Düllstadt

Worst-Case-Szenario auf der B 22

Die geplante Dorferneuerung in Düllstadt und der Ausbau der Bundesstraße 22 verzögern sich weiter. Bürgermeister Volker Schmitt teilte in der ersten von fünf Bürgerversammlungen in den Schwarzacher Ortsteilen am Montag in Düllstadt mit, dass die Brücke über den Castell-Bach und der Wasserdurchlass saniert werden müssen. "Jedes Jahr denken wir, es geht bald los", sagte Schmitt enttäuscht. Sollte der Ausbau der Autobahn zwischen Dettelbach und Wiesentheid früher beginnen, "haben wir den 'Worst Case'", so Schmitt. Weil dann die Umleitung der A 3 über Düllstadt führt, könnte sich der Beginn der seit langem geplanten Dorferneuerung auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben.
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40 Frauen und Männer lauschten in der ersten von fünf Bürgerversammlungen des Marktes Schwarzach am Montag den Ausführungen von Bürgermeister Volker Schmitt (links). Foto: Peter Pfannes

Die geplante Dorferneuerung in Düllstadt und der Ausbau der Bundesstraße 22 verzögern sich weiter. Bürgermeister Volker Schmitt teilte in der ersten von fünf Bürgerversammlungen in den Schwarzacher Ortsteilen am Montag in Düllstadt mit, dass die Brücke über den Castell-Bach und der Wasserdurchlass saniert werden müssen. "Jedes Jahr denken wir, es geht bald los", sagte Schmitt enttäuscht. Sollte der Ausbau der Autobahn zwischen Dettelbach und Wiesentheid früher beginnen, "haben wir den 'Worst Case'", so Schmitt. Weil dann die Umleitung der A 3 über Düllstadt führt, könnte sich der Beginn der seit langem geplanten Dorferneuerung auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben.

Die jüngste Mitteilung des Staatlichen Bauamts, dass beide Brücken erneuert werden müssen, habe die Planungen "wieder eineinhalb Jahre nach hinten geschmettert", erläuterte das Gemeindeoberhaupt den 40 anwesenden Bürgern. Die Bauzeit für die Brücken werde etwa zwei Jahre betragen. Schmitt rechnet mit dem Baubeginn "nicht vor 2021". Sollte also im kommenden Jahr der Autobahnausbau rund um die Abfahrt Kitzingen/Schwarzach beginnen, haben die Düllstädter erneut schlechte Karten. Sie müssen dann auf den Ausbau der B 22 weiter warten und zusätzlich den Umleitungsverkehr der Autobahn ertragen.

Zu früh an den Bächen gemäht

Kein Wunder, dass sich die Diskussionen in der Bürgerversammlung vor allem um dieses Thema drehten. Viele befürchten "chaotische Verhältnisse". Es gab aber auch noch weitere Wortmeldungen. Harald Sauer vermisst einen Fußweg zwischen dem Gewerbegebiet "Südlich der B 22" in Stadtschwarzach und dem Ortsteil Düllstadt. Genervt hat ihn die Erneuerung der B 22 zwischen dem Kreisverkehr bei Stadtschwarzach und der Ortseinfahrt von Düllstadt in diesem Jahr. Die Umleitungen, insbesondere ins Gewerbegebiet, seien nicht gut beschildert gewesen. Bewusst sei ihm, dass die Gemeinde nicht für die Missstände verantwortlich sei, sondern das Staatliche Bauamt. Ein Düllstädter meinte, dass viele Verkehrsteilnehmer selbst schuld an dem Chaos gewesen seien. Ein Düllstädter wünscht sich einen Kreisverkehr auf der B 22 an der Kreuzung Gewerbegebiet/Stadtschwarzach/Stephansberg.

Bemängelt wurde der schlechte Straßenzustand auf der B 22 im Bereich des Fahrbahnteilers an der Ortseinfahrt. Vor allem die vielen Laster würden hier großen Lärm verursachen. Weiteres Thema war die Atzhäuser Straße. Während sich ein Bürger über viele Raser beschwerte und das Aufstellen eines Geschwindigkeitsmessgeräts forderte, wünschte sich Ortssprecher Manfred Thomann eine Verbreiterung der Straße. Einer Bürgerin gefiel nicht, dass die Grünstreifen an den Bachläufen mit Blick auf die Artenvielfalt und den Naturschutz zu früh im Jahr gemäht werden.

Zwei erfreuliche Mitteilungen servierte Bürgermeister Schmitt am Ende des dreistündigen Treffens in der Scheune der Familie Ankenbrand: Zum einen bekommt Schwarzach wieder eine Apotheke. In der ehemaligen Backstube am Stadtschwarzacher Marktplatz können bald wieder Rezepte eingelöst werden. Zum anderen wird der geplante Tegut am Parkplatz in Münsterschwarzach 2020 gebaut. Das Projekt hat sich verzögert, weil die Auftragsbücher der Baufirmen randvoll sind.

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