Dettelbach
Kino

Wotan Wilke Möhring zu Gast in Dettelbach

Wotan Wilke Möhring kommt mit seinen Schauspielerkollegen und Regisseur Andre Erkau ins Cineworld. Die Fans warten schon und sparen nicht mit Lob für seinen neuen Film.
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Wotan Wilke Möhring lässt sich mit seinen Fans fotografieren: Tanja Weidener hat eine bleibende Erinnerung an den Abend. Fotos: Marina Zimmermann
Wotan Wilke Möhring lässt sich mit seinen Fans fotografieren: Tanja Weidener hat eine bleibende Erinnerung an den Abend. Fotos: Marina Zimmermann
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Das Publikum im Saal wartete geduldig, bis der letzte Name des Abspanns durch war. Es hatte soeben die Voraufführung des Films "Das Leben ist nichts für Feiglinge" erleben dürfen. Ein Film voller Emotionen. Die humorvollen Dialoge und Szenen überspielen souverän den traurigen Hintergrund. Am Ende siegt die Liebe, die Liebe des Vaters zu seiner Tochter. Diese Metamorphose war für Wotan Wilke Möhring sehr wichtig gewesen. Dafür hatte sich der dreifache Vater eingesetzt. Das kam beim Publikum sehr gut an.

"Dankeschön für diesen Film. Ich hatte echt einen tollen Abend!" Tanja Freitag dürfte den allermeisten Anwesenden aus der Seele gesprochen haben. Sie hatte gar keine Fragen an den Schauspieler, nur das Bedürfnis, sich für die erlebten Gefühle zu bedanken.

"Dieser Film liegt mir sehr am Herzen", begann Regisseur André Erkau seine Einführung. "Ich bin der Anwalt der Geschichte und nehme die Figuren ernst." Drei Jahre hatte er gebraucht, um die nötigen Gelder aufzutreiben. "Keiner wollte einen Film über den Tod machen. Aber wir haben einen Film über das Leben gemacht, in dem die Liebe siegt."

Deshalb hat sich Wotan Wilke Möhring spontan entschlossen, bei der Finanzierung mitzuwirken. Er stellte sich auch gleich als Executive Producer vor. "Ich bin in diesem Film EP. Das ist mir wichtig." Er glaubt an diese Geschichte und er mag besonders den Autor, Gernot Gricksch. "Seine Bücher kann man blind drehen."

Regisseur Erkau ließ keinen Zweifel: "Der Film ist ein Vergrößerungsglas der Probleme, die uns im Leben begleiten", antwortete er auf die Frage von Angelika Lindemann-Müller aus dem Publikum. Sie wollte wissen, ob der Film biographische Hintergründe hätte.

Helen Woigk war auch sofort begeistert gewesen, als sie das Buch gelesen hatte. "Es ist meine erste große Rolle und ich bin sehr glücklich", verriet die bildhübsche Jungschauspielerin. Mit der speziellen Kleidung für ihre Rolle hatte sie keine Probleme. Sie habe viele Freunde, erzählte sie munter, die so rumlaufen. "Ich bin auch zum Casting komplett in Gothic Groovy erschienen." Auf die Frage, wie lange sie zum Schminken benötigte, kam die Blitzantwort von ihrem Kollegen Wotan: "Ein bisschen Mehl drauf und fertig. Geht schnell."

Überhaupt war der routinierte Schauspieler an diesem Abend gut gelaunt. Mit viel Witz und Humor beantwortete er die Fragen der Pressevertreter. Dabei ließ er sich keineswegs in eine Schublade zwängen. Braucht er auch nicht. Nach 90 verschiedenen Filmen, darunter die Adlon-Trilogie und der Blockbuster "Mann tut was Mann kann" wird er demnächst als Tatort-Kommissar in Hamburg ermitteln. Danach könnte es noch einen Film mit André Erkau geben. "Während des Drehs haben wir viel gelacht. Ein guter Scherz kann die Grundlage für den nächsten traurigen Dreh bilden." Die Zusammenarbeit klappte wunderbar, warum also nicht fortsetzen. "Never change a winning team", stimmte der Regisseur zu und verriet, dass es schon laufende Gespräche für eine weitere Verfilmung eines Buches von Gernot Gricksch gibt.

Nach unzähligen preisgekrönten Kurzfilmen ist André Erkau gerade erst auf den Geschmack gekommen, Kinofilme zu drehen - und eine neue Technik begeisterte ihn besonders. "Es ist der erste Film, der in Deutschland mit einem Oktocopter gedreht wurde." Durch diesen achtarmigen Helikopter kann die Kamera Bilder stabiler und schärfer aufnehmen. "Wir hatten ihn nur vier Tage zur Verfügung, aber wir hatten dafür einen tollen Kameramann. Man spürt geradezu, wie die Kamera atmet. Das ist toll für den Film."

Im Foyer des Cineworld gab es natürlich noch Autogramme und Fotos für alle. Die drei Stars kannten keine Berührungsängste. Tanja Weidener spürte noch lange nach dem Foto die Hand von Wotan Wilke Möhring auf ihrer Schulter: "Ein Superfilm! Man kann ihn nur empfehlen", lautete ihr Fazit.

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