Sommerach

Wofür Sommerach im nächsten Jahr Geld ausgeben wird

Nach zuletzt umfangreichen Vorberatungen und den nunmehr eingearbeiteten Änderungen wurde am Montagabend in der Jahresabschlusssitzung des Sommeracher Gemeinderates der Haushalt 2019 einstimmig verabschiedet.
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Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte in Sommerach ist mit geschätzten 1,5 Millionen Euro der dickste Brocken, den die Kommune 2020 stemmen muss. Foto: wabr/Walter Braun

Nach zuletzt umfangreichen Vorberatungen und den nunmehr eingearbeiteten Änderungen wurde am Montagabend in der Jahresabschlusssitzung des Sommeracher Gemeinderates der Haushalt 2019 einstimmig verabschiedet.  

Bürgermeister Elmar Henke sprach von einem "soliden Haushalt", der mit einem Gesamtvolumen von 5 655 000 Millionen Euro den höchsten Etat seit Jahren umfasst. Von den 5 655 000 Euro entfallen 2 880 650 auf den Verwaltungshaushalt, 2 774 000 Euro auf den Vermögenshaushalt. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich trotz ehrgeiziger Baumaßnahmen die Pro-Kopf-Verschuldung  von 650 auf 607 Euro verringern wird. Damit liegt man nur denkbar knapp über den Landesdurchschnitt (605 Euro) ähnlich großer Gemeinden, berichtete Henke.

Gute Arbeit in der Vergangenheit

Als positiv wertete der Gemeindechef die Zuführung von 412 600 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt: "Wir haben in den letzten Jahren sehr gut gearbeitet und somit die Voraussetzungen geschaffen, dass wir nunmehr notwendige Investitionen stemmen können", betonte der Gemeindechef. Besonders erwähnt wurde auch die freie Finanzspange von circa 455 000 Euro sowie die mehr als zufriedenstellende Steuerkraft der Gemeinde Sommerach, die bei 821 Euro je Einwohner liegt. Ebenfalls sehr wichtig: Auch 2019 und damit bereits im sechsten Jahr in Folge ist zum Haushaltsausgleich keine Kreditaufnahme erforderlich. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird vorsorglich auf 480 000 Euro festgesetzt, teilte Henke mit.  

In seinem Vorbericht auf das Haushaltsjahr 2019 streifte Henke kurz das zurückliegende Jahr, das im Verwaltungshaushalt zufrieden stellend verlief.

Als wichtige Maßnahmen und Kosten des Vermögenshaushaltes 2019 nannte der Bürgermeister die Planungskosten für den Erweiterungsbau des Kindergartens mit rund 71 000 Euro, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED mit 54 000 Euro, Flurbereinigungsmaßnahmen im Projekt 5 mit 30 000 oder etwa Kosten für die Schaffung eines Parkplatzes am Schwarzacher Tor mit 28 000 Euro.   

Erweiterung des Kindergarten ganz oben

Zum Investitionsprogramm der Gemeinde: Insgesamt sind es rund 2,8 Millionen Euro, die bei verschiedenen Vorhaben umgesetzt werden sollen. Auf der Liste ganz oben steht der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte mit 1,5 Millionen sowie Tiefbaumaßnahmen wie beispielsweise die Realisierung des Parkplatzes "Am Schwarzacher Tor" oder Baumaßnahmen am Sommeracher Friedhof mit Kosten von etwa einer Million. Unverändert und damit bereits zum zwölften Mal bleiben die Steuer-Hebesätze, die bei der Grundsteuer A und B 350 und bei der Gewerbesteuer 380 Punkte betragen.

Wichtigste Einnahmen des Verwaltungshaushaltes sind der Einkommensteueranteil mit 820 300 Euro, die Gewerbesteuer mit 350 000 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 320 000 Euro oder etwa die Kanalgebühren mit 259 000 Euro. Auf der Ausgabenseite sind es vor allem die Kreisumlage mit 556 200 Euro, die Zuschüsse an soziale Einrichtungen (491 800), die Zuführung an den Vermögenshaushalt (412 600) die Zuschüsse an den Abwasser-Zweckverband Schwarzach (298 850) sowie die Personalkosten mit 266 000 Euro – diese fallen besonders ins Gewicht.

Dickster Brocken auf der Einnahmeseite des Vermögenshaushaltes ist neben den Zuschüssen für Investitionen (2 163 100 Euro) die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (412 600) Euro. Dem gegenüber stehen beispielsweise Ausgaben für Hochbaumaßnahmen in Höhe in Höhe von 1 530 000 Euro oder etwa Tiefbaumaßnahmen von 1 015 000 Euro.

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