Buchbrunn

„Wir in Buchbrunn“ stellt eigene Liste für die Gemeinderatswahl

„Wir in Buchbrunn“ oder kurz WiB nennt sich die zweite Liste, die kürzlich ihre Kandidaten zur Gemeinderatswahl in der Kommune vorstellte. Und WiB hat auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Schon seit einigen Wochen gab es Spekulationen, ob es neben der Liste der Freien Wählergemeinschaft um den amtierenden Bürgermeister Hermann Queck eine weitere Liste geben würde, heißt es in einer Pressemitteilung der neuen Gruppierung.
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Thomas Friederich ist Bürgermeisterkandidat der neuen Liste Wir in Buchbrunn (WiB). Foto: Thomas Friederich

„Wir in Buchbrunn“ oder kurz WiB nennt sich die zweite Liste, die kürzlich ihre Kandidaten zur Gemeinderatswahl in der Kommune vorstellte. Und WiB hat auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Schon seit einigen Wochen gab es Spekulationen, ob es neben der Liste der Freien Wählergemeinschaft um den amtierenden Bürgermeister Hermann Queck eine weitere Liste geben würde, heißt es in einer Pressemitteilung der neuen Gruppierung.

Im bis zum letzten Platz gefüllten Gemeinderaum stellten sich die Kandidaten vor, ehe sie nominiert wurden. Neben 40 wahlberechtigten Bürgern zeigten auch zahlreiche Kandidaten der Liste der Freien Wählergemeinschaft Interesse an der Versammlung.

Michael Friederich nimmt Stellung zur WiB-Gründung

Versammlungsleiter Jochen Kuhstrebe ließ zunächst Michael Friederich die Hintergründe erklären. Dieser verteidigte die WiB gegen „Vorwürfe“, dass man Heimlichtuerei betrieben habe: Erst am Tag vor der Nominierungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft habe sich eine kleine Gruppe dazu entschieden, eine eigene Liste ins Rennen zu schicken. Vorher habe es keine Veranlassung gegeben, mit Gedankenspielen an die Öffentlichkeit zu geben. Er habe bis zu diesem Tag selbst nicht gewusst, ob ernsthaftes Interesse an einer zweiten Liste bestehe.  

Man wolle mit einer zweiten Liste eine Alternative anbieten, die bezüglich der Altersstruktur und des beruflichen Hintergrunds der Kandidaten eine gute Mischung biete, sagte Friederich. Zudem sei man mit drei Kandidatinnen bei zwölf Plätzen auch hinsichtlich einer Frauenquote gut aufgestellt. Zum Abschluss forderte Michael Friederich die Kandidaten beider Listen auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zwar in die gleiche Richtung.

Thomas Friederich kandidiert für Bürgermeisteramt

Für eine Überraschung sorgte Thomas Friederich, der 41-jährige Sohn des ehemaligen Buchbrunner Bürgermeisters Hans Friederich: Er wolle sich nicht nur auf Platz 10 des „WiB“-Wahlvorschlags zum Gemeinderat aufstellen lassen. Nach reiflicher Überlegung habe er sich entschieden, sich neben dem amtierenden Bürgermeister Hermann Queck als Kandidat für das Amt des Rathaus-Chefs zu bewerben.

Wenn man eine eigene Liste habe, solle es auch bei der Bürgermeisterwahl eine Alternative geben, sagte Friederich.  Ausdrücklich betonte er, dass die WiB nicht als Gegner antrete, sondern neuen Schwung und eine andere Diskussionskultur in das Gremium bringen wolle. Man habe keinerlei Interesse an einem Wahlkampf gegeneinander, da er allen Kandidaten beider Listen unterstelle, allein aus Interesse an einer guten Entwicklung Buchbrunns zur Wahl anzutreten. Nur ein Miteinander im Gemeinderat führe zum Erfolg.

Friederich ist Lehrer an der Grundschule Kitzingen-Siedlung, lebt getrennt und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied im Dorferneuerungsvorstand und im Personalrat der Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk Kitzingen. 

Die Kandidatenliste zum Gemeinderat wurde mit sieben Gegenstimmen angenommen, die Kandidatur von Thomas Friederich mit acht Gegenstimmen.

Die Kandidatenliste der WiB in der Reihenfolge der Platzierung: Simon Pohley, Michael Friederich, Susanne Sattes, Maximilian Hartmann, Frank Balling, Tim Zink, Andrea Wagner, Joshua Minte, Andreas Gernet, Thomas Friederich, Christian Heid und Stefanie Hüsam.

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