„Alte Bekannte“ fanden sich auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Sulzfeld wieder.

• Schon einmal hatte der Ausschuss den Antrag eines Bürgers aus der Segnitzer Straße abgelehnt. Der wollte entlang seines Grundstück einen Metallzaun errichten und hat dies inzwischen auch getan. Das Problem: Der Bebauungsplan lässt dort nur Einfriedungen mit einer maximalen Höhe von 1,30 Metern ab Oberkante des Gehsteiges zu. Das Grundstück des Antragstellers ist mit einer Stützmauer eingefasst, die Höhe des Zaunes beträgt, gemessen ab der Oberkante der Mauer, zwischen 1,40 und 1,60 Meter. Um den Zaun „optisch“ in den Hintergrund zu rücken, wurde dahinter eine Hecke gepflanzt. Jetzt hatte der Mann erneut eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes beantragt, der vom Ausschuss einstimmig abgelehnt wurde. Jetzt muss der Zaun auf 1,30 Meter gekürzt werden; die Begrünung bleibt.

• Abgelehnt hat das Gremium den Antrag einer Familie aus der Weingartenstraße. Die möchte das undicht gewordene Dach einer Garage mit einer Terrasse überdachen. Das Vorhaben weicht in mehreren Punkten von den Festlegungen des Bebauungsplanes ab. Die 37 Quadratmeter (zulässig 30 Quadratmeter) große Terrasse sollte mit einem Flachdach aus Kunststoff versehen werden. Zugelassen sind aber nur Pult- oder Satteldächer mit einer Dachneigung von mindestens 15 Grad und einer maximalen Tiefe von drei Metern. Das beantragte Dach hätte eine Tiefe von 5,20 Metern gehabt.

• Befürwortet wurde der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage an der Winterleite 19. Es wurden Befreiungen von den Festlegungen des Bebauungsplanes erteilt. Statt eines Vollgeschosses und eines ausgebauten Dachgeschosses darf der Bauherr zwei Vollgeschosse errichten. Der Dachüberstand darf statt 25 Zentimetern 30 Zentimeter betragen. Da das Haus einen Kniestock mit einer Höhe von 50 Zentimetern erhält, kann die Dachneigung 45 Grad, statt der im Plan festgeschriebenen 35 bis 40 Grad betragen.

• Ebenfalls zugestimmt hat der Ausschuss dem Antrag von Winfried Luckert. Er möchte seine Heckenwirtschaft in der Maingasse 22 in eine Vinothek umwandeln. Da es sich nicht um die Neueinrichtung einer Gaststätte handelt, darf der Betrieb auch nach 22 Uhr geöffnet haben. • Unter Erfüllung einiger Auflagen darf der Eigentümer eines Anwesens in der Weingartenstraße auf seinem Gebäude ein Zwerchhaus beziehungsweise Gauben errichten. Abgelehnt hat das Gremium ein acht Meter langes Gauben-Band. Stattdessen dürfen einzelne Gauben mit einer maximalen Breite von 1,30 Metern errichtet werden. Keine Einwände hatte der Ausschuss gegen das Zwerchhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes. Durch den geplanten Umbau darf aus dem jetzigen Dachgeschoss kein Vollgeschoss werden. Falls für die Dachgeschosswohnungen kein Bestandsschutz besteht, muss der Bauherr zwei zusätzliche Stellplätze nachweisen und Beiträge nachentrichten.