Obernbreit

Wird es in Obernbreit neue Freiflächen für Solaranlagen geben?

Soll die Gemeinde weiteres Gelände für Freiflächenphotovoltaik frei geben? Eine Frage, die am Mittwochabend in der Ratssitzung kontrovers und ohne Ergebnis diskutiert wurde. Bürgermeister Bernhard Brückner stand einer Freigabe skeptisch gegenüber, möchte vor einer Entscheidung aber erst die Meinung des Energieeffizienznetzwerkes hören, das am 15. Oktober tagt. Diesem Vorschlag folgten die Gemeinderäte.
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Der Markt Obernbreit möchte die Installationen des Skulpturenparks der Kulturzeichen aus Iphofen als Leihgabe übernehmen. Foto: Robert Haaß

Soll die Gemeinde weiteres Gelände für Freiflächenphotovoltaik frei geben? Eine Frage, die am Mittwochabend in der Ratssitzung kontrovers und ohne Ergebnis diskutiert wurde. Bürgermeister Bernhard Brückner stand einer Freigabe skeptisch gegenüber, möchte vor einer Entscheidung aber erst die Meinung des Energieeffizienznetzwerkes hören, das am 15. Oktober tagt. Diesem Vorschlag folgten die Gemeinderäte.

Drei Anträge für den Bau von Solaranlagen in der Nähe der Autobahn lagen am Mittwoch dem Gremium vor, insgesamt zehn Hektar landwirtschaftliche Fläche sollen damit zur direkten Energiegewinnung durch die Sonne genutzt werden. Dazu müsste der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabensbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, informierte der Bürgermeister.

Grundsatzbeschluss begrenzt Solarflächen

Dem widerspricht jedoch ein Grundsatzbeschluss des Rats aus dem Jahr 2009, nachdem nach Ansicht des Gremiums der Markt mit zwei Solarkraftwerken seinen Beitrag zum Thema erneuerbare Energien geleistet habe, so der Sachvortrag der Verwaltung. Insgesamt wollten die Räte damals die Ausweisung von Solarflächen auf 30 Hektar begrenzen und das ist inzwischen erreicht. Dieser Beschluss müsste, sollte eine Zustimmung zu den aktuellen Anträgen erwogen werden, erst einmal wieder aufgehoben werden.

Vor allem Matthias Walz war es, der sich für eine Flächenerweiterung aussprach. Denn seit dem Jahr 2009 hat sich seiner Ansicht nach einiges verändert. Um die Klimaziele zu erreichen, seien alle gefragt. "Wenn für solche Projekte Investoren da sind, dann sollten wir uns nicht dagegen stellen", sagte er. Bauchschmerzen bereitete das Ansinnen dagegen Matthias Weidinger. Für den Bürgermeister ist der Flächenverbrauch das große Problem, da es sich zudem um gute Böden handele. Auch für Otmar Faber hat der Markt seine Hausaufgaben gemacht, eine Erweiterung der Flächen halte er für unnötig, da bereits 140 Prozent des örtlichen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien erzeugt würden. Außerdem äußerten Räte die Befürchtung, dass bei einer Genehmigung weitere Anträge folgen könnten. Die Entscheidung wurde vertagt.

Kommt Skulpturenpark nach Obernbreit?

Die Installationen des Skulpturenwegs der Kulturzeichen rund um den Iphöfer Herrengraben sollen nach Wunsch des Landratsamts nach Ende der Veranstaltung auch anderen Gemeinden zur Verfügung stehen, hieß es in der akutellen Gemeinderatssitzung. Die Obernbreiter Räte haben Interesse an den Kunstwerken geäußert und möchten diese rund um die Pröschelswiese und auch entlang eines Teils der Traumrunde installieren lassen. Bürgermeister Bernhard Brückner wird die Modalitäten und auch offene Fragen zur Versicherung klären.

Freie Flächen innerhalb und am Rande des Marktes, die für eine mögliche Bebauung geeignet sind wurden von der Verwaltung geprüft. Teilweise können sie recht einfach durch einen Klarstellungsbeschluss dafür nutzbar gemacht werden. Dazu soll eine Klarstellungssatzung erarbeitet werden, hieß es in der Sitzung. Da einige Kurvenradien des zu bauenden Kernwegenetzes zu eng sind, soll das Ingenieurbüro Horn eine entsprechende Aufweitung planen. Die Benutzungsordung des Rathauses soll erst durch den neuen Gemeinderat im kommenden Jahr überarbeitet werden.

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