VOLKACH

Wohnen in Altstadtnähe

Der Stadtrat hat die Änderung des Bebauungsplanes An der Eichfelder Straße verabschiedet. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei dürfen Wohngebäude errichtet werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Platz für Wohnhäuser: Mit der Änderung des Bebauungsplans hat der Volkacher Stadtrat die Voraussetzung geschaffen, dass auf der ehemaligen Gärtnerei künftig Wohnbebauung möglich ist. Foto: Foto: PETER PFANNES

Die Mitglieder des Volkacher Stadtrats haben in ihrer Sitzung am Montag die Änderung des Bebauungsplanes „An der Eichfelder Straße“ in Volkach und die entsprechende Satzung ohne Gegenstimme verabschiedet. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei dürfen künftig Wohngebäude errichtet werden. Bei der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen und der Behördenbeteiligung gab es keine einschneidenden Einwände. Das Landratsamt Kitzingen stimmte in seiner Stellungnahme der Bebauungsplanänderung ebenso zu wie alle anderen Behörden. Lediglich die Untere Naturschutzbehörde Kitzingen wies darauf hin, dass Gehölze nur außerhalb der Brutzeit gerodet werden dürfen. Der Volkacher Karl Schneider machte auf mögliche Bodendenkmäler aufmerksam. Bürgermeister Peter Kornell freute sich über die Nutzungsänderung für die Fläche an der Eichfelder Straße. „Das ist eine 1-A-Wohnlage in Altstadtnähe“, sagte das Stadtoberhaupt. Bislang war nach dem bestehenden Bebauungsplan auf dem Gelände keine Wohnbebauung möglich.

Weitere Themen im Stadtrat und im Bauausschuss:

• Peter Haupt zog als dienstältestes Ratsmitglied ein positives Fazit der Ratsarbeit in diesem Jahr. „Schöner, lebens- und liebenswerter“ sei Volkach geworden, meinte er. In finanzieller Hinsicht sei die Stadt nicht arm, weil viel Geld investiert wurde. Die Sanierung der Hauptstraße und der Georg-Berz-Straße sei eine gute Entscheidung gewesen. Die Hauptstraße werde zur Flaniermeile Volkachs. Das habe sich in den vergangenen Monaten bereits gezeigt. Haupt regte einen Probelauf für eine temporäre Fußgängerzone ab Freitagnachmittag an, was Beifallskundgebungen im Gremium auslöste. Die Neugestaltung des Mainvorlands und die Sanierung des Hallenbads sind für ihn wichtige Zukunftsaufgaben.

• Die Stadtwerke Volkach (Kommunalunternehmen) werden künftig die Abwassergebühren der Verbraucher abrechnen. Der Stadtrat hob deshalb die bisherige städtische Entwässerungssatzung sowie die Beitrags- und Gebührensatzung auf.

• Volkach ist an der Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn beteiligt, deren Jahresbericht auf den Tischen der Stadträte lag. 2013 schloss sie mit einem Minus von 4 300 Euro. Im vergangenen Jahr war ein Defizit von 1500 Euro zu verzeichnen. In den kommenden Jahren erwartet die Betriebsgesellschaft eine weitere Verbesserung der finanziellen Situation. Hoffnung scheint es für eine künftige Schienenanbindung über Seligenstadt nach Würzburg zu geben. Laut Bürgermeister Kornell „weht der Wind zurzeit gar nicht so schlecht“.

• Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Neubaugebiet „An der Schaubmühle“ in Volkach ist fast abgeschlossen. Wie Bürgermeister Kornell mitteilte, gibt es aktuell drei Bewerbungen auf jedes städtische Grundstück in dem Baugebiet. Die stadteigenen Bauplätze sollen allerdings erst verkauft werden, wenn die Erschließung komplett fertig ist. Herbert Römmelt forderte seine Ratskollegen auf, sich Gedanken darüber zu machen, wo wegen der großen Nachfrage weitere neue Baugebiete entstehen könnten. Kornell könnte sich zur Entscheidungsfindung, an welcher Stelle neues Bauland erschlossen werden soll, einen Wettbewerb vorstellen.

• Das Gewerbegebiet „Am Sonnenberg“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit und bekommt Zuwachs. Der Bauausschuss genehmigte den Bauantrag von Alicia Berezo Sastre und Christian Münch zum Neubau eines Betriebsgebäudes für Heizung und Sanitär samt Werkstatt und Büroräumen. Zurzeit ist auf dem Gelände rege Bautätigkeit festzustellen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.