Astheim

Wo Senioren seit 25 Jahren das Tanzbein schwingen

"Das Wichtigste am Seniorentanz ist und bleibt, dass Menschen Freude an rhythmischer Bewegung erleben." Mit diesem Kernsatz lud der Seniorentanzkreis Astheim am 18. Januar 1995 zu seinem ersten Seniorentanz ein. Die Premiere im DJK-Heim in Astheim war ein großer Erfolg. 25 Jahre später feiert die Gemeinschaft um Kreisleiterin Gabriele Marquard ihre Erfolgsgeschichte.
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Immer dienstags treffen sich die Mitglieder des Astheimer Seniorentanzkreises zum "Training" und geselligen Miteinander in der DJK-Turnhalle. Mit von der Partie sind seit 25 Jahren Gabriele Marquard und ihr Mann Julius (im Vordergrund). Foto: Peter Pfannes
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"Das Wichtigste am Seniorentanz ist und bleibt, dass Menschen Freude an rhythmischer Bewegung erleben." Mit diesem Kernsatz lud der Seniorentanzkreis Astheim am 18. Januar 1995 zu seinem ersten Seniorentanz ein. Die Premiere im DJK-Heim in Astheim war ein großer Erfolg. 25 Jahre später feiert die Gemeinschaft um Kreisleiterin Gabriele Marquard ihre Erfolgsgeschichte. 

Wenn Gabriele Marquard (78) auf die vielen ehrenamtlichen Stunden zurückblickt, die sie mit Seniorentanz verbracht hat, bereut sie keine Sekunde. Mit Herzblut hat sie mit Gleichgesinnten Formationstänze einstudiert und dabei ihren Spaß gehabt. Das Spektrum reichte von Gassen-, Square-, Paar- und Kreistänzen bis hin zum Tanzen im Sitzen und meditativen Tänzen. Für die Seniorenkreischefin ist Tanz "Gedächtnistraining hoch drei", gerade richtig für ältere Menschen. Ihre Zielgruppe waren aber nicht immer nur die Senioren, denn "Tänze sind in ihren Formen so vielfältig und abwechslungsreich, dass auch das frühe und später Mittelalter angesprochen wird".

Dank-Urkunde des Würzburger Bischofs bekommen

Vor fünf Jahren erhielt sie die Dank-Urkunde des Bischofs von Würzburg, Friedhelm Hofmann, für ihr unermüdliches Engagement. Tätig ist sie im Ehrenamt, zertifiziert vom Bundesverband Seniorentanz. Auch das Herz von Ehemann Julius (79) schlägt im gleichmäßigen Tanzrhythmus. Er hat seiner Frau für ihre Leitertätigkeit immer den Rücken frei gehalten und sie bei den dienstäglichen Trainingseinheiten im DJK-Heim begleitet, jedes Jahr etwa 40 Mal. Bei den vielen Auswärtsauftritten der Tanzgruppe  – etwa zehn jährlich – steuerte er das Auto und schwang selbst das Tanzbein mit.

Gefragt nach den Vorteilen von Seniorentanz kommen seine Antworten wie aus der Pistole geschossen: Er dient der Gesundheit, regt den Geist an, schafft Kontakte, macht Spaß und erhöht das Wohlbefinden. Dankbar ist das Ehepaar Marquard, das jetzt auf die 80 zugeht, über die reibungslose Nachfolge. Seit September hat Claudia Englert-Hochholzer die Leitung übernommen. Zuversichtlich können die aktuell 17 Tanzbegeisterten aus Astheim und Umgebung also in die Zukunft blicken.

Zufrieden schaut Gabriele Marquard noch einmal zurück auf Momente, die sie nie vergessen wird. "Begeisterung und das positive Feedback der Teilnehmer" sind immer der Lohn für ihre ehrenamtliche Arbeit gewesen. "Die Leute sind so dankbar", schildert sie, dass Seniorentanz auch zum Bewältigen von schwierigen Lebenssituationen beitragen kann. Schon bei der Gründung des Tanzkreises 1995 durch 18 tanzbegeisterte Senioren – unter ihnen "Gabi" Marquard – sei dieser Gemeinschaftsgeist zu spüren gewesen, der bis heute erhalten blieb.

Den Tanznachmittagen in der Turnhalle folgten Auftritte im Fasching, bei Pfarrfesten und Seniorennachmittagen sowie an der Kirchweih und Weihnachten. Höhepunkte waren für Gabriele Marquard Auftritte bei der Bundesgartenschau in Berlin, bei der Unterfrankenmesse in Würzburg und in der Carl-Diem-Halle in Würzburg mit weit über 1000 Teilnehmern.

Die Jubiläumsfeier findet am Mittwoch, 22. Januar, von 14 bis 17 Uhr im Astheimer Pfarrheim statt.

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