des Projekts zu investieren. Die Sonnenhotels Deutschland Organisations GmbH, ein Familienunternehmen, betreibt laut Dörschel zehn Hotels in Deutschland und Österreich. Im Sommer 2019 soll das Hotel eröffnet werden.

Das Projekt Sonnenhotel

Die Römmert Wein- und Ferienland GmbH gehört zur Münchner Pelaba Investmentgruppe. Diese investiert schwerpunktmäßig in Wohn- und Gewerbeimmobilien im Großraum München, in erneuerbare Energie im In- und Ausland sowie in Ferien- und Hotelprojekte in touristischen Wachstumsregionen. 2015 hat sie das 100 Jahre alte Weingut Römmert erworben und auf rund 20 Hektar Rebfläche vergrößert.

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