MARKT EINERSHEIM

Winterlinde für den Marktplatz

Derzeit wirkt der Markt Einersheimer Rathaus-Vorplatz etwas kahl, nachdem die jahrzehntelang ortsbildprägende Marktplatz-Linde gefällt werden musste. Diesen Zustand will der Gemeinderat noch in diesem Sommer beheben: Der Marktplatz soll ein neues Gesicht bekommen. „Das ist ein Platz für alle“, erklärte Bürgermeister Herbert Volkamer beim Ortstermin des Bauausschusses am Dienstag. Dazu hatte er alle Ratsmitglieder eingeladen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bank und Baumstumpf verschwinden: Derzeit sieht der Marktplatz in Markt Einersheim etwas kahl aus, doch bald wird ein Ersatz für die Marktplatzlinde kommen. Die Räte legten am Dienstag vor Ort die Pläne zur Umgestaltung vor und im Herbst sollen sich die Bürger über einen neuen Marktplatz freuen können. Foto: Foto: Hartmut Hess

Derzeit wirkt der Markt Einersheimer Rathaus-Vorplatz etwas kahl, nachdem die jahrzehntelang ortsbildprägende Marktplatz-Linde gefällt werden musste. Diesen Zustand will der Gemeinderat noch in diesem Sommer beheben: Der Marktplatz soll ein neues Gesicht bekommen. „Das ist ein Platz für alle“, erklärte Bürgermeister Herbert Volkamer beim Ortstermin des Bauausschusses am Dienstag. Dazu hatte er alle Ratsmitglieder eingeladen.

Künftig wird der Marktplatz eine optische Abgrenzung zur Hauptstraße hin in Form eines Einzeiler-Muschelkalk-Großsteinpflasters haben. Die anderen Muschelkalksteine, die bislang auf dem Areal im Schatten des Rathauses verlegt sind, werden ausgebaut und im Bauhof gelagert.

Den Großteil des Marktplatzes werden gesägte Betonpflastersteine einnehmen. Das bisherige Podest wird vom Rathaus her angeebnet. Als Ersatz für die einst mächtige Dorflinde schlug Planer Roberto Taplan vom Kitzinger Planungsbüro arc.-grün eine Winterlinde vor, die eine Höhe von sieben bis neun Metern haben soll. Den neuen Baum wird Ingrid Knauf spenden, wie ihr Mann, Ehrenbürger und Ratsmitglied Nikolaus Knauf ankündigte, was das Gremium mit Beifall honorierte. Der Baum wird unter einem überpflasterbaren Unterflurrost versteckt und auf Punktfundamenten mit vier Stützen stehen. Der zweite Baum am westlichen Rand des Marktplatzes kommt ebenfalls weg. Franz Vogels Versuch, den Baum zu retten, schlug fehl. Der Bürgermeister tendierte als Nachfolger zu einer heimischen Baumart.

Die Wasser-Figur „Lydia“ auf dem bisherigen Podest wird wegen der Winterlinde versetzt. In Sichtweite wird ein weiterer Brunnen erbaut, der aus einer zweieinhalb Kubikmeter Wasser fassenden Zisterne gespeist wird. Der erhöhte Bereich bekommt links und rechts der Linde zwei geschwungene Sitzbänke, die als Betonteile mit Auflage vorgesehen sind. Um den erhöhten Teil des Marktplatzes herum sollen metallene Ständer – die Gunda Fuchs nicht gefielen –- als Poller postiert werden.

Am Nebengebäude des Rathauses kommt ein Busch und der Postkasten weg, dort sollen künftig Informationstafeln stehen. Die Räte folgten Herbert Volkamers Vorschlag, die Entscheidung über die Info-Tafeln zurück zu stellen. Denn sie sollen zusammen mit anderen Tafeln an den Ortseingängen – die lange Jahre aufgeschoben worden waren – umgesetzt werden.

Das Projekt Marktplatz-Umgestaltung wird geschätzte 140 000 Euro kosten, dazu erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 50 Prozent aus dem Städtebauförderungsprogramm. In der nächsten Ratssitzung soll der Weg zur Ausschreibung frei gemacht werden und im Juli die Auftragsvergabe erfolgen. Nach dem Weinfest, im August, sollen die Bauarbeiten starten und nach zweieinhalb Monaten beendet werden.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.