KLEINLANGHEIM

Wo die Welt noch in Ordnung ist

Auf ein ruhiges Jahr blicken die Mitglieder der Feuerwehr Kleinlangheim zurück. Ausnahme: Das Hochwasser, das die Wehrleute Ende Mai forderte. Neben zwei kleineren Löscheinsätzen wurde die Wehr am 31. Mai gleich dreimal alarmiert, berichtete Kommandant Rainer Bock in der Hauptversammlung.
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Ausgezeichnet: Stellvertretender Landrat Paul Streng (von links) ehrte Harald Schütz, Hartmut Link und Klaus Balz; Vorsitzender Balz ehrte Alfred Bock für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr. Foto: Foto: Ralf Weiskopf

Auf ein ruhiges Jahr blicken die Mitglieder der Feuerwehr Kleinlangheim zurück. Ausnahme: Das Hochwasser, das die Wehrleute Ende Mai forderte. Neben zwei kleineren Löscheinsätzen wurde die Wehr am 31. Mai gleich dreimal alarmiert, berichtete Kommandant Rainer Bock in der Hauptversammlung.

An diesem Tag waren nach starken Regenfällen Straßen, Höfe, Häuser und Keller überflutet worden. Zusätzlich kam es am Abend zu einem Stromausfall. Hier half die Wehr mit einer Notstromversorgung Pumpen am Laufen zu halten. Bock dankte den Mitgliedern, die bei diesen Einsätzen von zuhause zusätzlich Sandsäcke, Frontlader und Tauchpumpen zur Verfügung stellten. Mit Blick auf zukünftige Hochwasserereignisse sagte er, dass die Ausrüstung der Wehr dafür verbessert werden müsse.

Auch berichtete Rainer Bock von Übungen und Schulungsabenden. Besonders stellte er eine sehr lehrreiche Übung an einer Biogasanlage in Haidt heraus. Nicht zufrieden zeigte er sich mit der Übungsbeteiligung von 43,1 Prozent. Es sei bedauerlich, dass manche Kameraden bei keiner Übung dabei waren.

Vorsitzender Klaus Balz berichtete, dass dem Verein 17 Jugendliche, 43 Aktive und 42 Passive angehören. Das Durchschnittsalter der Wehrleute liege bei 32 Jahren. Der Vorsitzende berichtete noch vom Starkbieranstich, dem Grillfest, dem Pfingstfest und vom Christbaumverkauf in der Kirchenburg.

Kein Einsatz für Wehr aus Haidt

Erfreuliches berichtete Jugendwart Dieter Brunner. Derzeit zählt die Wehr 21 Jugendliche, darunter ein Mädchen. Das ist im Verhältnis zur Anzahl der Aktiven der Spitzenplatz im Landkreis. Drei der Jugendlichen wechseln in die aktive Wehr. Für Februar ist eine Werbeaktion geplant, um eine neue Gruppe aufzubauen. Brunner berichtete von Übungen und Freizeitaktivitäten des Nachwuchses.

Albert Müller, Kommandant der Ortsteil-Wehr Haidt/Stephansberg berichtete, dass die Wehr 2013 keinen Einsatz hatte. Gemeinsam habe man das Feuerwehrhaus saniert. Das Gartenfest alle zwei Jahre sei die einzige Veranstaltung im Ort; sie sei gut besucht gewesen, so Müller.

Stellvertretende Bürgermeisterin Gerlinde Stier sagte: „Die Gemeinde ist stolz auf ihre Feuerwehren in Kleinlangheim, Atzhausen und Haidt/Stephansberg.“ Stellvertretender Landrat Paul Streng stellte fest: „In Kleinlangheim ist die Welt noch in Ordnung, hier herrschte eine gute Atmosphäre, hier wird was geleistet.“

Einmal Silber und zweimal Gold

Das Verhältnis von 21 Jugendlichen zu 43 Aktiven sei im Landkreis einmalig. Kreisbrandrat Roland Eckert sagte, 2013 seien die Wehren im Landkreis, mit Ausnahme des Hochwassers, von großen und schwierigen Einsätzen verschont geblieben. Insgesamt wurden die 105 Feuerwehren im Landkreis Kitzingen 706 Mal alarmiert. Er betonte die Bedeutung der Ortsteilwehren und deren gemeinsame Übungen mit den größeren Wehren. Vor allem tagsüber unter der Woche sei es auch bei größeren Feuerwehren schwierig, genügend Kräfte zur Verfügung zu haben.

Ebenfalls wurden Feuerwehrehrenzeichen verliehen: Seit 40 Jahren sind Hartmut Link und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Klaus Balz aktive Mitglieder der Feuerwehr in Kleinlangheim. Vom stellvertretenden Landrat Paul Streng gab es dafür das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates in Gold. Für 25 Jahre aktiven Dienst zeichnete Streng Harald Schütz mit dem Ehrenzeichen des Freistaates in Silber aus.

Um eine weitere Auszeichnung reicher ist Alfred Bock. Seit 50 Jahren gehört er der Feuerwehr an. Der ehemalige Kommandant und Vorsitzende des Feuerwehrvereins war unter anderem für den Bau des Gerätehauses verantwortlich. Bock wurde 1986 zum Ehrenkommandanten und 1989 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Vorsitzender Klaus Balz überreichte ihm einen gut gefüllten Geschenkkorb für die langjährige Treue.

Dem Dank schloss sich stellvertretende Bürgermeisterin Gerlinde Stier an. Sie überreichte den Geehrten jeweils einen Bierkrug der Gemeinde.

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