KITZINGEN

Wo sind all die Fotografen?

Ein wenig enttäuscht schauen sie schon drein, Thilo Penzhorn und Dr. Uwe Pfeiffle. Die beiden Vorstände der Klinik Kitzinger Land hätten sich deutlich mehr Einsendungen erwartet. Aufgeben gilt aber nicht: Ein zweiter Fotowettbewerb soll auf jeden Fall durchgezogen werden. „Wir wollen den Baufortschritt ja auch dokumentieren“, erklärt Dr. Pfeiffle.
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Abendstimmung über Kitzingen, geheimnisvolle Zeichnungen, im Hintergrund die Klinik. Eine von rund 25 Einsendungen. Foto: Foto: Bottek-Guist
+3 Bilder

Etwas mehr als 20 Bilder: Mehr sind innerhalb eines Jahres nicht auf den Tischen der beiden Klinikchefs gelandet. „Dabei haben wir doch hohe Preisgelder ausgelobt“, wundert sich Penzhorn. Tatsächlich: 500 Euro für den 1. Preis, 250 Euro für den Zweitplatzierten und 125 Euro für den Dritten: Das kann sich sehen lassen. „Vielleicht liegen wir doch ein wenig zu weit ab vom Schuss“, mutmaßt Dr. Pfeiffle. Den „Krankenhausberg“ hinauf, um ein paar Bilder zu schießen? Vielleicht ist das vielen zu anstrengend.

Und so stammen die meisten Einsendungen schließlich von Mitarbeitern der Klinik. Eine unabhängige Jury hat die drei Siegerfotos kürzlich ausgewählt. Die Sieger heißen Barbara Leder, Magnus Latzel und Tobias Bottek-Guist.

Ab sofort startet eine neue Runde, bei der wieder jeder begeisterte Hobbyfotograf mitmachen kann. „Nach Anmeldung lassen wir die Fotografen auch in Begleitung auf die Baustelle“, versichert Dr. Pfeiffle. Außerhalb der Umzäunung kann jederzeit fotografiert werden.

Genug Motive sollten sich auch in den kommenden Monaten ergeben, schließlich laufen die Arbeiten auf Hochtouren weiter. Seit der Grundsteinlegung im März 2015 ist viel passiert. Der neue Trakt am Eingang des Komplexes steht längst. Ende des Jahres sollen Verwaltung und Krankenpflegeschule in eine Ebene einziehen. Die zwei anderen Ebenen dienen als Ausweichquartier für die Abteilungen, die im bestehenden Trakt renoviert werden. Langfristig sollen die neuen Räume von einer geriatrischen Station und einer Wahlleistungsstation belegt werden. „Sie sind schon entsprechend angelegt“, sagt Penzhorn.

Noch vor Weihnachten sollen die rund 25 Mitarbeiter aus der Verwaltung und die zirka 70 Krankenpflegeschüler in die neuen Räumlichkeiten umziehen. Der alte Verwaltungstrakt wird dann zu einer zentralen Aufnahmestation umgebaut. Im Frühjahr 2018 soll dieser Bauabschnitt 1b vollendet sein.

Etwa vier bis sechs Wochen sind die Arbeiten derzeit im Verzug. „Ein paar Gewerke hinken wegen der Sommerferien hinterher“, bedauert Penzhorn. Angesichts der Gesamtbauzeit von rund zehn Jahren sei dieser Rückstand jedoch zu verschmerzen, auch wenn die Zeit wieder hereingeholt werden soll. Der Vorstand ist guter Dinge, dass die Arbeiten auch im Anschluss an den ersten Bauabschnitt zügig fortgesetzt werden können. Beim zweiten Bauabschnitt sollen dann die OP-Säle, die Intensivstation und die Zentralsterilisation im bestehenden Gebäude saniert werden. Während der Arbeiten werden alle Bereiche entweder im Neubau Ost oder im Bettenhaus des Hauptgebäudes untergebracht. „Wir wollen unsere Patienten und Mitarbeiter natürlich ständig vor Lärm und Schmutz schützen“, erklärt Dr. Pfeiffle. „Bisher ist das sehr gut gelungen.“ Die Pläne für den zweiten Bauabschnitt sind gerade zur Genehmigung in München.

Insgesamt rechnen die Krankenhausvorstände mit Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 90 Millionen Euro und einer Bauzeit von zehn Jahren. „Eine lange Zeit“, sagt Dr. Pfeiffle. Eine Zeit der Veränderungen. „Wir wissen jetzt schon nicht mehr, wie manche Ecken vor dem Spatenstich ausgeschaut haben.“ Auch deshalb wünscht er sich möglichst viele Teilnehmer beim nächsten Fotowettbewerb. „Die Bilder helfen uns, die Vergangenheit festzuhalten.“

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