Willanzheim

Willanzheimer monieren Störung des Landschaftsbildes

Mainbernheim möchte ein Gebiet für eine größere Freiflächen-Photovoltaikanlage ausweisen. Haken bei der Geschichte: Sehen würden die Anlage nur die Willanzheimer und die spielen nicht mit.
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Die Mainbernheimer Gemarkung reicht bis auf die Willenzheimer Seite des Bahndamms. Dort sollen die Grün- und Heckenflächen im Bild samt einer Wiese verschwinden weil die Stadt Mainbernheim ein Sondergebiet für eine Freiflächen-Photovolktaikanlage ausweisen will, was der Willanzheimer Gemeinderat ablehnt. Foto: Hartmut Hess

Die Stadt Mainbernheim ist dabei, ein Sondergebiet für eine größere Freiflächen-Photovoltaikanlage auszuweisen. Zwar liegt das vorgesehen Gebiet auf Mainbernheimer Gemarkung, aber trotzdem auf der Willanzheimer Seite des Bahndamms, weshalb eine solche Anlage nur vom Nachbarort sichtbar sein würde, von Mainbernheim her aber nicht. Während der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange lag die Bauleitplanung am Montag auf dem Tisch des Willanzheimer Gemeinderats, der das Vorhaben ablehnte.

"Wir sehen das Vorhaben als nachhaltige  Störung des Landschaftsbilds", sagte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert. Die Willanzheimer werten das Vorhaben auch als Eingriff in die Natur. Dort befinden sich ein größeres Areal mit zwei Teilbereichen, die mit Hecken und Bäumen sowie dazwischen einer Wiese begrünt sind und ein Rückzugsraum für Tiere und ein Lebensraum für Insekten und andere Tierarten abgeben. In der Ratsrunde herrschte Unverständnis über das Vorhaben der Nachbarstadt und die Willanzheimer sahen sich nicht in der Lage dem zuzustimmen, Denn es ist ihnen völlig unklar, wie eine Erschließungsstraße und auch eine Stromkabelverlegung verlaufen soll. Die Willanzheimer vermuten, dass die Erschließung mit Straße und Strom nur über Willanzheimer Gemarkung möglich sein wird.

Weitere Themen im Rat waren:

Der Gemeinde-Bauhof bekommt einen neuen Schlepper, der um die 100 000 Euro kosten wird. Der neue Schlepper ist Ersatz für den in die Jahre gekommenen Bauhof-Bulldog, der sich noch ordentlich verkaufen lässt.  Deswegen hatten sich die Willanzheimer jeweils einen Schlepper der Marke John Deere vom Markt Herrnsheimer Händler Landtechnik Hiller und einen Fendt von der BayWa vorführen lassen. Dabei offenbarten sich Vorteile und Nachteile der beiden Modelle und auch im Gemeinderat kam das Für und Wider zutage. Zuerst fand das Hiller-Angebot mit fünf zu sieben Stimmen keine Mehrheit am Ratstisch, danach sprach sich eine 8:4-Mehrheit für den Fendt-Schlepper aus.

Die Ratsrunde beschäftigte sich ein weiteres Mal mit Auftragsvergaben für den Umbau der Willanzheimer Schule. Als wirtschaftlichster Anbieter erhielt die Würzburger Firma Winkler-Design den Auftrag für die Kücheneinrichtung zum Angebotspreis von 68 980 Euro. Da sich der Gemeinderat für höherwertige Deckenlampen entschied, stimmte die Ratsrunde einem Nachtragsangebot der Obernbreiter Elektro-Firma Löther mit 1093 Euro zu. Bei einem Ortstermin legte das Gremium fest, dass die Außenfassade einen rötlichen Farbton haben wird. In den Innenräumen ist erst die Verlegung der Linoleum-Böden abzuwarten, danach wird sich für eine aufhellende Farbe der Innenwände entschieden.

Am Lehrerwohnhaus hat das Bauhofpersonal die ehemaligen Garagen abgebrochen und jetzt eine Fläche gepflastert, auf der bald ein Carport für die Bewohner des Lehrerwohnhauses errichtet wird.   

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