Wiesenbronn
Politik

Wird Barbara Becker EU-Abgeordnete?

Seit fest steht, dass Anja Weisgerber sich für ein Mandat im Bundestag bewirbt, hat man im Kreisverband der CSU darüber nachgedacht, wer in Zukunft die Anliegen Unterfrankens im Europarat in Brüssel vertreten soll. "Wir haben uns mehrheitlich dafür ausgesprochen Barbara Becker zu empfehlen", bestätigte nun der Kreisvorsitzende der CSU, Dr. Otto Hünnerkopf.
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Barbara Becker ist die Wunschkandidatin der CSU im Kreis Kitzingen für den Europarat vor. Sie wird zur Verfügung stehen, wenn Anja Weisgerber bei den nächsten Wahlen in den Bundestag einziehen sollte.
Barbara Becker ist die Wunschkandidatin der CSU im Kreis Kitzingen für den Europarat vor. Sie wird zur Verfügung stehen, wenn Anja Weisgerber bei den nächsten Wahlen in den Bundestag einziehen sollte.
"Sie ist unbestritten eine talentierte Frau, die sehr viele Voraussetzungen mitbringt, die in einer solchen Position gefordert werden", meinte der Landtagsabgeordnete bei der Vorstellung am Samstag.Die 43-jährige Diplompädagogin, die in Wiesenbronn ihre eigene Akademie für Unternehmensberatung leitet, ist verheiratet und Mutter zweier Teenager. Sie begleitet diverse Ehrenämter zum Beispiel als Vorsitzende der Frauen-Union Kitzingen, als Mitglied im LEADER-Steuerkreis oder als stellvertretende Vorsitzende des Rummelsberger Fördervereins.

Wenn sie dann noch Zeit hat singt sie mit Leidenschaft im Wiesenbronner 3-Klang und spielt auf dem Klavier - am liebsten Rag-Time. Sportlich fit hält sie sich mit Stepptanz, tanzt bei Zumba oder sportelt mit Crosstraining.
Barbara Becker kam mit sieben Jahren nach Wiesenbronn, wo ihr Vater die elterliche Landwirtschaft übernahm und auf Bioanbau umstellte. Daher hat sie Einblick in die Probleme und Anliegen der Landwirtschaft. Lange Jahre war sie Landes- und Bundesvorsitzende der evangelischen Landjugend, vertrat in dieser Position die deutschen Jugendverbände auf europäischer Ebene. Ihr umfangreiches Sprachwissen kam ihr dabei sehr gelegen.
In ihrem Beruf lernte sie, wie wichtig eine richtige Kommunikation untereinander ist. "Es ist als EU-Kommisionsmitglied wichtig, Beziehungen knüpfen zu können, im besonderen Maße sich mit anderen auszutauschen und sie mit ins Boot holen zu können", erklärte Otto Hünnerkopf die Wichtigkeit dieser Fähigkeit Beckers.

Interessiert verfolgt Barbara Becker die Geschehnisse in Europa und die, manchmal ungewöhnlichen, Entscheidungen des EU-Parlaments. "Doch seit ich weiß, dass eine Kandidatur auf mich zukommen kann, tue ich das natürlich noch intensiver", sagt sie.Becker spricht sich dafür aus, dem Parlament mehr Entscheidungsmöglichkeiten zu geben. "Es ist Zeit, einen nächsten Schritt zu tun", meint sie. Ein Schwerpunkt der kommenden Monate müsse darin liegen, die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die Jugendarbeitslosigkeit in vielen Mitgliedsländer zu bekämpfen. "Wir können nicht eine ganze Generation preisgeben, die den Einstieg ins Berufsleben nicht findet." Im Lokalen würde sie sich für den Ausbaustop im Weinbau einsetzen. Und Otto Hünnerkopf ist der gleichen Meinung: "Der Weinanbau soll da bleiben, wo er hingehört, der Anspruch an Natur und Landschaft muss beibehalten werden."

"Mir gefällt das Ringen um Lösungen", sagt Becker. Das kennt die Komunikationstrainerin aus ihren täglichen Berufserfahrungen. "Dann muss es auch mal krachen, um danach dafür zu sorgen, dass man eine gemeinsame Lösung findet, die von allen getragen werden kann." Bei Auseinandersetzungen sollte man den Zorn des anderen aufnehmen und nicht gleich dagegen reden, erklärt sie. Und wenn im EU-Parlament mal was beschlossen wird, müsse man diese Entscheidung mittragen, auch wenn sie nicht ganz bequem ist.

Otto Hünnerkopf kennt Barbara Becker schon seit zehn Jahren. "Sie hat eine enorme Stärke, wenn sie von etwas überzeugt ist. Und sie ruht in sich und diese Ruhe braucht man, sonst kann man diesen Job nicht durchhalten", sagt er. Erst im nächsten Jahr wird der Bezirksverband der CSU entscheiden, welchen Kandidaten er ins Rennen um das Mandat im Parlament der Europäischen Union schickt. Neben Barbara Becker ist auch Jessica Lang aus dem Mainspessartgebiet im Gespräch.

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