HÜTTENHEIM

Willanzheim: Investitionen ohne neue Schulden

Trotz größerer Investitionen will die Gemeinde Willanzheim ohne neue Schulden auskommen. Der größte Brocken im Haushalt ist die Erschließung des Baugebiets Ebental IV.
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Geld (Symbolbild)
Foto: A3730/_Federico Gambarini (dpa)

Wie die Vorberatung des Haushalts zeigte, wird die Gemeinde Willanzheim trotz größerer Investitionen ohne neue Schulden auskommen. Alleine für die Erschließung des Baugebiets Ebental IV in Willanzheim gehen heuer 887 500 Euro drauf. Die Gemeinde wird aber aus Bauplatzverkäufen eine Sondertilgung für Kredite von 100 000 Euro leisten zu können.

Neben dem Baugebiet sind die 400 000 Euro für den Umbau der Willanzheimer Schule der größte Ausgabeposten. Richtig ins Geld geht die Schule 2018 mit 1,5 Millionen Euro. Heuer stehen 50 000 Euro an Planungskosten für den Umbau des Hüttenheimer Schulhauses im Etat. In das Gebäude soll in ein paar Jahren der Kindergarten einziehen. Ebenfalls 50 000 Euro gewährt die Gemeinde an Zuschuss für die Sanierung der evangelischen Kirche in Hüttenheim. Die Gemeinde kann 1,09 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen und damit die Investitionen finanzieren.

Weitere Themen im Willanzheimer Rat:

• Der Gemeinderat lehnte eine erneute Anfrage des Besitzers des ehemaligen Gasthauses Krone zum Kauf durch die Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt ab. Denn der Gemeinderat sieht mittelfristig keinen finanziellen Spielraum, um ein Objekt dieses Ausmaßes angehen zu können. Die Gemeinde riet dem Eigentümer, ein Sanierungskonzept erstellen zu lassen, um eine Grundlage für weitere Schritte zu haben.

• Die interkommunale Allianz Südöstlicher Landkreis geht konkrete Schritte an. Wie Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert mitteilte, wurde das Büro Planwerk in Kooperation mit Team4 mit der Ausarbeitung des Kernwegenetzes beauftragt. Der Auftrag für die Entwicklung einer Wort-Bild-Marke ging an das Kitzinger Büro Zudem.

• Fünf der sieben Mitgliedskommunen wollen in einem Projekt gemeinsam ihre Registraturen und Archive pflegen lassen und dafür eine Teilzeitkraft einstellen. Das auf fünf Jahre angelegt Projekt ist förderfähig, jetzt wollen die Kommunen aber noch abwarten, ob der Landkreis Kitzingen als Region mit besonderem Handlungsbedarf eingestuft wird und vom Freistaat Bayern einen höheren Fördersatz bekommt.

Mobilfunksendeanlage soll im Mai in Betrieb gehen

• Zur geplanten Installation einer Mobilfunksendeanlage auf dem Knauf-Firmengelände informierte die Bürgermeisterin, dass die Anlage in der Kalenderwoche 19 (8. bis 14. Mai) in Betrieb gehen und sich dann der Empfang verbessern soll.

• Die katholische Kirchenstiftung als Träger des Willanzheimer Kindergartens beantragte einen Zuschuss zur Anschaffung neuer Spielgeräte im Außenbereich, wofür der Gemeinderat 1300 Euro gewährte.

• Die Gemeinde stellte den Bedarf an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen fest. Nach mehr Kindern im Ort wurde der Bedarf für Hüttenheim jetzt an das Willanzheimer Niveau angeglichen. Für die beiden Kindergärten liegt der Bedarf jetzt bei jeweils 25 Kindergartenplätzen und zwölf Kinderkrippenplätzen. Die neue Bedarfsfeststellung wird die Basis sein, wenn in naher Zukunft das Hüttenheimer Schulhaus zum Kindergarten umgebaut werden soll.

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