KITZINGEN

Wird Kitzingen als Hitzehauptstadt abgelöst?

Es wird knapp: Ob Kitzingen seinen Hitzerekord aus dem Jahr 2015 halten kann, ist fraglich.
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Hitze in Kitzingen – entsprechend rund geht es mal wieder im Freibad. Foto: ARCHIVFoto: RALF DIETER

Es wird knapp: Ob Kitzingen seinen Hitzerekord aus dem Jahr 2015 halten kann, ist fraglich. Damals wurden gleich zweimal 40,3 Grad gemessen – der höchste jemals in Deutschland erfasste Wert. An diesem Mittwoch – so die Aussichten – soll die 40-Grad-Grenze zumindest geschrammt werden.

Verliert Kitzingen seine Position als Rekordhalter, hätte es sich auch mit der unentgeltlichen Werbung: Ging es die vergangenen Wochen um Hitze, durfte der Hinweis auf Kitzingen als Deutschlands Hitzehauptstadt nicht fehlen. Zuletzt hatte die „Süddeutsche Zeitung“ Kitzingen wegen der Hitze überregional zum „Held der Woche“ erkoren – samt des Wortspiels von Kitzingen zu Schwitzingen.

Tretmobil statt Pferd

Die Hitzewelle fordert derweil ihren Tribut – auch bei den Festen. Bei der Kitzinger Siedlerkirchweih kam Vorreiter Andreas Schütz vergangenes Wochenende nicht wie gewohnt zu Pferd. Das Tier wurde geschont, der Mann saß auf einem Tretmobil. Außerdem fehlten wegen der Temperaturen weitere Teilnehmer wie die Blumenmädchen, der Kleintierzuchtverein und eine Kindergartengruppe.

Sommerfest-Absage

Gar nicht erst stattfinden wird dagegen in Dettelbach das Sommerfest des Hornschen Spitals an diesem Mittwoch – bei mehr als 35 Grad ist die Absage ein nachvollziehbarer Schritt.

Derweil geht es in den fünf Freibädern im Landkreis rund. 17 856 Besucher hatte das Freibad in Markt Einersheim seit der Eröffnung nach der Renovierung Mitte Juni. Das weiß Elke Reischel genau, denn vor zwei Tagen hat ihre Kollegin Kassensturz gemacht. Gut 5000 Besucher mehr als sonst seien das, schätzt sie.

Auch das Abtswinder Freibad hat deutlich mehr Besucher als in den vergangenen Jahren. Aktuell sind jeden Tag zwischen 1000 und 1500 Menschen auf der Suche nach Erfrischung. Das Aqua Sole in Kitzingen zählte allein am Sonntag über 2600 Besucher.

In Gnötzheim kamen im Juli gut 3 000 Besucher. Im August waren es in den ersten sechs Tagen bereits 800. Im Volkacher Freibad schwammen seit der Eröffnung im Mai rund 25 000 Besucher, obwohl das Bad im Juli kurzzeitig wegen Sicherungsarbeiten geschlossen war.

Kältestes Wasser in Abtswind

Auch die Wassertemperaturen steigen und steigen. Im Freibad Markt Einersheim und im Kitzinger Aqua Sole ist das Wasser rund 28 Grad warm. Frisches Wasser läuft in allen Bädern immer wieder neu zu und es wird vermehrt gechlort. Probleme wegen der anhaltenden Hitze gibt es aber in keinem Freibad. Wem 28 Grad zu warm sind, der geht nach Volkach oder Gnötzheim – hier ist das Wasser in den großen Becken ein Grad kühler. Die größte Erfrischung gibt es mit 26 Grad in Abtswind.

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