Kitzingen

Wilhelmsbühl und Hammerstielweg: Stadt will Bauplätze schaffen

Brisantes Thema im Stadtrat: Die Stadt will das umstrittene Baugebiet am Wilhelmsbühl umsetzen. Anwohner wehren sich seit Jahren dagegen. Die Tagesordnung ist aber noch länger.
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Ein Blick auf einen Teil des Geländes am Kitzinger Wilhelmsbühl, wo sich das umstrittene private Baugebiet einfügen soll. Foto: Harald Meyer

Der Kitzinger Stadtrat befasst sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Juli, ab 18 Uhr im Rathaus mit einer Reihe von spannenden Themen. Die Vorschau: 

  • Die Stadt Kitzingen will der Nachfrage nach Bauplätzen entgegenkommen. Deshalb hat der Stadtrat schon vor drei Jahren beschlossen, einem privaten Bauherren zu ermöglichen, das Baugebiet "Wilhelmsbühl", am Stadtrand in Richtung Sulzfeld gelegen, den Hang hinauf zu erweitern. Vorgesehen sind etwa 18 Einfamilien- und Doppelhäuser in einem Gebiet, das jetzt noch im Außenbereich liegt. Der Bebauungsplan soll nach Vorlage der Stadt auch Verkehrsaufkommen und Lärm- sowie Natur- und Artenschutz berücksichtigen. Die angrenzenden prägenden Gehölzbestände sollen gesichert werden. Das ist deshalb brisant, weil sich in der Vergangenheit etwa 150 Anlieger der umstrittenen 1,4 Hektar großen Fläche immer wieder gegen eine Bebauung gewehrt haben, weil sie mehr Verkehr und damit Lärm befürchten. Auch Naturschützer haben Einwände, weil sie schützenswerte Tierarten im Planungsgebiet registriert haben.
  • In Regie der Stadt wird ein weiteres Baugebiet für Einfamilienhäuser entstehen, am Südlichen Hammerstielweg. Es ist zurzeit die letzte Fläche der Stadt, die dafür infrage kommt. Platz wäre dort für mehr als 30 Wohngebäude. Der Stadtrat befasst sich mit Stellungnahmen zum Bebauungsplan.
  • Die Stadt Kitzingen sucht einen neuen Kämmerer. Die Stelle von Amtsinhaberin Monika Erdel wird im Herbst 2020 frei; ein Nachfolger wird aber zur Einarbeitung schon ein Jahr zuvor gesucht. Der Posten eines Amtsleiters für die Finanzverwaltung umfasst unter anderem die Stadtkämmerei, die Steuer- und Liegenschaftsverwaltung sowie die Haushalts- und Finanzplanung mit einem Volumen von 75 Millionen Euro im Jahr. Da die Frist für die Stellenausschreibung endete, wird wahrscheinlich noch in den Sommerferien der Personalausschuss des Stadtrats entscheiden.
  • Jugendsozialarbeit an Schulen soll helfen, benachteiligte Schüler in ihrer Entwicklung zu fördern. Besonders Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen davon profitieren. Deshalb unterstützt die Stadt Kitzingen dafür vorhandene Stellen an der Paul-Eber-Mittelschule an der Mittelschule Kitzingen-Siedlung und an der Grundschule St. Hedwig seit vielen Jahren. Der Rat entscheidet über weitere Zuschüsse.
  • Einer Ferienbetreuung von Kindern durch die AWO von einer Woche in den Oster- und Pfingstferien und zwei Wochen in den Sommerferien hat der Stadtrat vor einem Jahr zugestimmt. Nun empfiehlt die Verwaltung wegen der schlechten Resonanz auf das zusätzliche Betreuungsangebot eine Kündigung des Vertrags.
  • Die Gebühren für den Schülerhort Kitzingen an der Grund- und Mittelschule in der Siedlung, der seit einem Jahr von der AWO getragen wird, stehen zur Diskussion. Der Vorschlag der Verwaltung lautet, die Gebühren vorerst nicht zu erhöhen.
  • Ebenfalls ums Geld geht es bei der Mittagsbetreuung an der Grundschule in der Siedlung. Die Stadt ist aufgefordert, das Defizit bis zu einer Summe von 3000 Euro im Schuljahr zu übernehmen.
  • Eine Sanierung der Florian-Geyer-Halle steht an. Vor allem die in die Jahre gekommene Technik ist betroffen. 
  • In der Sitzung steht auch eine Vergabe der Kindergarten- und Schulbuslinien der Stadt an.
  • Das Förderprogramm Haussanierungen in der Stadt soll aktiviert werden. Unter anderem sollen die Siedlung und Etwashausen bei Fördergeldern künftig stärker zum Zug kommen können. 
  • Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen Anträge der KIK-Fraktion zum Wohnungsbau in der Stadt.

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