Wer eine Katze als Haustier hat, kennt die Problematik: Wo bringe ich sie unter, wenn ich in den Urlaub fahre? Denn der geliebten Katze soll es während der Abwesenheit an nichts fehlen - und das ist nicht gerade einfach.
"Katzen sind keine Einzelgänger", erklärt Claudia Klotz. "Am wohlsten fühlen sie sich, wenn noch andere Katzen da sind", sagt die 41-Jährige. Gerade wenn Katzen nicht in ihrer gewohnten Umgebung wohnen, würden sie sich schneller unwohl fühlen.
Für Claudia Klotz und ihren Mann Matthias Klotz waren Katzen schon von klein auf ein Hobby. "Wir haben beide seit unserer Kindheit welche gehabt", erzählt der 44-Jährige. Als ihm angeboten wurde, die Räumlichkeiten seines Vaters zu nutzen, hat das Paar die Gelegenheit ergriffen und die insgesamt 100 Quadratmeter zu einer Katzenpension umgebaut.

Pension mit Erfolg


Im April 2010 haben sie offiziell eröffnet - mit Erfolg. Die Pension ist des öfteren ausgebucht und das nicht ohne Grund. Die Ausstattung und die Räumlichkeiten sprechen für sich. "Hier stehen Sofas, Tische, Pflanzen und Schränke wie in einem normalen Zuhause auch", erzählt Matthias Klotz. Zusammen mit den Kratzbäumen und dem anderen Katzenmobiliar steht einem schönen Aufenthalt nichts mehr im Weg.
Doch das ist nicht alles, denn Katzen sind wie kleine Kinder. "Wir spielen und kuscheln mit ihnen, beobachten sie aber auch", sagt der 44-Jährige. "Man muss sich intensiv mit den Katzen beschäftigen." Denn nur so könne man erkennen, ob es den Tieren gut geht und Krankheiten feststellen - falls solche auftreten.
"Wir wollen auf keinen Fall, dass die Katzen aufgrund des Aufenthalts hier krank werden", meint Matthias Klotz. Deshalb sei Sauberkeit enorm wichtig. Der 44-Jährige arbeitet unter der Woche, weshalb Claudia Klotz die täglich anfallenden Aufgaben in der Pension übernimmt. "Morgens um sechs Uhr gehe ich runter und bin erst mal zwei Stunden beschäftigt, um alles auf Vordermann zu bringen", erklärt sie. Aufräumen, Staubsaugen und Aufwischen stehen täglich auf dem Programm. "Das Katzenklo muss ich mehrmals am Tag sauber machen", erklärt die 41-Jährige. Um Pilzspuren oder ähnliches zu entfernen hat sich Familie Klotz ein Ozongerät gekauft. "Das ist jeden Tag zwei Stunden in einem anderen Raum. Danach ist alles richtig desinfiziert", erklärt Claudia Klotz.
Seit die Pension eröffnet ist, waren um die 150 verschiedene Katzen zu Besuch, viele davon waren nicht nur einmal zu Gast. "Wir haben viele Stammkunden, die ihre Katzen mehrmals im Jahr zu uns bringen", erzählt Matthias Klotz.
Zum Schluss gibt es noch eine ganz besondere Überraschung: Die Katzenbesitzer bekommen eine CD mit Bildern vom Aufenthalt ihrer Haustiere. Doch damit ist es nicht ganz getan. Für viele ist ihre Katze mehr als nur ein Haustier. Deshalb ist das Paar mit seinen Kunden während deren Urlaub in Kontakt. "Wir können das nachvollziehen. Als wir mal im Urlaub waren, wollten wir auch ständig wissen, wie es unseren Katzen geht", erzählt Matthias Klotz.

"Wir haben nichts bereut"


Mit der Pension wird es der Familie Klotz nie langweilig. Zusammen wohnen die drei Familienmitglieder eine Etage über der Pension. "So kann ich viel öfter nach den Katzen schauen", sagt die 41-Jährige. Und auch für die dreieinhalb Jahre alte Katharina ist die Katzenpension eine Bereicherung. "Sie spielt unheimlich gerne mit den Katzen und hat gelernt, geduldig zu sein", erzählt die stolze Mutter. Sie ist dankbar, dass ihre Tochter auch mit anpackt und ihr gerne hilft. Trotz des großen Aufwands ist die Familie froh über ihre Pension. "Wir haben nichts bereut, denn es ist etwas, was wir noch machen können, wenn wir alt sind," sagt Claudia Klotz.